Rheinische Karnevals-Korporationen e.V. fordert länderübergreifende Planungssicherheit

„Karneval endet nicht an der Landesgrenze“

„Karneval endet nicht an der Landesgrenze“

So schön und bunt der Sitzungskarneval auch ist: Fotos wie dieses, vom RKK-Möhnentreffen im Februar 2020, wird es in der neuen Session aufgrund der Corona-Pandemie wohl nicht geben. Foto: RKK

21.09.2020 - 09:05

Region. Bundesweite Schlagzeilen machte das von manchen Medien als „Karnevals-Gipfel“ bezeichnete Treffen in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Hieran haben Vertreter der Festkomitees aus den vier Hochburgen Aachen, Bonn, Düsseldorf und Köln sowie Vertreter der Dachverbände teilgenommen. Einigkeit bestand darin, dass Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalsveranstaltungen ohne Beachtung des Abstandsgebotes nicht in Betracht kommen können. Die bisherigen Erfahrungswerte lassen diese Prognose bis Ende Februar 2021 gesichert zu. Auch Karnevalsumzüge werden somit nicht möglich sein. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen empfiehlt sogar, dass die kommunalen Ordnungsbehörden zum Auftakt der 5. Jahreszeit am 11.11.2020 ein Alkohol- und gegebenenfalls ein Verweilverbot an neuralgischen Stellen im öffentlichen Raum aussprechen soll.

Auch wenn mit den großen Sitzungen sowie den Straßenumzügen die wichtigsten Elemente des Karnevals wegfallen, bedeutet dies keine Generalabsage jeglicher Aktivitäten der Karnevalsvereine. Auch in Zeiten der Pandemie kann das immaterielle Kulturgut Rheinischer Karneval gepflegt werden, aber die Gesundheitsprävention steht an vorderster Stelle. Denkbar sind zum Beispiel kleinere karnevalistische Kulturveranstaltungen, die den Vorgaben der jeweiligen Corona-Schutzverordnungen entsprechen. „Viele unserer Mitgliedsvereine entwickeln derzeit digitale Formate, sie zeigen in diesen und anderen Bereichen eine beeindruckende Kreativität“, betont Hans Mayer als Präsident der Rheinischen Karnevals-Korporationen, dem bundesweit rund 1.400 Vereine angeschlossen sind. „Wir haben frühzeitig im Rahmen der Regionalkonferenzen mit unseren Mitgliedsvereinen digitale Tanzturniere angeregt, für welche wir natürlich gerne unsere Wertungsrichter zur Verfügung stellen“, so Mayer.

Beim erwähnten Treffen in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen sprach RKK-Präsident Hans Mayer ausdrücklich auch die finanzielle Situation der karnevalistischen Organisationen an. Bereits frühzeitig, im Mai 2020, hatte der RKK seinen Mitgliedsvereinen empfohlen, bei Verträgen darauf zu achten, dass finanzielle Risiken ausgeschlossen sind. Doch selbst trotz entsprechender Berücksichtigung sind wirtschaftliche Schieflagen nicht ausgeschlossen: „Unseren Vereinen fallen weitgehend die Einnahmemöglichkeiten weg. Nicht nur bei den anstehenden Sitzungen, sondern auch z.B. bei Sommerfesten oder ähnlichen besucherstarken Veranstaltungen. Den betroffenen Vereinen muss daher mit Förderprogrammen unkompliziert, schnell und effektiv geholfen werden. Es kann zum Beispiel nicht sein, dass man den Ehrenamtlichen vor Ort noch hohe Hürden bei der Antragstellung aufbürdet“, fordert Hans Mayer. Ausdrücklich betonte er, dass die finanzielle Unterstützung auch Vereine betreffen muss, die nicht als gemeinnützig eingetragen sind. Gleiches gelte auch für weitere Bereichen, die sich für die karnevalistische Kulturszene einsetzen. „Wir müssen dafür sorgen, dass unser tolles Kulturgut Rheinischer Karneval diese schwierige Zeit übersteht“, so der Präsident.

Besonders wichtig ist aus Sicht der Rheinischen Karnevals-Korporationen ein weiterer Punkt: „Insbesondere bei unseren Gesprächen in den Staatskanzleien in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben wir die Notwendigkeit einer länderübergreifenden Verfahrensweise und Planungssicherheit betont. Karneval hört nicht an der Landesgrenze auf“, betont Hans Mayer.

Pressemitteilung Rheinische

Karnevals-Korporationen e.V.

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Wie jedes Jahr: Ich werfe mir mein Hexen/Dämon/Vampir-Kostüm über und ziehe von Haus zu Haus.
Gar nicht. Wofür brauchen wir Halloween, wenn wir Karneval haben?
Ich freue mich schon auf den Besuch der kleinen Monster und habe kiloweise Süßigkeiten besorgt.
Oh. Stimmt - ihr erinnert mich daran, dass ich am 31. die Rolläden runter mache und das Licht auslasse.
So richtig kann ich mich für Totenköpfe und Kunstblut nicht begeistern ... ich freue mich auf Kugeln, Glocken und Sterne.
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Kommentare

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
Gabriele Friedrich:
[ ...] Der Volksbund [ Zitat ] Da streicht und verbietet die Regierung alles was mit "Volk" zu tun hat. In NRW heisst es auch nicht mehr " im Namen des Volkes, sondern "im Namen des Landes (NRW) und dann haben wir aber noch einen "Volksbund" hier und andere "Bünde" sonstwo... Meine Mutter hat Zeitlebens für die Kriegsgräber gespendet, als Kind war ich mit meiner Großmutter immer in Mayen an den Gräbern, wo ja auch oft eben nur der Stein liegt und man gar nicht weiß wo die Soldaten geblieben sind oder nur "wo" sie gefallen sind. Ehrlich gesagt, ich finde ein Denkmal reicht aus, der Kult der Kriegsgräber passt nicht mehr in diese Zeit. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Ich persönlich spende für gar nichts mehr. Mir spendet auch niemand etwas, bei den Lebenden seht "ihr" alle weg.
Antje Schulz:
Also, der rheinland-pfälzische AfD-Landesvorsitzende Michael Frisch hat auf der offiziellen Homepage der AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz von einer überfälligen Maskenpflicht geschrieben. Jetzt schreibt der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Jan Bollinger hier in dieser Pressemitteilung, daß eine Maskenpflicht nicht sinnvoll ist. Bei der AfD Rheinland-Pfalz weiß anscheinend die linke Hand nicht, was die rechte Hand schreibt.
Karsten Kocher:
Eine hochnotpeinliche Pressemitteilung der AfD.
Stefan Knoll:
Wieder eine dieser lächerlichen Pressemitteilungen von Jan Bollinger. Wieviele Schulklassen gibt es in der Stadt Neuwied und wieviele Schulklassen im Landkreis Neuwied? Und wieviele Kino- und Theatersääle gibt es in Neuwied und Ungebung?
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