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Andernach verdankt seine bezaubernde Sommernacht auch den Chinesen

„Fest der 1000 Lichter“ erwies sich zum 52. Mal als Publikumsmagnet

05.08.2019 - 11:30

Andernach. Vor mehr als 1000 Jahren flogen nach der Erfindung des Schwarzpulvers im alten China die ersten Raketen, damals noch „Feuerpfeile“ genannt. Holländische Seefahrer brachten dann gegen Ende des 13. Jahrhunderts das Schießpulver-Knowhow nach Europa. Diesem historischen Umstand verdankt auch das mittelrheinische Städtchen Andernach seit 52 Jahren sein pyrotechnisches Vergnügen. Zum beliebten „Fest der 1000 Lichter“ fanden sich am Samstag über 10000 Gäste aus nah und fern in den Rheinanlagen ein, um das faszinierende Höhenfeuerwerk am Nachthimmel des romantischen Mittelrheintals zu erleben. Für die Sicherheit der Besucher standen den Organisatoren des Andernacher Verkehrs- und Verschönerungsvereins (AVV) die Polizei, das DRK, die DLRG, das THW, die Feuerwehr, das Ordnungsamt und ein beauftragtes Security-Team zur Seite.


Eine Reise durch die Welt des Rock und Pop


Bereits am Freitag nahm das Volksfest der Bäckerjungenstadt mit einem Konzert im Rahmen der Sommer-Open-Air-Tour des Schlagerstars Vanessa Mai seinen spektakulären und gelungenen Auftakt. Das Highlight des angenehm temperierten ersten August-Samstags war wohl das stimmungsvolle, farbenprächtige, effektvolle und knallende Himmelstheater. Bereits vor Sonnenuntergang tummelten sich tausende feierfreudige Festbesucher zwischen den zahlreichen Getränke- und Imbissbuden in den Rheinanlagen und stimmten sich beim Showprogramm auf der SWR1-Bühne auf das große Ereignis ein. SWR1-Moderator Veit Berthold und die Band „Hit Radio Show“ ließen die Stunden vor dem ersten Abschuss schnell verstreichen. In einer amüsanten und mitreißenden Show sangen und spielten die acht Musikerinnen und Musiker nicht nur Rock- und Popklassiker der Megastars, sie performten diese zudem mit originalgetreuen Kostümen, Perücken und Accessoires. Die jüngsten Besucher suchten derweil wohl eher ihren Spaß auf einer Riesen-Hüpfburg und einem großen, kaum furchterregenden Feuerdrachen.


Die Inszenierung der besonderen Art


Um 22.30 Uhr bot der nachtschwarze und wolkenfreie Himmel endlich die passende Leinwand für die farbenfrohe pyrotechnische Inszenierung. Während des viertelstündigen Feuerzaubers ließ eine Vielzahl von Effektkörpern, Bomben und Raketen mit lautem Knallen, Zischen und Pfeifen den Mittelrhein bei Kilometer 612 schillern. Das musikalisch untermalte Spektakel wurde auch von rund 2500 Passagieren auf einem Dutzend Fahrgastschiffe verfolgt, deren bunte Illuminationen sich auf dem Wasser spiegelten. Zigtausend Hände klatschten schließlich nach dem fulminanten Finale ihr „Dankeschön“ an die Müllenbacher Pyrotechniker der Firma Steffes-Ollig und natürlich an den AVV, den Ausrichter der Veranstaltung. Der Verein stellte auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass ehrenamtliches Engagement Beachtliches auf die Beine stellen kann. BLICK aktuell sprach am Sonntag mit Sascha Daverkausen, der schon rund zwei Jahrzehnte im AVV mitwirkt. Seit sechs Jahren ist er der Vorsitzende des AVV. Wie zufrieden war er – auf einer Skala von eins bis zehn – mit dem Ablauf des Festes? „Dann nehme ich die Acht. Das Zuschauerinteresse hätte etwa stärker sein können. Ansonsten lief alles gut und es gab auch keine Zwischenfälle. Dem Feuerwerk hat es zudem was gebracht, dass wir die Abschussstelle auf der anderen Rheinseite deutlich verbreitert haben.“ Acht Personen zählte das Team, dass die Organisation der beiden Tage gestemmt hat. Für die Absperrungen und den Toilettenbetrieb hatte der AVV Firmen beauftragt. Außerdem unterstützte der Baubetriebshof. BLICK aktuell fragte Sascha Daverkausen, was im kommenden Jahr anders laufen wird. „Für den Freitagabend buchen wir keinen Top-Act mehr. Wir werden wieder zurückschrauben, um ein nochmaliges Defizit zu vermeiden.“ Sollte die klimaentwicklungsbedingte Feinstaubdiskussion auch in Andernach einmal zu einem Ende des jährlichen Feuerwerksvergnügens führen, müssen sich die Fans der Veranstaltung dennoch keine Sorgen machen: Bäckerjungen und -mädchen mit Herzblut sind erfahrungsgemäß nicht um anderweitige Sensationsideen verlegen.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Was machen eigentlich die Politikdarsteller und die sogenannten Aktivisten, wenn der aktuelle Klimawandel doch nicht menschengemacht ist? Die Beweislage dahingehend verdichtet sich zusehends!
Antje Schulz:
Wie wäre es, wenn die AfD Rheinland-Pfalz Herrn Bleck mal zu einem Kurs in Organisation, sowie Anstand und Benehmen schickt?
Stefan Knoll :
Angesichts der Tatsache, daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck seine Teilnahme an der Schulveranstaltung noch nicht einmal abgesagt hat, stellen sich folgende Fragen: 1. Hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck ein Organisationsproblem? 2. Hat es der AfD-Abgeordnete Bleck nicht nötig eine Veranstaltung in einer Schule zu besuchen? 3. Hat der AfD-Abgeordnete Bleck keine Lust auf eine Schulveranstaltung wie "70 Jahre Grundgesetz"?
Patrick Baum:
Die AfD Rheinland-Pfalz blamiert sich nahezu täglich aufs Neue. Daß der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck aus Altenkirchen die Veranstaltung in der Schule noch nicht einmal abgesagt hat, ist ein No-Go. Und dieser Herr Bleck wollte einmal Lehrer werden. Nach fast 20 Semestern Lehramtsstudium hat Herr Bleck die Universität ohne Abschluß verlassen. Zudem hätte Blecks Mitarbeiter Jan Strohe aus Nordhofen bei Selters die Veranstaltung absagen können. Strohe ist Kreisvorsitzender der AfD Westerwald und hat enge Kontakte zum extrem rechten Justin Cedric Salka aus Hachenburg.
Uwe Klasen:
Wenn Physik auf Wunschdenken trifft, gewinnt die Realität. So haben die Stromnetzbetreiber aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz bekannt gegeben, dass sie ab 2021 den Ladestrom an privaten Ladestationen beschränken (möchten), damit es zu Spitzenzeiten nicht zur Überlastung der Verteilernetze kommt.
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