Allgemeine Berichte | 02.06.2020

Adonislibelle lebt an Gewässern, Waldlichtungen, Heiden sowie Moorrändern

Eiablage ist Meisterleistung

Gut zu erkennen sind die markanten Augenpaare des Fluginsekts.Fotos: WITE

Region. Jetzt ist wieder die schöne Zeit der Libellen. An Gewässern, Tümpeln und Teichen können derzeit wieder die verschiedensten Arten beobachtet werden. Einer dieser imposanten Flugkünstler ist die Frühe Adonislibelle. Besonderes Merkmal ist der auffallend leuchtend blutrot gefärbte Körper. Nur die Hinterränder haben eine schwarze Zeichnung. Diese sind bei den Weibchen stärker ausgeprägt als bei den männlichen Tieren. Die Beine sind schwarz.

Markant sind auch die relativ ausgeprägten Augen des interessanten Insekts. Von Körperstruktur, Größe und Flugverhalten ähnelt die Adonislibelle der allerdings blau-schwarz gebänderten Azurjungfer. Die Hauptflugzeit liegt in den Monaten Mai und Juni, beginnt jedoch schon im April, und geht bis in den August hinein. Die Adonislibelle ist damit eine der frühesten Libellen. Sie sonnt sich gerne im Bewuchs in Wassernähe. Ihr Lebensraum sind auch Waldlichtungen und Heiden in der Gewässerumgebung, sowie Moorränder.

Die Eiablage erfolgt, je nach Gegend, sowohl in stehende als auch langsam fließende Gewässer. Paarung und Eiablage erfolgen in unterschiedlichen Positionen, so etwa mit dem bekannten „Paarungsrad“. Die Adonislibellen-Pärchen überfliegen das Wasser dann als „Tandem“ mehrfach und durchaus hektisch. Schließlich landen sie auf einer entweder das Gewässer bedeckenden oder herausragenden Wasserpflanze. Die Eiablage ist dann eine Meisterleistung: Die Weibchen tauchen hierbei zumeist nahezu völlig ins Wasser ein und legen ihre Eier an Pflanzen unterhalb der Wasseroberfläche ab. Dies geschieht jedoch einzig bei sonnigem Wetter.

Die Larve der Frühen Adonislibelle ist untersetzter gebaut als bei den übrigen Kleinlibellen-Larven. In diesem Gewässer entwickelt sich sie sich dann weiter. Hier überwintert das räuberische Insekt auch. Von dort gelangt es dann im Frühjahr an die Gewässerränder, wo es sich aus seiner Hülle befreit und flugfähig wird. Die Körperlänge der ausgewachsenen Libelle beträgt 35 bis 45 Millimeter. Die Frühe Adonislibelle hat eine Flügelspannweite von 50 bis 70 Millimetern.WITE

Adonis-Libellen bei der Eiablage in einem Gartenteich.

Adonis-Libellen bei der Eiablage in einem Gartenteich.

Gut zu erkennen sind die markanten Augenpaare des Fluginsekts. Fotos: WITE

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2026
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0008#
Angebotsanzeige (Juni)
Empfohlene Artikel
Foto: ROB
0

Die Führung eines Fahrradweges in Sinzig stößt auf erhebliche Kritik: Denn die Kurven sind so eng, dass man hier gar nicht Fahrrad fahren kann. Lesen Sie den vollständingen Artikel im BLICK aktuell-REGIOMagazin.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.ocm
4

Die Zukunft der Minijobs wird derzeit kontrovers diskutiert. Im Raum steht eine Reform, nach der geringfügige Beschäftigungen künftig weitgehend in reguläre sozialversicherungspflichtige Jobs überführt werden könnten. Befürworter sehen darin einen Gewinn für die Altersvorsorge und die Sozialkassen, Kritiker befürchten Nachteile für Beschäftigte und Arbeitgeber.

Weiterlesen

Foto: Felix Kirchner Enkime
27

Morde, Vermisstenfälle, rätselhafte Todesfälle und ungelöste Geheimnisse – wahre Verbrechen üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Genau dieser Leidenschaft haben sich Luca und Laura Di Stefano aus dem Westerwald mit ihrem Podcast „Verbrechen Hautnah“ verschrieben. Lesen Sie den vollständigen Artikel im BLICK aktuell REGIOMagazin.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Der Bahnübergang in Heppingen.  Foto: ROB
7190

Der Bahnübergang in Heppingen wird gesperrt

Ab 29.06.: Vollsperrung in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Rahmen des Wiederaufbaus der Ahrtalbahn wird der Bahnübergang an der Martinusstraße erneuert. Die technischen Anlagen werden modernisiert und an aktuelle Sicherheitsstandards angepasst.

Weiterlesen

Die Bonner Straße am Ortsausgang Richtung Grafschaft und Kirchdaun.  Foto: ROB
3223

Bauarbeiten in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Sperrung der Bonner Straße

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Gimmigen. Wegen einer Störungsbeseitigung im Stromnetz muss die Fahrbahn der Bonner Straße in der Ortsdurchfahrt Gimmigen im Kreuzungsbereich Kapellenstraße für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Maßnahme beginnt aufgrund der Ferien am Montag, 29. Juni, und soll innerhalb einer Woche abgeschlossen werden.

Weiterlesen