Allgemeine Berichte | 26.09.2025

Die Kempenicher Geschichte im Detail

Kempenich. Auf Grund der vorliegenden Aussagen und Schriften kann davon ausgegangen werden, dass Kempenich in der kelto – römischen Epoche vor Chr. entstanden ist. Dies ist unter anderem auch auf den Namen „Campianacum“ zurückzuführen. Die Eintragung als Verein „Campianacum e.V.“ wurde 1987 von der neu gegründeten Jugendgruppe beim Amtsgericht beantragt. Die Begründung dafür lag in der Tatsache, dass die Jugendgruppe nur als eingetragener Verein die Genehmigung zur Durchführung von Disco-Veranstaltungen erhielt. Als Informationsblatt zu der Jugendgruppe und ihren Aktivitäten wurde von ihnen die Zeitschrift „Stachel“ herausgegeben. Insgesamt 60 Stammbäume mit Daten ab dem 16. Jahrhundert liegen vor. In der Versammlung wurden als Einstieg die Namen Becker und Bell vorgetragen. Dazu auch Anekdoten zu Paste, Flock, Kopf und, Fülle aus der Familie Becker. Bell stammt ursprünglich vom Heidnerhof und ist nach wie vor weit verzweigt im Dorf. Hausnamen wie Hommeshannes, Hommesjakobs, Hommesjüssepss, Beune Schöfe, Höhnerbauesch, Mechelches und Föschtech sind allen bekannt. Im jüngeren zweiten Teil wurde die Geschichte der Firma Lösch mit Gründer Carl Lösch und Nachfolger Alfred Klein erläutert. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Firma und ihr Umgang mit dem eigenen Personal als beispielhaft positiv anzusehen war. Sie war deutschlandweit im Bereich der Wasseraufbereitung ein Vorreiter. Bei der zweiten Hälfte zum 1953 gegründeten Verein MSC Kempenich wurden zunächst die vielen Sparten mit ihren Erfolgen und ehrenamtlichen Funktionären angesprochen. Die Rallye Kempenich ist mittlerweile ein DRC-Lauf = Deutscher Rallye Cup. Verglichen mit dem Fussball ist dies 2. Bundesliga. Die erste Liga wäre ein DRM-Lauf = Deutsche Rallyemeisterschaft. Hochkarätige Teams aus der DRM nutzen den Lauf zum testen. Diese Fahrzeuge, die auch im Welt-Rallye-Cup zum Einsatz kommen, sind echte Highlights. Die Fahrzeugwerte liegen bei 250000 – 270000 Euro. Der Aufwand für die Durchführung der Rallye 2025 lag bei insgesamt 44000 Euro. Fast die Hälfte (20000 Euro) entfallen auf Ausgaben für direkte Sicherheitsmaßnahmen, wobei vieles nach wie vor ehrenamtlich verläuft. Im Einsatz sind bei der Veranstaltung ca. 250 Sportwarte und 5 Freiwillige Feuerwehren von Kempenich, Spessart, Weibern, Bell und Wehr. Die freundschaftlichen Kontakte des MSC zu den Sportwart-Teams aus Altenkirchen, Daun, Ulmen und Köln helfen seit Jahren dem MSC bei der Rallye. Dazu gibt es eigenes Personal mit Mitgliedern und treuen Unterstützern aus Kempenich. Deutlich höher sind die Aufwendungen für die Zeitnahme – Zeitnahmesoftware und Zeitnahmeteams. Dazu werden ca. 70 Personen benötigt, die teilweise aus dem Saarland und der Pfalz kommen. Weitere Kosten entstehen für die sog. Offiziellen, wie Sportkommissare und Technische Kommissare und für den Druck von Bordbüchern und Bordkarten. Hinter den Kulissen der Sportveranstaltung arbeiten weitere 70 Personen in verschiedenen Funktionen. Dazu gehören der Auf- und Abbau in der Leyberghalle, das Packen von 260 Verpflegungsbeutel für die Helferinnen und Helfer an der Strecke, das Packen von 260 Brötchentüten für die Verpflegungsbeutel am frühen Sonntagmorgen, die Verteilung der Beutel an die Sportwarte, die Bewirtung der Teilnehmer und Gäste in der Leyberghalle, Betreuung der Presse und neuerdings die eigene Presseberichterstattung. Diese unterschiedlichen Tätigkeiten werden allesamt ehrenamtlich ausgeführt. Dazu gibt es Unterstützung durch den Kempenicher Vereinsring mit u.a. GKKG, Möhnen. Finanziell werden die Kosten von ca. 44000 Euro gedeckt durch die Startgelder = 35000 Euro bei 104 Teilnehmern 2025 und durch die Einnahmen aus dem Verkauf der Programmhefte mit der Anzeigenschaltung = 11000 Euro. Dazu gibt es einen Veranstaltungszuschuss vom ADAC Mittelrhein. Das finanzielle Konstrukt passt aber nur dann, wenn alles glatt läuft an dem Renntag. Um das Risiko zu decken, bedarf es generell eines finanziellen Polsters. Alle Anwesenden zeigten sich begeistert vom großartigem Engagement und dem Enthusiasmus der Ehrenamtlichen. Beeindruckt war man auch von dem Einsatz des Ehepaars Berthold Hantel, der über 33 Jahre als Rallyeleiter die Veranstaltung organisierte und seiner Frau Marlene für ihre über 30jährige Tätigkeit im Vorstand.

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