Allgemeine Berichte | 10.12.2021, 08:10 Uhr

Die kleinen Häuser werden durch Spendengelder von Aktion Deutschland Hilft ermöglicht.

Dernau: 13 Tiny Houses sind ab sofort bezugsbereit

Dernau. Die kleinen Häuser für zwei bis vier Personen werden durch Spendengelder von Aktion Deutschland Hilft ermöglicht.

Bis Mitte Dezember sollen alle 13 Tiny Houses in Dernau angeliefert werden. Die ersten sieben Häuser sind bereits eingetroffen und können von interessierten Betroffenen am Zwischenstandort im Industriegebiet zwischen Dernau und Rech besichtigt werden. Die weiteren Häuser befinden sich im Zulauf. „Wir sind den Johannitern sehr dankbar für ihr Engagement hier in Dernau“, betont Ortsbürgermeister Alfred Sebastian. „Mit den Tiny-Häusern ermöglichen wir vielen wieder in den Heimatort zurückzukehren. Ohne diese alternative Unterkunft – teils neben der eigenen Baustelle – hätten wir den Bedarf nicht erfüllen können.“

Geplant ist, die Häuser bevorzugt jungen Familien zur Verfügung zu stellen, damit diese schneller wieder in ihre Dörfer zurückkommen können und nicht erst wenn das eigene Haus wiederaufgebaut ist. Eine Mietzahlung wird an die Ortsgemeinde geleistet und kommt dem Wiederaufbau der Gemeinde zugute. Die Häuser werden auf den Grundstücken der Betroffenen aufgestellt und können dort so lange verbleiben, bis diese ihr Wohnhaus wiederaufgebaut haben und dort wieder einziehen. Daher fallen keine zusätzlichen Nebenkosten an, weil Strom und Wasser über die Anschlüsse auf dem Grundstück angeschlossen werden und über die Gemeinde getragen werden. Der Einzug ist ab sofort möglich, sofern die Infrastruktur, also Wasser, Abwasser und Strom, vorhanden ist.

Das Vergabeverfahren wurde beispielsweise in Dernau durch das Bürgerbüro nach Bedürftigkeit anhand genau festgelegter Kriterien wie Hausverlust, Verlust von Angehörigen und Entfernung des aktuellen Aufenthaltsortes zur eigentlichen Heimat, geregelt.

Der Gesamtwert der 13 Häuser beträgt rund 700.000 Euro. Finanziert werden die Häuser über Spendengelder von Aktion Deutschland Hilft, die die Johanniter-Unfall-Hilfe für dieses Projekt abgerufen hat.

„Der Gedankenanstoß zu unserem Tiny-House-Projekt kam von betroffenen Menschen aus dem Ort Dernau selbst. Es ist schön, dass wir aus einer ursprünglich kleinen Bitte um Unterstützung für eine Familie nun ein ganzes Projekt gestalten konnten. Wir unterstützen die Gemeinde durch den Ankauf und die gesamte Organisation rund um die Häuser, mit einem Hausmeisterservice sowie regelmäßigen Freizeitangeboten und Veranstaltungen. Auf diese Weise möchten wir einen weiteren Teil zum Wiederaufbau in den Gemeinden Dernau, Rech und Mayschoß leisten“, erklärt Christian Görg, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. im Regionalverband Mittelrhein.

Alle Tiny Houses sind neuangefertigt. Die Häuser sind unterschiedlich groß von 18 qm bis 28 qm, größtenteils sind sie für zwei, teilweise für vier Personen ausgelegt. Alle sind vollmöbliert, die Ausstattung unterscheidet sich bei manchen Häusern.

Alle Tiny Houses verfügen über eine Gas- und Stromheizung, einige Häuser haben zusätzlich Holzöfen. Die Häuser haben zwei Etagen: oben ist der Schlafbereich, unten der Wohnraum mit Küchenbereich und Duschbad. In manchen der Häuser sind im Wohnbereich Schlafsofas für Kinder oder Gäste integriert. Ein Teil der Häuser verfügt über Waschmaschinen und Wäschetrockner. Alle Häuser sind vorbereitet, um an die Wasserversorgung am Stellplatz angeschlossen zu werden..

Pressemitteilung

Johanniter Unfallhilfe

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