Allgemeine Berichte | 28.12.2022

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. - Kreisgruppe Ahrweiler

Jägerschaft des Kreises Ahrweiler investiert in die Ausrüstung ihrer Hundeführer

Ein Jagdhund mit GPS-Halsband.  Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Ein Jagdhund greift da ein, wo der Mensch an seine Grenzen kommt. „Jagd ohne Hund ist Schund“ lautet eine alte Jägerweisheit. Tatsächlich sind Jagdhunde für eine waid- und tierschutzgerechte Jagdausübung unentbehrlich. Daher investierte die Kreisgruppe Ahrweiler des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz e.V. in moderne GPS-Ortungsgeräte zur Ausrüstung ihrer Hundeführer. Früher wurden die unterschiedlichen Hunderassen vornehmlich eingesetzt, um Wild in Bewegung zu versetzen oder es aufzuspüren und es dem Jäger anzuzeigen. Heute ist das Auffinden von krankem Wild, die sogenannte Nachsuche, zunehmend in den Vordergrund gerückt, und das ist aus tierschutzrechtlicher Betrachtung eine wichtige Aufgabe der Jagdhunde.

Auch der Gesetzgeber verlangt den jagdlichen Einsatz von Hunden, die über eine umfangreiche Ausbildung verfügen und eine entsprechende Prüfung abgelegt haben. Nur geprüfte Hunde dürfen im Jagdgebrauch zum Einsatz kommen.

Jedoch kann längst nicht jeder Hund alle Aufgabenbereiche der Jagd meistern. So sind beispielsweise Schweißhunderassen die Spezialisten für eine Nachsuche; sie verfügen über einen ausgeprägten Geruchssinn und suchen daher zuverlässig nach der Wundfährte – so nennen die Jäger die Spur des verletzten Wildes. Gründe für Nachsuchen können vielfältig sein: Im Straßenverkehr werden jedes Jahr eine Vielzahl von Wildtieren verletzt, aber auch ein Schuss kann aufgrund verschiedenster Ursachen einmal nicht sofort tödlich enden.

Die bei den deutschen Versicherungen registrierten 250.000 bis 300.000 Wildunfälle pro Jahr machen deutlich, dass gut ausgebildete Schweißhunde unentbehrlich sind. Denn das verletzte Wildtier unverzüglich zu finden und von seinem Leid zu erlösen, ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern auch der oberste Grundsatz des eigenen Verständnisses der Jäger und der Waidgerechtigkeit. Durch gute Rücklagen in der Hundesolidaritätskasse wurde in der Kreisgruppe Ahrweiler der Beschluss gefasst, zehn professionelle Hundeortungsgerät mit Halsband zu beschaffen und diese an die behördlich anerkannten Schweißhundeführer im Kreis zur Verfügung zu stellen, damit diese bestmöglich für ihre Aufgaben ausgerüstet sind.

Dies ist für die Kreisjäger eine Selbstverständlichkeit, denn die Hunde sind nicht nur wertvolle Jagdhelfer, sondern auch Familienmitglieder, deren Gesundheit oder sogar ihr Leben bei jedem Einsatz auf dem Spiel steht. Damit sie insbesondere vor den Gefahren des Straßenverkehrs geschützt werden können, sind die GPS-Ortungsgeräte ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand. Zunehmender Druck entsteht für die Kreisjäger, aber auch durch die wachsende Anzahl an krankhaften Waldbeständen, sogenannte Kalamitätsflächen, die es zukunftsfähig neu aufzuforsten gilt. Für die Aufgabe des Waldumbaus braucht der Forst die Unterstützung der Jäger, denn nur bei einem angepassten Wildbestand kann die neue Waldgeneration gedeihen. Diese Aufforstungen müssen gezielt bejagt werden, stellen aufgrund ihrer Eigenschaften jedoch auch eine der am schwierigsten zu bejagenden Flächen dar – ohne Hunde würden die Jäger auch dabei vor einer fast unlösbaren Aufgabe stehen. Hier wird nicht nur von den Hunden, sondern auch von ihren Hundeführern einiges abverlangt werden. Daher wurden die angeschafften Geräte nicht nur an die anerkannten Schweißhundeführer, sondern auch an besonders engagierte Hundeführer übergeben. Zuletzt hatte die Kreisgruppe für die Bejagung der Naturverjüngungsflächen bereits 200 flexible Jagdeinrichtungen, sogenannte Drückjagdböcke, an die Jagdreviere des Kreises verliehen. Zusammen mit den GPS-Ortungsgeräten investierte die Kreisgruppe etwa 30.000 Euro und zeigt damit, dass sie den Schutz der Jagdhunde und die Herausforderung des Waldumbaus ernst nimmt.

Pressemitteilung

der Kreisjägerschaft Ahrweiler

Ein Jagdhund mit GPS-Halsband. Foto: privat

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