Allgemeine Berichte | 05.10.2022

Christian Baldauf zu Hubschraubervideos: Entsetzen über Lewentz – Dreyer ist gefordert

Screenshot Hubschraubervideo. Quelle: SWR/Polizei Rheinland-Pfalz

Mainz/Ahrtal. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf, zeigt sich schockiert über die neuen Erklärungen von Innenminister Lewentz zu den Flutvideos:

- „[…] Es gab kein belastbares Lagebild. […].“

- „[…] auf den Videos sieht man keine eingestürzten Häuser, keine

Toten, keine verstopften Brücken, man sieht ein treibendes Auto,

vielleicht einen Wohnwagen und ein paar Gastanks. […].“

- „[…] Lewentz sagte am Dienstag, hätte er in der Nacht die Videos

und nicht nur die Fotos gesehen, hätte sich „wahrscheinlich“ nichts

geändert. […].“

(vgl. aktuelle Pressestimmen vom 4. und 5. Oktober 2022)

„Was hat dieser Minister für ein Amtsverständnis? Seine Worte sind zynisch und ein Schlag ins Gesicht all derer, die Angehörige in der Katastrophe verloren haben. Wer solche Videos nicht als Handlungsaufforderung begreift, ist fehl am Platz. Lewentz hat alles Vertrauen verspielt. Wenn er nicht den Anstand findet, selber zurückzutreten, muss Ministerpräsidentin Dreyer Konsequenzen ziehen. Bisher hat sie noch nichts zur Aufklärung beigetragen und weigert sich, Worte der Entschuldigung zu finden. Dabei war es ihr Kabinett, waren es Innen- und Umweltministerium ihrer Regierung, die in der Flutnacht versagten. Chancen, die Menschen im Ahrtal frühzeitig zu warnen und Leben zu retten, wurden nicht ergriffen. Dreyer muss sich fragen, wie ihre Verantwortung als Regierungschefin für die Katastrophe und ihre Aufarbeitung aussieht.“

Baldauf weiter: „Die Videos belegen, dass Polizeikräfte spätestens ab 22 Uhr volle Kenntnis hatten, dass es sich um eine Flutkatastrophe handelte, die keineswegs nur punktuell einige Orte betraf, sondern das gesamte Tal der Ahr. Unglaubliche Wassermassen wälzten sich hinab. Die Inhalte der Videos erreichten den Innenminister. Damit hatte er genug Hinweise auf eine Katastrophe historischen Ausmaßes. Er wusste, dass Menschen in Lebensgefahr waren. Da muss eine Landesregierung sofort mit allen Kräften und Maßnahmen in den Startlöchern stehen und darf sich nicht schlafen legen! Wieso Lewentz nicht handelte, nicht den Krisenstab einberief und nicht die Ministerpräsidentin informierte, ist völlig unverständlich. Sicherlich ist mor-gens ein Lagebild einfacher einzuholen, aber hier war klar, dass man trotz-dem in der Nacht alle Hebel in Bewegung setzen muss, um so schnell wie möglich zu helfen, zu warnen, zu evakuieren, Medien zu informieren. Aber Lewentz konnte sich noch nicht mal zu einer einfachen Lagebesprechung im Innenministerium durchringen.

Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Landtag RLP

Screenshot Hubschraubervideo. Quelle: SWR/Polizei Rheinland-Pfalz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Imageanzeige - Dauerauftrag
Stellenanzeige Landschaftsgärtner und Hausmeister, 1.Anzeige "2+1 Aktion"
Reinigungskraft
Stellenanzeige / 150 Jahre Zeitungsgeschichte
150 Jahre Zeitungstradition
150 Jahre Zeitungsgeschichte
Empfohlene Artikel
Vier Tage lang wird in Neuwied gefeiert. Foto: FF
12

Neuwied. Mit Tanzdarbietungen und flotten Klängen, dargeboten von jungen Neuwiedern, eröffnete Oberbürgermeister Jan Einig am Donnerstagnachmittag das 45. Deichstadtfest. Mit treffsicheren Schlägen war das obligatorische Fass in Kürze angezapft. Die krachenden Schüsse der Neuwieder Schützengesellschaft ließen jeden in der Stadt wissen: Jetzt darf vier Tage lang gefeiert werden.

Weiterlesen

Mit einem Wortgottesdienst begann das Fest.  Foto: privat
25

Burgbrohl. „Ein „WIR“ entsteht überall dort, wo sich Menschen mögen. Es gibt also ziemlich viele WIR und jedes sieht ein bisschen anders aus. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Sie sind sehr wertvoll.“ (Auszug aus dem Bilderbuch „Das kleine Wir“)

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 14
73

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
440

Vier Spuren für den Kfz-Verkehr - Schutzstreifen für den Radverkehr

Ab 13.07.: Verbreiterung der Adenauerallee in Bonn beginnt

Bonn. Am Fahrbahnrand der Adenauerallee beginnen ab dem 13. Juli 2026 umfangreiche Bauarbeiten, um die Straße wieder auf vier Spuren für den Kfz-Verkehr zu erweitern. Ziel ist es, zwischen der Ersten Fährgasse und der Weberstraße in beiden Fahrtrichtungen Schutzstreifen für den Radverkehr zu schaffen. Dafür wird ein Teil der Fahrbahn baulich verbreitert.

Weiterlesen