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45. Internationale Militaria-Börse des Geschichtsvereins Siershahn

„Forum Historicum“ fesselte Sammler aus der ganzen Welt

Breites Angebot reichte von der Kampfmaske bis zum Keuschheitsgürtel

09.09.2019 - 19:30

Siershahn. Bereits zum 45. Mal veranstaltete der Geschichtsverein Siershahn die Internationale Militaria-Börse „Forum Historicum“. Die Sammler-Börse fand erneut im Bürgerhaus zu Wirges statt, der Termin in Wirges ist bei den Sammlern aus aller Welt rot in ihrem Terminkalender eingetragen. Christoph Krämer, der Vorsitzende des Geschichtsvereins Siershahn, kann sich praktisch vor Anfragen von Ausstellern nicht retten, sodass im Bürgerhaus jede noch so kleine Ecke mit Ständen belegt war.

„Forum Historicum“ hat sich als ein Magnet für Aussteller und Sammler längst etabliert, deshalb ist der Verein natürlich über die große Resonanz sehr glücklich. Der Erfolg der Ausstellung spricht für sich, ist es doch ein Beweis, für eine qualitativ hochwertige Sammler-Börse. Kämen ansonsten Sammler aus Polen, Tschechien, Holland, Skandinavien, Frankreich und den Benelux-Staaten nach Wirges? Sogar aus den USA reisen interessierte Sammler an, in der Hoffnung, hier etwas ganz Spezielles zu finden.


Ausstellung ließ die Herzen der Sammler höherschlagen


Der Geschichtsverein Siershahn sieht den Sinn des Vereins darin, ein positives Verhältnis zur Tradition zu bewahren und historische und zeitgeschichtliche Objekte durch das Sammeln historischer Artefakte als geschichtliche Primärquellen für die Nachwelt zu erhalten.

Im Gespräch mit „Blick aktuell“ erklärte Christoph Schäfer, dass der Verein streng und gewissenhaft auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften achte, dabei insbesondere das Waffengesetz im Auge habe. Die Ausstellung könne sich auch keine Verstöße gegen die Vorschriften erlauben, da jederzeit mit Kontrollen durch die zuständigen Behörden gerechnet werden müsse. Ein Verkauf von Gegenständen mit verfassungswidrigen Symbolen werde ebenfalls nicht erlaubt, da die Börse kein Platz für Menschen mit rechter Gesinnung sei.

Der Geschichtsverein vertritt die Auffassung, dass man sich kritisch und aktiv mit allen Bereichen der Geschichte auseinandersetzen muss. Militär und Kriege sind ein ganz elementarer Bestandteil der Geschichte, leider gehören sie dazu und haben viel Leid und Elend über die Menschheit gebracht. Der Begriff Pazifismus wird so gedeutet, dass der Ausdruck nicht besagt, nichts vom Krieg wissen zu wollen.

Wenn man durch die Halle ging und dabei intensiv die Stände begutachtete, konnte man verstehen, dass sich viele Menschen angesichts der Vielfalt der historischen Gegenstände ganz dem Sammeln dieser Utensilien verschrieben haben. Überall warteten prächtige Uniformen, Helme, Orden, Säbel sowie Fahnen, Standarten und Waffen aus längst vergangener Zeit auf Käufer.

Ein mittelalterlicher Keuschheitsgürtel sowie eine Schandmaske und eine Totenmaske aus dem 17. Jahrhundert zogen die Blicke der Besucher auf sich. Der Zweck eines Keuschheitsgürtels muss hier nicht näher beschrieben werden. Die Schandmaske musste ein Verurteilter tragen, nachdem er eine Straftat begangen hatte; er wurde mit der Schandmaske an den Pranger gestellt und wurde so dem Gespött der Menschen preisgegeben. Beeindruckt waren die Besucher auch von einem Kampfhelm aus dem Mittelalter, der einem Totenkopf ähnlichsah. Damit sollte der Gegner in Angst und Schrecken versetzt werden.


Exponate aus Dachbodenfunden


Die Internationalität der Ausstellung „Forum Historicum“ wurde durch das Gewirr vieler Sprachen unterstrichen, Verkäufer und Sammler verständigten sich häufig mit ihren Armen und Händen. Die Stimmung war sehr gut, da Experten vor und hinter den Ständen sich austauschen konnten, jemanden „übers Ohr hauen“ war unter Fachleuten kaum möglich. Die Aussteller handelten überwiegend mit Exponaten aus Dachbodenfunden oder militärhistorischen Privatsammlungen. Wer für seine eigene Sammlung ganz bestimmte Exponate suchte, der konnte mit Sicherheit fündig werden.

