Allgemeine Berichte | 26.10.2018

Rhein-Mosel-Werkstatt Koblenz und Förder- und Wohnstätten Kettig gehen gemeinsame Wege

Handwerkskooperation am Mittelrhein

„Gemeinsam geht es besser!“: Geschäftsleitung und Mitarbeiter beider Unternehmen freuen sich auf die zukünftige Kooperation. Privat

Koblenz/Kettig. Noch gibt es das traditionelle Besen- und Bürstenhandwerk in der Region Koblenz-Mittelrhein, eine alte Kunst, die auch fortbestehen soll. So zumindest planen dieses der gemeinnützige Zweckbetrieb Blindenwerk-Polytec gGmbH unter dem Dach der Rhein-Mosel-Werkstatt für behinderte Menschen in Koblenz sowie auch die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Förder- und Wohnstätten gGmbH in Kettig. Die beiden Einrichtungen bilden diese besondere handwerkliche Sparte im Bereich der Bürstenware und der Besen in unserer Heimat ab. Das traditionelle Handwerk wird oft von Menschen mit einer Sehbehinderung oder Blindheit erlernt und ausgeübt.

Um diesen Menschen auch weiterhin ein bedarfsgerechtes Angebot der Beschäftigung bzw. Erwerbstätigkeit zu bieten und in den wirtschaftlichen Gegebenheiten auch in Zukunft zielführend agieren zu können, haben die beiden Einrichtungen eine enge Zusammenarbeit im Sinne einer Kooperation beschlossen. Diese wurde in einer kleinen Feierstunde in den Räumen der Blindenwerk-Polytec gGmbH mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags besiegelt. In dieser freundschaftlichen Vereinbarung ist das Ziel verankert, dass Besen- und Bürstenhandwerk zu erhalten sowie für die Leistungen der sehbehinderten/blinden Menschen eine angemessene gesellschaftliche Wertschätzung zu ermöglichen.

Weiter wird es darum gehen, Menschen mit einer Behinderung im Handwerk des Besen- und Bürstenmachers zu qualifizieren und bei entsprechender Eignung mittels diverser Maßnahmen den Übergang auf einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsmarkt, den sogenannten ersten Arbeitsmarkt, zu ermöglichen. Die Kooperation soll auch Synergieeffekte bündeln in Form eines gemeinsamen Einkaufs von Material, dem fachlichen Austausch, der Unterstützung bei Auftragsspitzen und vielem mehr. Flankiert von den Mitarbeitern beider Einrichtungen, unterzeichnen Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Rhein-Mosel-Werkstatt gGmbH und der Blindenwerk-Polytec gGmbH sowie Dr. Alfred Marmann, Geschäftsführer der Förder- und Wohnstätten gGmbH, die Kooperationsvereinbarung. Seit vielen Jahren schon sind beide Einrichtungen freundschaftlich miteinander verbunden und arbeiten eng zusammen. Die Freude bei der Unterzeichnung war groß, da die Gemeinsamkeit nun in einen Kooperationsvertrag zur gemeinschaftlichen Interessenvertretung für Menschen mit einer Beeinträchtigung mündet.

Pressemitteilung der Rhein-Mosel

Werkstatt für behinderte

Menschen gGmbH Koblenz und der Förder- und Wohnstätten

gGmbH Kettig

„Gemeinsam geht es besser!“: Geschäftsleitung und Mitarbeiter beider Unternehmen freuen sich auf die zukünftige Kooperation. Foto: Privat

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