Allgemeine Berichte | 08.11.2024, 10:08 Uhr

Telenotarzt im Rettungsdienst Montabaur gestartet – Erweiterung für Altenkirchen, Neuwied und Rhein-Lahn-Kreis

Erster Schritt für digitale Unterstützung im Notfall

Die vier Landräte des Rettungsdienstbereichs freuten sich in der Integrierten Leitstelle Montabaur gemeinsam mit den Ärztlichen Leitern des Rettungsdienstes und den ausübenden Hilfsorganisationen über den gelungenen Projektstart des Telenotarztes. V.li. v.l.n.r. Michael Schneider (Geschäftsführer, DRK Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald gGmbH), Marcell Brenner (Geschäftsführer, DRK Kreisverband Altenkirchen e. V.), Achim Schwickert (Landrat Westerwaldkreis), Florian Klein (Teamleitung, Integrierte Leitstelle), Jörg Denninghoff (Landrat Rhein-Lahn-Kreis), Peter Zimmermann (Leiter Rettungsdienst, DRK Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald gGmbH), Achim Hallerbach (Landrat Kreis Neuwied), Dr. med. Christian Voigt (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Mike Matuschewski (Leiter Rettungsdienst, DRK Kreisverband Altenkirchen e. V.), Stefan Schaefer (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Dr. Peter Enders (Landrat Kreis Altenkirchen). Foto: Kreisverwaltung / Nicole Chemnitz
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Westerwaldkreis. Im Rettungsdienstbereich Montabaur, bestehend aus den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied sowie dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Westerwaldkreis, ist der Telenotarzt erfolgreich gestartet. Zunächst wurde am 11. Oktober die Rettungswache Altenkirchen an das System angebunden und durch die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst die Nutzung des Telenotarztes freigegeben. Es folgten am 23. Oktober die Rettungswachen Horhausen und Daaden. Nun kann bei Bedarf über die Integrierte Leitstelle Montabaur ein Telenotarzt angefordert werden. Das bedeutet in der Praxis für die Rettungskräfte vor Ort, dass sich eine der beiden Telenotarzt-Zentralen an der BG Unfallklinik in Ludwigshafen und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Trier mit ihnen in Verbindung setzt und sie per Telefon einschließlich Videoübertragung im Einsatz unterstützt.

Bis Ende des Jahres sollen im Rettungsdienstbereich Montabaur 18 der 26 Rettungswachen an das Telenotarzt-System angeschlossen sein. Dabei handelt es sich um jeweils vier Rettungswachen im Rhein-Lahn-Kreis und dem Westerwaldkreis sowie jeweils fünf in den Landkreisen Altenkirchen und Neuwied. Die anderen Wachen werden sukzessive voraussichtlich bis Mitte des Jahres 2025 folgen.

Das „Nadelöhr“ bei der Anbindung stellen dabei die notwendigen Schulungen der Notfallsanitäter dar. Ende September bis Anfang Oktober konnten bereits die Multiplikatoren-Schulungen im Rettungsdienstbereich Montabaur abgeschlossen werden, nun werden sukzessive die Fortbildungen der Notfallsanitäter auf den Rettungswachen durchgeführt. Nach Abschluss der Schulungen erfolgt sodann in Abstimmung mit den Telenotarzt-Zentralen die Kopplung an das bestehende System. „Das Telenotarzt-System ist insbesondere in unserem ländlichen Rettungsdienstbereich eine sinnvolle Ergänzung zum beästehenden Notarztsystem. Um die Schulungen zügig umsetzen zu können, war und ist vor allem ein Engagement des Rettungsdienstes und des DRK notwendig und besonders hervorzuheben, dass die erforderlichen Schulungen zusätzlich zum laufenden Betrieb auf die Beine gestellt wurden,“ loben alle vier Landräte Achim Schwickert (Westerwaldkreis), Achim Hallerbach (Kreis Neuwied), Dr. Peter Enders (Kreis Altenkirchen) und Jörg Denninghoff (Rhein-Lahn-Kreis) die dadurch bedingte aktuelle Mehrbelastung der Rettungskräfte.

Der Telenotarzt kann beispielsweise bei längeren Anfahrtszeiten des Notarztes hinzugeschaltet werden und bietet den Notfallsanitätern bei der Gabe von Medikamenten die Möglichkeit einer ärztlichen Rücksprache und (rechtlichen) Absicherung. Aber auch bei der Einschätzung, ob ein Patient in ein Krankenhaus mitgenommen werden muss oder darauf verzichtet werden kann – gerade im Fall eines Patientenwunsches –, bietet der Telenotarzt Unterstützung für den Rettungsdienst.

Die Einführung des Telenotarztes bedeutet aber nicht, dass zukünftig kein Notarzt mehr zu Einsätzen hinzugezogen wird. „In keinem Fall ersetzt der Telenotarzt den Notarzt vor Ort. Dieser wird auch weiterhin uneingeschränkt nach den Kriterien des Notarzteinsatzkataloges durch die Integrierte Leitstelle alarmiert,“ versichern die Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstbereichs Montabaur Dr. Christian Voigt und Stefan Schaefer.

Pressemitteilung des

Westerwaldkreises

Die vier Landräte des Rettungsdienstbereichs freuten sich in der Integrierten Leitstelle Montabaur gemeinsam mit den Ärztlichen Leitern des Rettungsdienstes und den ausübenden Hilfsorganisationen über den gelungenen Projektstart des Telenotarztes. V.li. v.l.n.r. Michael Schneider (Geschäftsführer, DRK Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald gGmbH), Marcell Brenner (Geschäftsführer, DRK Kreisverband Altenkirchen e. V.), Achim Schwickert (Landrat Westerwaldkreis), Florian Klein (Teamleitung, Integrierte Leitstelle), Jörg Denninghoff (Landrat Rhein-Lahn-Kreis), Peter Zimmermann (Leiter Rettungsdienst, DRK Rettungsdienst Rhein-Lahn-Westerwald gGmbH), Achim Hallerbach (Landrat Kreis Neuwied), Dr. med. Christian Voigt (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Mike Matuschewski (Leiter Rettungsdienst, DRK Kreisverband Altenkirchen e. V.), Stefan Schaefer (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Dr. Peter Enders (Landrat Kreis Altenkirchen). Foto: Kreisverwaltung / Nicole Chemnitz

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