Da die Sammler-Börse über zwei Tage läuft, bleiben viele Aussteller und Sammler über Nacht. Darum ist „Forum Historicum“ auch für die Stadt ein nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Faktor, übernachten doch viele Auswärtige in Wirges; zudem werden sie sicherlich nicht hungrig und durstig zu Bett gehen.

Neben Kassel und Ingolstadt gehört Wirges inzwischen zu den drei größten Militaria-Börsen in Deutschland. Die 46. und 47. Ausgabe des „Forum Historicum“ finden am 13. und 14. März 2020 sowie am 28. und 29. August 2020 statt.

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Kommentare
juergen mueller:
Die SPD ist weder sozial noch bunt. Das letzte Aufbäumen einer Partei, der schon lange nichts mehr einfällt, ausser REDEN. Die deutsche Politik allgemein ist letzten Endes gar nicht bereit, um Besserungen zu bewirken - macht was sie will, verpulvert Millionen an Steuergelder - der Dumme ist der Steuerzahler - drückt sich vor ihren Aufgaben, legt ein Showgehabe an den Tag und zwar kommunal, landes- wie vor allem bundesweit, dass es einen nur noch ankotzt. Wie TV-Philosoph Precht mit Recht sagt:"Wir leben in einer (kranken) Gesellschaft, in der die Eliten das untere Drittel aufgegeben haben". Die Zahl der Menschen, die Gefahr laufen, da weiter herunterzurutschen, ist enorm - Dank einer Politikerkaste, die in erster Linie nur an sich denkt - baut sie Scheiße, wird ohne Konsequenz zurückgetreten.
K. Schmidt:
Das Schlimme ist ja eigentlich, dass es vermutlich wirklich eine nennenswerte Zahl von Leuten gibt, die glauben, mit bunten Lichtern in der Hand tatsächlich etwas bewirken zu können. Man könnte genauso gut Aktionen erfinden wie z.B. "Käsebrot für den Weltfrieden", und jeder der morgens ein Käsebrot frühstückt kann sich als Hüter des Weltfriedens feiern. Das ist der Welt und den Kriegstreibern zwar egal, aber fürs eigene Gemüt hat man was tolles auf die Beine gestellt. So wird auch dieser bunte Laternenumzug. Stupide Symbolpolitik, von Menschen die außer solchen Symbolen ansonsten wenig bewirken, gegen Menschen denen die Symbolik am Allerwertesten vorbeigehen wird. So wird die AfD nicht geschwächt, die SPD nicht wieder erstärken, und die Welt nicht verändert.
Stefan Knoll:
Man muß kein Fan der SPD sein, um diesen absolut notwendigen Widerstand gegen die AfD zu unterstützen. Gerade bei der AfD Rheinland-Pfalz potenziert sich stark rechtes Gedankengut und politische Unfähigkeit zur einer höchst gefährlichen Mischung. Genannt seien hier nur die Namen des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Uwe Junge und Justin Cedric Salka, dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der AfD Westerwald, die beide im Verfassungsschutzbericht zur AfD erwähnt werden.
Juri Kanzow:
Sie war, trotz anderem Bemühen, nicht echt. Die Gossensprache der Frau Nahles kam unwirklich und gekünstelt herüber - und genau das ist eben nicht das Kennzeichen der echten Gossensprache. Die Frau wollte sich mit der Gossensprache bei den Kleinen Leuten anbiedern. Die aber durchschauten, dass da ein Emporkömmling es in die abgehobene Paukerkommune namens SPD-Führung geschafft hatte und in Wirklichkeit von oben herunter abwimmelte und vernebelte. Den katastrophalen Druck, den die unkontrollierte Einwanderung auf die Kleinen Leute ausübte (ihre bezahlbaren Wohnungen fast weg, ungekannter Konkurrenzkampf um schlecht bezahlte Arbeitsplätze trotz Mindestlohn, Sozialleistungen fast pari für deutsche Malocher und entlegene Einwanderer usw.) hat Frau Nahles konsequent in die rechte Ecke verschoben und das SPD-Desaster damit katalysiert. Der Absturz ins Bodenlose geht für die Partei so lange weiter, wie die genannten Themen auf dem Verbots-Index der Partei stehen.
Wally Karl:
Gott sei Dank!
Horst Daleki :
Ich kenne seit ihrem 17 Lebensjahr sie hat am Ende richtig gemacht leider hat sie meine Wahrung vor den Schmarotzer und Schleimer nicht wahrgenommen.
Uwe Klasen:
In einem Dokument auf der Webseite von AI zeigt diese NGO, dass Objektivität, Wahrheit und Wissenschaftlichkeit für sie keine Rolle spielen, wenn es um Israel geht. Damit ist AI als sogenannte "Menschenrechtsgruppe" gut Aufgehoben unter den Antisemiten dieser Welt!
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