Allgemeine Berichte | 02.10.2025, 15:46 Uhr

Exkursion der Realschule plus Cochem nach Verdun

Ein Schauplatz der Geschichte

Das Begehen dieses Schauplatzes führte eindrücklich vor Augen, wie viele Menschen bei der Schlacht um Verdun starben, vor allem, da die schier endlose Anzahl an Kreuzen nur einen Bruchteil der Toten darstellt. Foto: Natascha Kugel
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Cochem. Vor Kurzem brachen 40 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 sowie der Französischkurse der Realschule plus Cochem gemeinsam mit ihren Lehrkräften Martin Back, Jennifer Freitag, Rosa Heinrich und Natascha Kugel nach Verdun, dem bekanntesten Schlachtfeld des Ersten Weltkrieges, auf. Begleitet und geführt wurde die Gruppe von Dennis Köppl, einem Vertreter des Mainzer Volksbundes.

Der erste Blick aus dem Bus heraus auf die geteerten Straßen Verduns ließ nicht einmal ansatzweise erahnen, was sich an diesem Ort während des Ersten Weltkrieges abgespielt haben muss, da man lediglich eine hügelige Landschaft, bewachsen mit Bäumen, Gras und dem Dickicht verschiedener Pflanzen wahrnahm.

Wie die Landschaft damals aussah, konnte man im Museum „Mémorial Verdun“, dem ersten Exkursionsziel, auf Fotos betrachten. Auf diesen Zeitdokumenten glich das Gelände eher einer Wüste aus Löchern und Gräben, die durch die Detonation von Bomben und Granaten entstanden sind. Das nächste Ziel war die damals größte und stärkste Festung Verduns, das Fort Douaumont – eine von Hügellandschaften umringte Teilruine.

In diesem Fort befindet sich heutzutage die einzige Kriegsgräberstätte für deutsche Soldaten, die bei einer Feuerkatastrophe zu Zeiten, in denen das Fort in deutscher Hand war, umkamen.

Unweit entfernt haben die sterblichen Überreste von ca. 130.000 nicht identifizierbaren in Verdun ums Leben gekommenen Soldaten ihre letzte Ruhe im „Gebeinhaus“ gefunden. Beim Betreten dieser Ruhestätte fielen direkt die an gefallene Soldaten gerichtete Gedenkinschriften an den Wänden und der Decke auf. Vor dem Gebäude erblickte man eine Kriegsgräberstätte von ca. 16.000 weiteren gefallenen französischen Soldaten. Ihrer wurde mit schlichten Kreuzen, deren Namen und Blumen gedacht. Das Begehen dieses Schauplatzes führte eindrücklich vor Augen, wie viele Menschen bei der Schlacht um Verdun starben, vor allem, da die schier endlose Anzahl an Kreuzen nur einen Bruchteil der Toten darstellt. Gedenkstätten wie die in Verdun helfen, die Geschichte besser zu verstehen und sensibilisieren dahingehend, für eine friedliche Welt und gegen Kriege einzutreten. Die Jugendlichen verließen mit dem Gedanken Verdun, dass hinter jeder Zahl eine Persönlichkeit steckt - sprich ein Freund, ein Bruder, ein Sohn und ein Vater, dessen Schicksal besiegelt wurde, indem er sein Leben im Krieg ließ. Für die Schülerinnen und Schüler war diese beeindruckende wie bewegende Exkursion eine Möglichkeit, die Inhalte des Geschichtsunterrichts praktisch zu erfahren.

Ein besonderer Dank galt dem Förderverein der Realschule plus Cochem, der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG und der Koordinierungsstelle für schulische Gedenkarbeit und Zeitzeugenbegegnungen an Schulen des Pädagogischen Landesinstituts, welche die Fahrt finanziell maßgeblich unterstützten.

Das Begehen dieses Schauplatzes führte eindrücklich vor Augen, wie viele Menschen bei der Schlacht um Verdun starben, vor allem, da die schier endlose Anzahl an Kreuzen nur einen Bruchteil der Toten darstellt. Foto: Natascha Kugel

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