Allgemeine Berichte | 02.10.2025, 16:12 Uhr

Einsatzkräfte der VG Weißenthurm meistern Verkehrsunfall, Brand und Waldlage

Großübung „Vulkan-Schild 2025“: VG-Feuerwehr zeigt Einsatzstärke

Ein Transportbehälter mit Gefahrgut war leckgeschlagen.  Fotos: VG Weißenthurm / Detlef Schneiderb
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VG Weißenthurm. Mit vollem Einsatz, hoher Präzision und Teamgeist hat die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Weißenthurm bei der Großübung „Vulkan-Schild 2025“ eindrucksvoll ihr Können unter Beweis gestellt. Integriert in den ersten rheinland-pfälzischen Landesübungstag mussten die Einsatzkräfte an zwei Tagen mehrere Szenarien gleichzeitig bewältigen.

Ziel war es, unter anderem Vegetations-, Wald- und Gebäudebrände, Unwetterschäden, Stromausfälle und einen schweren Verkehrsunfall unter realitätsnahen Bedingungen zu bearbeiten, die Führungsarbeit im 24-Stunden-Betrieb zu erproben und die Zusammenarbeit mit überörtlichen Kräften zu festigen.

Die Einheiten der VG-Feuerwehr führten „Vulkan-Schild 2025“ gemeinsam mit dem Landkreis Bad Dürkheim durch. Das Szenario sah vor, dass ein großflächiger Vegetationsbrand im nördlichen Rheinland-Pfalz die VG bedrohte, während gleichzeitig im Kreis Bad Dürkheim Unwetterschäden abgearbeitet werden mussten. Die VG-Feuerwehr stellte elf Fahrzeuge mit einer Gesamt-Transportkapazität von 46 Tonnen bereit, die unter anderem mit Teleskoplader und Ladekränen für den eigenständigen Materialumschlag ausgestattet waren. Dieses Kontingent wurde in den Landkreis Bad Dürkheim verlegt, in der Verbandsgemeinde Leiningerland untergebracht und übernahm Aufgaben wie den Transport von Stromaggregaten, die Aufnahme und Verteilung von Sandsäcken, Materialtransporte sowie simulierte Brandbekämpfung.

Im Gegenzug nahm die VG-Feuerwehr das Kontingent aus Bad Dürkheim im Schulzentrum Mülheim-Kärlich, dem sogenannten Bereitstellungsraum, auf und brachte die Einheiten dort mit Kräften des Betreuungsdienstes und einer Versorgungseinheit unter.

Während der zweitägigen Großübung bearbeiteten die Einsatzkräfte in der VG Weißenthurm weitere Einsatzlagen. Am Freitagnachmittag führten Spannungsschwankungen im Stromnetz zur Umschaltung aller Feuerwehrwachen auf Netzersatzbetrieb. Kurz darauf ereignete sich auf der K44 bei Urmitz ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Gefahrgut-Lkw. Mehrere Personen waren in ihren Pkw eingeklemmt, zudem war ein Transportbehälter mit Gefahrgut leckgeschlagen. Die Einheiten aus Urmitz, den Rheindörfern und der Umweltzug waren gemeinsam im Übungseinsatz. Zusätzlich kam es im ehemaligen Kraftwerk Mülheim-Kärlich zu einem Brandeinsatz im Außenbereich, den die Löschzüge Mülheim-Kärlich und Weißenthurm bewältigten.

Logistische Aufgaben standen am zweiten Übungstag im Vordergrund: In Mülheim-Kärlich wurde ein Sandsackfüllplatz eingerichtet, auf dem im rotierenden Staffelbetrieb insgesamt 2.000 Sandsäcke gefüllt wurden. In der VG Leiningerland verlegten die Übungsteilnehmer nach einer kurzen Nacht auf Feldbetten über 100 Kilometer auf der Autobahn, um ein Geländefahrtraining auf einer speziellen Anlage durchzuführen. Dabei wurden die Maschinisten besonders in der Überwindung anspruchsvoller Geländesituationen geschult.

