Bonner Medien-Club: „Preisträgerin steht für klare Analysen, deutliche Worte und ein zupackendes Krisenmanagement“
Landrätin Cornelia Weigand erhält den Bröckemännche-Preis
Die frisch gewählte Landrätin des Kreises Ahrweiler Cornelia Weigand wird die diesjährige Bröckemännche-Preisträgerin. Das hat der Bonner Medien-Club, eine Vereinigung von rund 250 Medienschaffenden und Kommunikationsverantwortlichen, heute bekanntgegeben. Die Preisverleihung soll im Rahmen des Neujahrsempfangs des BMC stattfinden, der in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie in den Sommer verschoben wird.
Cornelia Weigand (Jahrgang 1971, geboren auf Sylt) hat in Bonn Biologie studiert und war danach unter anderem für ein internationales Medizinprodukte-Unternehmen in Liechtenstein tätig. Von 2019 bis 2022 war sie Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr. Die Flutkatastrophe von Juli 2021 wurde für Weigand – wie für viele andere Verantwortliche in Politik, Verwaltung und Organisationen – zur Bewährungsprobe. Früher als andere erkannte sie deren Tragweite und drängte darauf, Katastrophenalarm auszulösen. Nach der Flut erwies sie sich als versierte Krisenmanagerin, die weit über die 11.000-Seelen-Gemeinde hinaus wahrgenommen wurde. Ihr Entschluss, nach dem Ausscheiden des bisherigen Landrats selbst für das Spitzenamt zu kandidieren, fand viel Resonanz. Bei der Landratswahl Ende Januar wurde sie schließlich bereits im ersten Wahlgang mit 50,2 Prozent gewählt.
Bemerkenswerte Qualitäten
Die parteilose Politikerin lege einen Grad an Eigenständigkeit an den Tag, der heute nur noch selten zu finden sei, sagt der Vorsitzende des Bonner Medien-Clubs, Prof. Dr. Andreas Archut: „In der Flutkatastrophe hat sie bemerkenswerte Qualitäten bewiesen, die zu ihrer Auszeichnung mit dem Bröckemännche-Preis geführt haben.“ Die Flutkatastrophe stellt einen Wendepunkt in der Geschichte des Ahrtals dar. Die Krise hat vermeintliche Gewissheiten in Frage gestellt. In einem von ihr als Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Altenahr initiierten offenen Brief an die Bundeskanzlerin und die rheinland-pfälzischer Ministerpräsidentin hatte Weigand zehn Punkte aufgelistet, die unmittelbar erforderlich sind, aber auch in die Zukunft weisen. Immer wieder hat sie die Notwendigkeiten angemahnt, die der Ahrregion die Zukunft sichern sollen. Dazu gehört nationale und internationale Expertise bei der Entwicklung eines Hochwasservorsorgekonzepts. Die Ahr könne Modellregion für andere gleichartige Gewässer in Deutschland werden.
Starke Aussagen
Kaum zufrieden zeigt Weigand sich auch mit dem Fortgang des Wiederaufbaus, indem sie die Meinung der Landesregierung Rheinland-Pfalz relativiert, es sei schon viel getan worden. Zwar sei die Ahrregion inzwischen vieles „aufgeräumt“, aber die Etappenziele auf dem Weg zur „Heilung“ seien nicht erkennbar. Konkret fehle es auch an Auszahlungen aus dem Wiederaufbaufonds, mahnt sie immer wieder an. Um schneller voranzukommen, sei die Ausweisung einer Sonderbauzone und einer Sonderwirtschaftszone nötig. Auch konkrete Bebauungspläne ließen auf sich warten. Weigands Aussage, dass sie sich manchmal wie Don Quijote fühle, spricht Bände, wobei die Windmühlen Land und Bund sind.
Wille zum Neuanfang
Dass die Menschen an der Ahr sich einen Neuanfang jenseits der bekannten Politikkonzepte wünschen, haben sie bei der Wahl im Januar unter Beweis gestellt. Im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau hat man sich im Landkreis Ahrweiler hochgesteckte Ziele gesetzt: Cornelia Weigand möchte mit neuen Energie- und Verkehrskonzepten die Weiterentwicklung der Region nachhaltig und resilient gestalten. „Es wird also noch viele Gelegenheiten geben, Bröckemännche-Qualitäten zu beweisen“, sagt der BMC-Vorsitzende.
Wer den Bröckemännche-Preis erhält, entscheidet jedes Jahr der Vorstand des BMC. Alle Mitglieder und auch alle bisherigen Preisträger können Vorschläge einreichen.
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