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Weltladen Remagen-Sinzig und Fairtrade-Team Sinzig auf dem Wochenmarkt in Sinzig

„Fairhandeln“ auch in Krisenzeiten

„Fairhandeln“ auch in Krisenzeiten

Walburga Greiner (links) und Silke Olesen (rechts) vom Weltladen Remagen-Sinzig und Renate Adams (mitte) vom Fairtade-Team Sinzig mit fairen Waren auf dem Wochenmarkt in Sinzig. Foto: privat

14.04.2020 - 13:19

Sinzig. Zum ersten Mal hat sich der Weltladen Remagen-Sinzig mit einer Auswahl an fairen Waren auf dem Wochenmarkt in Sinzig präsentiert. Unterstützt wurden die ehrenamtlich Engagierten des Weltladens vom Fairtrade-Team Sinzig.

Aus der Not der vorübergehenden Schließung des Weltladens, der sich im evangelischen Gemeindehaus in Remagen befindet, haben sich die Mitarbeiterinnen ideenreich etwas einfallen lassen, um den Absatz der fair gehandelten Waren nicht einbrechen zu lassen: Neben einem Bestell- und Bringservice beteiligten sie sich mit einer Auswahl an Waren an den Wochenmärkten in Remagen und Sinzig. Viele Sinzigerinnen und Sinziger haben das Angebot gerne angenommen und faire Waren gekauft. Das kommt den Menschen in den Herstellerländern des Südens zu Gute, die für uns Kaffee, Tee, Kakao, Reis, Südfrüchte, Blumen und viele andere Produkte anbauen und schon jetzt unter der weltweiten Pandemie leiden. „Einbrechende Absatzmärkte durch die Corona-Krise haben zu dramatischen Einbußen bei den 1,7 Millionen Fairtrade-Partnern in den Anbauländern geführt. Darüber hinaus besteht die große und berechtigte Sorge, dass die Gesundheitssysteme in den Ländern des Südens einer möglichen Pandemie nicht gewachsen sind. Die Wirtschaftslage in den meisten Ländern ist bei weitem nicht so stabil und stark wie bei uns. Darum ist es gerade jetzt wichtig, durch den Einkauf fair gehandelter Produkte Solidarität zu zeigen“, erläutert Walburga Greiner vom Weltladen. Ingo Binnewerg vom Fairtrade-Team Sinzig fügt noch hinzu: „Der Blumensektor in Ostafrika exportiert derzeit nur 30 Prozent des regulären Volumens. Arbeiterinnen und Arbeiter wurden entlassen. Ob die Unterstützungsmaßnahmen der Regierungen sowie die veränderte Regelung zur Prämienauszahlung ausreichen, um diese Krise zu überstehen, bleibt abzuwarten.“ Aus diesem Grund haben Ingo Binnewerg und Renate Adams am Markttag 50 fair produzierte Rosen aus Afrika an die Marktbesucherinnen und –besucher verschenkt. Auch Bürgermeister Andreas Geron freute sich über eine faire Rose und bedankte sich für das Engagement des Weltladens und der Fairtrade-Gruppe. Die Fairtrade-Engagierten waren sich einig, dass ein Stand des Weltladens Remagen-Sinzig auf dem Sinziger Wochenmarkt in Zukunft öfter vertreten sein wird.

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