Zugleich übernahm die Komponente des Landkreises Bad Dürkheim unter Führung und in Zusammenarbeit mit der Feuerwehreinheit Bassenheim eine Waldbrandlage im Bereich Bassenheim, wodurch die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Großszenarien trainiert wurde. Parallel dazu wurde eine medizinische Notlage simuliert: Eine bei der Brandbekämpfung verletzte Einsatzkraft musste versorgt und einem Krankenhaus zugeführt werden.

Die Führungsstaffel der VG-Feuerwehr arbeitete in Mülheim-Kärlich während der gesamten Übung im 24-Stunden-Betrieb. Hier wurden alle Lagen dokumentiert, Kräfte disponiert und Schichtwechsel organisiert. Der stellvertretende Wehrleiter Marco Ihrlich hob hervor: „Für uns war der 24-Stunden-Betrieb eine wertvolle Gelegenheit, die eigene Arbeitsweise unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben. Vor allem die strukturierte Übergabe von Schicht zu Schicht hat uns wichtige Erkenntnisse für künftige Einsatzlagen gebracht.“

Insgesamt waren rund 150 Kräfte aus den Einheiten der VG-Feuerwehr eingebunden. Unterstützt wurden sie von überörtlichen Partnern wie den Schnelleinsatzgruppen Betreuung des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes, der Feldkücheneinheit der Feuerwehr Miesenheim sowie den Kräften des Landkreises Bad Dürkheim, die mit rund 50 Einsatzkräften und 20 Fahrzeugen schwerpunktmäßig im Waldbrandeinsatz tätig waren.

Wehrleiter Arnd Lenarz zog ein positives Fazit: „Die Übung hat eindrucksvoll gezeigt, wie professionell und einsatzstark unsere Feuerwehr auch in großen Verbänden agieren kann. Besonders die enge Zusammenarbeit mit den Kräften aus dem Landkreis Bad Dürkheim hat hervorragend funktioniert und unseren Blick auf gemeinsame Strukturen geschärft.“

Auch Bürgermeister Thomas Przybylla zeigte sich beeindruckt, nachdem er sich bei mehreren Übungsabschnitten ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte gemacht hatte: „Unsere Feuerwehr hat mit großem Engagement und hoher Professionalität gezeigt, dass sie sowohl technisch als auch personell sehr gut aufgestellt ist. Die Ergebnisse dieser Übung sind ein wichtiger Baustein, um den stetig wachsenden Herausforderungen im Brand- und Katastrophenschutz erfolgreich begegnen zu können.“

Die Verbandsgemeinde Weißenthurm blickt damit auf eine sehr erfolgreiche Übung zurück. „Vulkan-Schild 2025“ hat bestätigt, dass die Einsatzkräfte durch stetige Aus- und Fortbildung, moderne Ausstattung und eine reibungslose Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen bestens aufgestellt sind – sowohl für parallele Einsatzlagen im eigenen Gebiet als auch für überörtliche Hilfeleistungen.

BA

Zusätzlich kam es im ehemaligen Kraftwerk Mülheim-Kärlich zu einem Brandeinsatz im Außenbereich, den die Löschzüge Mülheim-Kärlich und Weißenthurm bewältigten.

Zusätzlich kam es im ehemaligen Kraftwerk Mülheim-Kärlich zu einem Brandeinsatz im Außenbereich, den die Löschzüge Mülheim-Kärlich und Weißenthurm bewältigten.

Bürgermeister Thomas Przybylla zeigte sich beeindruckt, nachdem er sich bei mehreren Übungsabschnitten ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte gemacht hatte.

Bürgermeister Thomas Przybylla zeigte sich beeindruckt, nachdem er sich bei mehreren Übungsabschnitten ein Bild von der Arbeit der Einsatzkräfte gemacht hatte.

In Mülheim-Kärlich wurde ein Sandsackfüllplatz eingerichtet.

In Mülheim-Kärlich wurde ein Sandsackfüllplatz eingerichtet.

Ein Transportbehälter mit Gefahrgut war leckgeschlagen. Fotos: VG Weißenthurm / Detlef Schneiderb

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