Allgemeine Berichte | 13.05.2020

Freiwilligendienst beim DRK – ein Orientierungspunkt in der Coronakrise

Das Plus im Lebenslauf

Gesellschaftliches Engagement und berufliche Orientierung für Mitbürger

Die DRK-Betreuungskräfte im betreuten Wohnen „Weißes Ross“ in Bad Breisig sind in Zeiten der durch das neue Coronavirus bedingten Kontaktbeschränkungen für einige Bewohner eine der Verbindungen nach außen und dadurch ein wichtiger sozialer Kontakt. Foto: Foto: Archiv / Thorsten Trütgen

Kreis Ahrweiler. Einigen jungen Menschen fehlt nach dem Schulabschluss die berufliche Orientierung. Abiturienten müssen nicht selten Wartezeit auf einen Studienplatz überbrücken, für eine Berufsausbildung ist der Zeitraum aber meist zu kurz. Die aktuelle Coronakrise hat neue Unwägbarkeiten sowohl bei der beruflichen Orientierung als auch in der Ausübung vieler Berufe verursacht. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Deutschen Roten Kreuz (DRK) bieten gute Möglichkeiten, freie Zeiten sinnvoll zu nutzen, sich gesellschaftlich zu engagieren und sich dabei beruflich (neu) zu orientieren.

Ganz egal ob ein Engagement im Sozialen Service mit dem Schwerpunkt der Unterstützung für Senioren im betreuten Wohnen „Weißes Ross“ in Bad Breisig, im kreisweiten HausNotrufService oder im Krankentransport und Rettungsdienst: Die Freiwilligendienste beim DRK sind so vielfältig wie die Arbeit des DRK im Kreis Ahrweiler und bieten interessante Tätigkeiten. Freiwilligendienst heißt aber nicht, dass man umsonst arbeitet. FSJ-ler und BFD-ler erhalten auf Grundlage der entsprechenden Gesetze ein monatliches Taschengeld für ihr Engagement. Freiwilligendienste sind für Menschen, die aufgrund der Coronakrise in Arbeitslosigkeit geraten sind oder über einen längeren Zeitraum nicht ihrem Beruf nachgehen können, eine gute Gelegenheit, Einblicke in soziale Tätigkeitsgebiete zu erlangen.

In den Freiwilligendiensten des DRK sammelt man viel Erfahrungen im Umgang mit Menschen. Bei Bewerbungen um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz nehmen viele Arbeitgeber im Lebenslauf die Teilnahme am Freiwilligendienst positiv zur Kenntnis. Sie schätzen die erworbenen Kenntnisse und bewerten das Engagement oft als zusätzliches Plus im Lebenslauf.

Durch die gesetzlichen Regelungen des BFD haben auch Menschen, die älter als 27 Jahre sind, die Möglichkeit, sich für das Gemeinwohl zu engagieren. Die Motivationen sind dabei völlig unterschiedlich. Manchmal sind es Langzeitarbeitslose, die durch einen Freiwilligendienst ihre Chancen zur Rückkehr in das Berufsleben erhöhen möchten. Auch Pensionäre, die berufsbedingt bereits vor dem 60. Lebensjahr aus dem Arbeitsalltag aussteigen, nutzen die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Kompetenzen in soziale Bereiche einzubringen. Oft wird der Freiwilligendienst genutzt, um sich beruflich (neu) zu orientieren oder in soziale Arbeitsbereiche hinein zu schnuppern. Für ein späteres Studium können die geleisteten Dienstzeiten als Praktikum anerkannt werden.

Für die Tätigkeit im Krankentransport und Rettungsdienst werden die Freiwilligen während einer dreieinhalbmonatigen Rettungssanitäterausbildung auf ihren Einsatz vorbereitet. Diese Ausbildung ist ein guter Einstieg in medizinische Berufe, in ein späteres Medizinstudium oder in die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter. Nach der Rettungssanitäterausbildung werden die Freiwilligen während ihrer Dienstzeit von den langjährig erfahrenen hauptamtlichen Rettungskräften begleitet und fortgebildet. In der Sozialarbeit werden die Freiwilligen ebenfalls von langjährig erfahrenen Rotkreuzmitarbeitern an die Aufgaben herangeführt und begleitet.

Der DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V. hat weitere Informationen auf seiner Homepage unter www.kv-aw.drk.de/freiwilligendienste bereitgestellt. Eine telefonische Beratung erhält man von Andrea Thomas unter der Rufnummer (02641) 97 80 11. Gerne steht Andrea Thomas nach entsprechender Terminvereinbarung auch für persönliche Gespräche zur Verfügung. Eine Kontaktaufnahme per E-Mail an freiwilligendienste@kv-aw.drk.de ist ebenfalls möglich.

Pressemitteilung

DRK im Kreis Ahrweiler

Die DRK-Betreuungskräfte im betreuten Wohnen „Weißes Ross“ in Bad Breisig sind in Zeiten der durch das neue Coronavirus bedingten Kontaktbeschränkungen für einige Bewohner eine der Verbindungen nach außen und dadurch ein wichtiger sozialer Kontakt. Foto: Foto: Archiv / Thorsten Trütgen

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