Allgemeine Berichte | 02.03.2026, 09:21 Uhr

Landräte, Minister und Kommunalpolitiker lobten bei Empfang in Selters das neue Konstrukt

Krankenhäuser in Dierdorf, Selters und Hachenburg firmieren unter Evangelisches Klinikum Westerwald

Unter einem neuen Namen firmieren jetzt die Krankenhäuser in Selters, Dierdorf und Hachenburg.
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Dierdorf/Selters/Hachenburg. „Nach neun Monaten bekommt das Kind einen neuen Namen“, sagte Achim Schwickert, Landrat des Westerwaldkreises, bei einem Empfang im Selterser Krankenhaus. Evangelisches Klinikum Westerwald heißt jetzt der Zusammenschluss der Krankenhäuser in Hachenburg, Dierdorf und Selters, abgekürzt KHDS. Damit verbunden sind auch die Klinken in Diez und Limburg also sogar Land- und Kreisübergreifend.

Eingeladen hatte der Träger, die gGmbH besteht aus zwei Gesellschaftern, um den insgesamt 1000 Mitarbeitern zu danken und geladenen Gästen, darunter Landtagsabgeordnete, Bürgermeister, Landräte und Kommunalpolitiker, das neue Konstrukt der drei Krankenhäuser und deren Zukunft darzustellen.

Gesundheitsminister Clemens Hoch deutete an, dass das Land Rheinland-Pfalz sich an der geplanten 70 Millionen-Euro-Investition in die Klinik in Hachenburg stark beteiligen werde. Was umgehend gemacht wird erklärte Hoch gegenüber Blick aktuell: „In Hachenburg wird in die EDV investiert und in Dierdorf wird der Operations-Trakt saniert.“

Schließlich verfügen die Krankenhäuser über fast 370 Betten für 18.000 Patienten (65.000 ambulant) und drei Notaufnahmen. Gibt es dafür auf dem Land genügend Ärzte und Pflegekräfte? „Wir haben mehr Pflegekräfte als wir brauchen“, sagte Geschäftsführer Guido Wernert gegenüber Blick aktuell und weiter: „Bei der Ausbildung arbeitet der Verbund der fünf Krankenhäuser und die beiden Pflegeschulen eng zusammen. Das macht uns attraktiv.“

Kliniken sind finanziell nicht auf Rosen gebettet, in jüngster Zeit gab es in der Umgebung insgesamt 8 Insolvenzen. Und was passiert, wenn die neue KHDS gGmbH in die Insolvenz gerät? „Bei einem Defizit stehen wir Gewehr bei Fuß hat der Westerwaldkreis versichert“, erläuterte Clemens Hoch. Laut Gesetz müssen Kreise die medizinische Grundversorgung sicherstellen.

Beim Krankenhaus Dierdorf müsste der Kreis Neuwied aber nicht eingreifen, da die medizinische Versorgung gesichert ist erklärte Landrat Achim Hallerbach gegenüber Blick aktuell: „Wir dürfen nur bei medizinischer Unterversorgung eingreifen. Mit den Kliniken in Linz, Asbach und Dierdorf haben wir eine gute Grundversorgung, so können wir auf Dierdorf aber nicht verzichten.“

Was das KHDS medizinisch bietet ist schon beachtlich und ist vergleichbar mit großen Kliniken. Aber es gibt nur eine Stroke Unit-Abteilung (Schlaganfall-Einheit) in Selters. „Die wurde über Jahre aufgebaut“, sagte Guido Wernert und fügte hinzu: „dafür gibt es strukturelle Pflichtpunkte wie eine umfassende Radiologiediagnostik und ein großes Facharzt- und Pflegeteam. Überall ein bisschen vorhalten machen wir nicht, was wir vorhalten machen wir gut.“

Folgende medizinische Bereiche und Stationen werden in den drei Kliniken vorgehalten.

Dierdorf: Anästhesie, Allgemein- und Visceralchirurgie, Gefäßchirurgie, Unfall- und Orthopädische Chirurgie, Urologie und MVZ mit Fachrichtung Chirurgie.

Selters: Innere Medizin/Kardiologie, Neurologie, Schlaganfalleinheit, Ergotherapie/Logopädie, Physio-/Physikalische Therapie, CT und MRT sowie MVZ mit Fachrichtungen Gastroenterologie, Neurologie und Urologie.

Hachenburg: Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie, Anästhesie und Intensivmedizin, Endoprothetikzentrum, Kardiologie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Labor und MVZ mit Fachrichtungen Chirurgie und Urologie.

HEP

In Selters stellten sich die Teilnehmer des Empfangs vor dem neuen Firmenlogo auf.

In Selters stellten sich die Teilnehmer des Empfangs vor dem neuen Firmenlogo auf. Foto: HEP

Beim Empfang im Krankenhaus sprach auch Gesundheitsminister Clemens Hoch.

Beim Empfang im Krankenhaus sprach auch Gesundheitsminister Clemens Hoch. Foto: HEP

Unter einem neuen Namen firmieren jetzt die Krankenhäuser in Selters, Dierdorf und Hachenburg. Foto: HEP

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