Allgemeine Berichte | 02.09.2025, 10:23 Uhr

UPDATE zu Wasserrohrbruch legt Gasnetz in Koblenz lahm

Lützel: Gasversorgung bis mindestens bis zum Wochenende gestört

Die Arbeiten in Koblenz-Lützel gestalten sich besonders aufwendig. Foto: Marcelo Peerenboom/evm
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Koblenz. In Koblenz-Lützel müssen rund 500 Haushalte mindestens bis zum Wochenende ohne Gasversorgung auskommen. Der Netzbetreiber Energienetze Mittelrhein (enm) sieht diese Maßnahme als notwendig an, um eingedrungenes Wasser aus dem verzweigten Gasnetz zu entfernen. Am Samstag ereignete sich auf der Mayener Straße ein Wasserrohrbruch, der auch die darunterliegende Gasleitung beschädigte, sodass Wasser in das Gasnetz eindringen konnte.

Der Wasserrohrbruch wurde zwar noch am Samstag behoben, allerdings gestaltet sich die Entfernung des Wassers aus dem Gasnetz als besonders komplex. Die Netzexperten der evm-Gruppe versuchten zunächst, tief gelegene Leitungsabschnitte freizulegen, um dort das Wasser abzuleiten. Doch Tests zeigten, dass weiterhin Wasser im Lützeler Netzgebiet vorhanden war. Deshalb wurden weitere Abschnitte entlang der Mayener Straße und der Karl-Russell-Straße aufgerissen, um an die Gasleitungen zu gelangen und das Wasser zu entfernen. Diese Maßnahmen blieben jedoch erfolglos.

Nun wird ein aufwendiges Spezialverfahren namens „Molchen“ eingesetzt. Dabei wird ein Molch, ein spezielles Reinigungsgerät, durch das Leitungsnetz gedrückt, der das Wasser aufnimmt und die Leitungen von innen säubert. Dieses Verfahren hatte die enm bereits bei der Flutkatastrophe im Ahrtal erfolgreich angewendet, um die betroffenen Gasleitungen zu reinigen.

Die temporäre Stilllegung des Gasnetzes im betroffenen Gebiet bedeutet, dass die enm jeden Hausanschluss einzeln deaktivieren muss. Marcelo Peerenboom, Sprecher der evm-Gruppe, erklärt, dass die Mitarbeiter Zugang zu allen Hausanschlussräumen benötigen, um die Anschlüsse zu sperren. Sobald das Gasnetz wieder einsatzbereit ist, müssen die Anschlüsse erneut einzeln in Betrieb genommen werden. Peerenboom ergänzt: „Dann erhalten die Kunden wieder Besuch von uns.“ Die enm informiert alle betroffenen Haushalte über Informationsschreiben, die in deren Briefkästen verteilt werden.

Zusätzlich arbeitet die evm-Gruppe daran, den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern Alternativen für warme Duschen in den kommenden Tagen anzubieten. BA

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Die Arbeiten in Koblenz-Lützel gestalten sich besonders aufwendig. Foto: Marcelo Peerenboom/evm

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