Am 23. September ruft Fridays for Future weltweit zum Klimastreik auf
Demo in Koblenz: „Wir lassen uns nicht verheizen!“
Koblenz. Am 23. September ruft Fridays for Future weltweit zum Klimastreik auf. Auch in Koblenz wird es wieder einen Streik geben. Um zwanzig nach zwölf startet ein Demonstrationszug durch Koblenz, der dieses Mal explizit nicht nur auf die Klimakrise aufmerksam machen wird. Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht verheizen!“ möchten die Aktivisten der Fridays for Future Ortsgruppe, gemeinsam mit anderen Gruppen und politisch Aktiven, auf die Verbindungen zwischen der aktuellen Energie(preis)krise, sozialer Ungerechtigkeit, dem Wirtschaftssystem und der Klimakrise aufmerksam.
Die derzeitige Energie(preis)krise sorgt, neben den vielen anderen Krisen dieser Zeit, für große Wut in der Bevölkerung. Große, menschen- und umweltfeindliche Konzerne bekommen in der Krise finanzielle Unterstützung vom Staat, obwohl sie diese gar nicht benötigen. Gleichzeitig werden die meisten Menschen mit ihren finanziellen Sorgen im Stich gelassen. Insgesamt steigende Preise bei Nahrungsmitteln, Energie- und Heizkosten belasten vor allem privat. Für Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen, für Rentnerinnen, Auszubildende, Studierende, Arbeitslose, ist das tägliche Leben schon jetzt oft kaum bezahlbar. Die steigenden Heizkosten im Herbst werden die Probleme für alle nur noch verschlimmern.
Zusätzlich werden immer stärkere und häufigere Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen nicht nur zu langsam bekämpft, sondern wegen einer angeblichen Feuerwehrpolitik Errungenschaften im Umweltschutz wieder über Bord geworfen. Maßnahmen, welche gegen die akute Energiekrise wirken sollen, stehen dem Kampf gegen die Klimakrise entgegen. Auf der Suche nach Energiealternativen werden umweltschädliche Methoden, wie die Atomenergie, grün angestrichen. Fossile Energien bekommen verlängerte Laufzeiten oder es drohen gar Wiedereinstiege. Das kann sich die Menschheit im Kampf gegen die Klimakrise nicht leisten.
Die Klimabewegung kritisiert insbesondere die aktuelle Klimapolitik der Ampelkoalition, der es im Hinblick auf die zurückliegende Hitzeperiode und fehlende Schutzpläne noch immer an der nötigen Dringlichkeit mangele. Das bereits verursachte Leid zu bedauern sei wertlos, wenn gleichzeitig neue Gasinfrastruktur geplant und das Ende der Kohle verzögert wird, statt den Ausstieg aus den fossilen Energien in die Hand zu nehmen.
Das gemeinsame Ziel sei es, gemeinsam dafür zu kämpfen, dass Rechnungen am Ende des Monats als Damoklesschwert über breiten Teilen der Gesellschaft verschwindet und auch in einigen Jahren noch einen intakten und bewohnbaren Planeten zu haben. Die Organisatoren weisen deshalb auch auf die Kampagne „Genug ist Genug“ hin und fordern, dass Grundbedürfnisse wie eine warme Wohnung, Mobilität, Waschen und Essen bezahlbar bleiben, indem Löhne erhöht, Energiepreise gedeckelt, Krisenprofiteure besteuert werden, das 9-Ticket verlängert und die Energieversorgung in Bürgerhand gesichert wird - ohne der fossilen Umweltzerstörung weitere Milliarden in den Rachen zu werfen!
Pressemitteilung FFF Koblenz
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