Allgemeine Berichte | 31.07.2025

Seit fast 25 Jahren setzt sich der Verein für Kinder und Familien ein, die Unterstützung benötigen

Die „Botzedresse“ haben ein Herz für Kinder

Seit 25 Jahren ist der Verein aktiv.  Foto: privat

Niederzissen. Seit nun bereits fast 25 Jahren setzt sich der Verein aus Niederzissen für Kinder, Familien oder Institutionen ein und unterstützt tatkräftig wo auch immer möglich. Voller Stolz erklärt Vorsitzender Jörg Groß, dass man mit einem Gesamtspendenvolumen von fast 750.000 Euro viele Kinderaugen glücklich machen konnte. Ehrenamtlich setzen er und der gesamte Vorstand sich unermüdlich ein und freuen sich über den großen Zuspruch. Ob Spenden, Mitgliedsbeiträge oder auch wie kürzlich eine Erbschaftsspende. „Wir versuchen den Betroffenen schnell und unbürokratisch zu helfen, so Groß. Es ist uns daher wichtig, die Gelder sofort an die richtige Adresse zu spenden“, heißt es seitens des Vereins. So auch vor kurzem, als man auf Familie Heilig aus Bornheim aufmerksam wurde. Ihr Sohn Simon ist 6 Jahre alt und hat einen Gendefekt namens CLCN4. Die Gehirnentwicklung ist stark eingeschränkt, was zu einer schweren geistigen Behinderung führte. Simon kann daher nicht frei sitzen, stehen oder gehen. Die sprachliche Entwicklung ist ebenso eingeschränkt. Er hat den Pflegegrad 5 und muss rund um die Uhr betreut und gepflegt werden. Ausreichende Nahrungsaufnahme ist nur über einen PEG Zugang möglich.

Hilfe, die ankommt

Simon ist trotzdem sehr gerne in der Natur unterwegs. Dies ist jedoch mit dem derzeit vorhandenen Buggy nur sehr eingeschränkt möglich. Ein entsprechend notwendiger Buggy wird von den Krankenkassen nicht übernommen, so dass der Verein Simon und seine Familie mit einem Buggy mit elektronischem Antrieb überraschen konnte. Eine Investition über ca. 12.000 Euro, die den kleinen Mann aus Bornheim glücklich gemacht hat, so Groß. Über eine weitere Spende und Unterstützung in Höhe von ca. 15.000 Euro freute sich der Verein besonders. Im heimischen Niederzissen wurde der Aufbau eines Inklusionskarussells auf dem Mehrgenerationenplatz bezuschusst, das vor allem von Kindern mit Beeinträchtigungen genutzt werden kann.

Für den Vorstand völlig inakzeptabel und nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass das Karussell schon seit längerem nicht einsetzbar ist. Seitens des Vorstands besteht hier jedoch schon reger Austausch mit der Lieferfirma, damit hoffentlich schon bald viele Kinder das Karussell wieder nutzen können. Auch Familie Hombach aus der Nähe von Koblenz freute sich über die Unterstützung vom Verein Botzedresse für Kinderzen in Not e.V.. Sohn Konrad ist 10 Jahre alt und ein toller Kerl. Er war eine Frühgeburt und hatte eine Hirnblutung. Dadurch ist er körperlich und geistig beeinträchtigt. Er sitzt im Rollstuhl und kann nur kurz Gewicht auf seine Beine übernehmen. Da die Kreisverwaltung in der Vergangenheit keinen geeigneten Fahrdienst zur Schule für ihn einsetzen konnte, wird er von der Familie gefahren und muss zweimal am Tag in das Auto rein- und rausgehoben werden. Ein Vorgehen, dass aufgrund der Größe und des Gewichts von Konrad Mutter Meike an Ihre Belastungsgrenze bringt.

Riesengroße Freude

Mit einer riesigen Freude wurde daher die Anschaffung eines Schwenksitzes durch den Verein aufgenommen. Eine Spende in Höhe von 10.000 Euro, die den Alltag der Familie Hombach wesentlich erleichtert. So gab es in den vergangenen Jahren noch viele Spenden, die Kinderaugen glücklich gemacht haben. Aber auch mit vielen diversen Therapieanwendungen konnte geholfen werden. Not macht keine Pause – so lautet das Motto des Vereins. „Daher werden wir uns auch in Zukunft weiterhin für viele hilfsbedürftige Kinder und Familien einsetzen und würden uns über Hinweise freuen, wo wir noch helfen können“, so Groß. Viele Projekte sind zur Zeit auch noch in Planung und Arbeit. Im kommenden Jahr steht das 25-jährige Vereinsjübiläum an, dass am 2. Oktoberwochenende 2026 mit einer Neuauflage von Köln goes Niederzissen gefeiert werden soll. Bis dahin möchte der Verein jedoch die Grenze von einer Million Euro getätigter Spenden erreicht haben.

Foto: privat

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Kommentare
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  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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