Informationsveranstaltung zur Hochwasserkatastrophe in Sinzig
Geron: „Sinziger Brücken werden wieder aufgebaut“
Sinzig. Auch wenn die Flutkatastrophe nun ein ganzes Quartal her ist: Vergessen ist sie nicht. Und immer noch stehen offene Fragen im Raum. Eine davon lautet: Wie kann die Stadt vor künftigen Fluten geschützt werden? Günter Kern, der Beauftragte zum Wiederaufbau des Ahrtals und weitere Fachleute verschiedener Behörden, touren derzeit mit einer Reihe von Infoveranstaltungen durch das Ahrtal, um Fragen wie diese zu klären. Am Donnerstag fand das Referat mit anschließender Diskussionsrunde im Sinziger Helenensaal statt. Das Interesse war groß: Etwa 200 Einwohner nahmen das Angebot wahr. Mit dabei war auch Staatssekretärin Nicole Steingaß sowie die Verterter der kommunalen Politik wie Bürgermeister Andreas Geron, der 1. Beigeordnete des Kreises Horst Gies und der Sinziger Ortsvorsteher Gunter Windheuser. Etwa eineinhalb Stunden nahmen die Ausführungen von Joachim Gerke (SDG Nord) und Mirja Erbes (ISB) und weiteren Fachleuten in Anspruch, bis die Bürger die Möglichkeit zur Rückfrage hatten. Im Mittelpunkt der durchaus emotionalen Fragerunde stand die neue B9-Brücke und der Bahndamm. Nach Ansicht eines Sinzigers sei die B9-Brücke zerstört worden, da sich vorher im Bereich jenes Damms Wasser und Treibgut angestaut habe. Ein anderer Einwohner forderte, die neu zu errichtenden Brücke genau unter die Lupe zu nehmen. Eine Idee wären freitragende Brücken. So könne sich weniger Treibgut an Pfeilern und Bögen sammeln. Diese sogenannte Verklausung führte zur Zerstörung vieler Brücken im ganzen Tal, staute das Wasser und führte zu einer Verschärfung der Flutsituation.
Einen konkreten Wunsch wie die Barbarossastadt in der Zukunft auszusehen habe, gab es ebenfalls. So wurde die Idee vorgebracht, einen Radweg beidseitig an der Ahr zu bauen. Dafür benötige es jedoch wieder eine vernünftige Infrastruktur mit Fußgänger- und Radfahrerbrücken. Über den Stand der Dinge in dieser Angelegenheit informierte Bürgermeister Geron und überbrachte eine positive Nachricht. „Die Sinziger Brücken werden wieder aufgebaut,“ so Geron. Vier kommunale Ahrquerungen im Sinziger Stadtgebiet wurden in den Fluten zerstört: Der Richard-Spessart-Steg, der Christinensteg, die Brücke an der Ahrmündung sowie der Quellensteg. Bei letzterem läge ein Förderbescheid vor, der bereits vor dem 15. Juli genehmigt wurde. Priorisiert werde nun die Brücke an der Ahrmündung sowie der Christinensteg. Letzterer stelle eine bedeutsame Querung dar, insbesondere für Schulkinder. Der Wiederaufbau des Richard-Spessart-Stegs sei ebenfalls in der Planung. Wie genau diese Brücken aussehen werden, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, so Geron. Denkbar wären Lösungen wie einfahrbare oder klappbare Brücken um für die nächste Hochwassersituation gerüstet zu sein. ROB
Etwa 200 Einwohner kamen in den Helenensaal.
Günter Kern referierte über den Wiederaufbau.
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