Allgemeine Berichte | 11.02.2022, 14:51 Uhr

Umweltstaatssekretär Erwin Manz besuchte die Ahrregion

Manz: „Zum Schutz geben wir der Ahr wieder ihren Raum“

Durch Uferabflachung wird Fließgeschwindigkeit verringert und dem Fluss mehr Platz gegeben

Die Ahr bei Dernau.  Foto: ROB

Kreis Ahrweiler. „Die Renaturierung der Ahr oberhalb von Liers ist ein Vorzeigebeispiel, wie wir dem Fluss mehr Raum geben wollen: Indem das Ufer abgeflacht wurde, kann sich der Fluss nun ausbreiten. Bei Hochwasser steigt der Pegel so weniger schnell an. Auch die Fließgeschwindigkeit nimmt dadurch ab. Davon profitieren alle: Die Menschen, die sich ihre schöne Heimat zurückwünschen und welche vor künftigen Hochwassern geschützt werden sollen sowie unzählige Pflanzen und Tiere, die nun in den Auen mehr Lebensraum vorfinden“, sagt Umweltstaatssekretär Erwin Manz bei seinem heutigen Besuch in Liers. Dort erkundigte er sich über den Stand der Wiederherstellung der Ahr. Diese ist ein erster Baustein des überörtlichen Hochwasservorsorgekonzeptes, das die Hochwasserpartnerschaft beschlossen hat. Sowohl durch die Flut selbst als auch durch die Aufräumarbeiten hat sich das Flussbett verändert. Teilweise wurde der Uferbereich durch Aufschüttung von Boden, der beim Aufräumen bei Seite geschoben wurde, verengt. Dies soll sowohl aus Gründen der Hochwasservorsorge als auch aus ökologischen Gründen behoben werden. Vielmehr noch: Der Fluss soll sich ausbreiten und der Gewässerlauf sich so gefahrlos wie möglich entwickeln können.

Wolfgang Treis, Präsident der SGD Nord, bedankte sich bei dem Termin vor allem für die gute Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde und betonte die Maßnahme als einen wichtigen Beitrag zur Hochwasservorsorge und zum Schutz der Anwohnerinnen und Asowie zur ökologischen Aufwertung des Gewässers. Die Maßnahmen in den einzelnen Gemeinden und Flussabschnitten müssen, so Treis, gut aufeinander abgestimmt sein. Maßnahmen der Oberlieger dürften nie zulasten der Unterlieger erfolgen. Manz sagt: „Hier ist die Solidargemeinschaft aller Flussanlieger gefordert.“ Damit schnell mit der Umsetzung begonnen werden kann, wird das sogenannte Gewässerwiederherstellungskonzept im Auftrag der Kreisverwaltung und in enger Abstimmung mit den Kommunen in Teilabschnitten parallel erstellt werden. In einzelnen Bereichen konnten solche Maßnahmen schon umgesetzt werden, so wie im Abschnitt zwischen Liers und Dümpelfeld. Durch die hier entstandenen Auen kann sich die Ahr insgesamt nun auf etwa 30 Meter verbreitern. Die Maßnahme in Liers ist bislang rund einen Kilometer lang und soll noch deutlich in Richtung Hönningen ausgeweitet werden. Auch an anderen Bereichen der Ahr gilt es, dem Fluss wieder mehr Raum zu geben. .Durch Umgestaltungen des Flusslaufes werden die Vorländer wieder an die natürliche Hochwasserdynamik angeschlossen und die Flächen bereitgestellt, in denen sich die Ahr zukünftig wieder frei entwickeln kann. Es entstehen somit Rückhalteräume und Abflussflächen, um die Ortschaften vor künftigen Hochwassern besser zu schützen.

Hintergrund Hochwasservorsorgekonzept

Die Aufstellung eines Hochwasservorsorgekonzeptes wurde von der Hochwasserpartnerschaft Ahr in ihrer Sitzung am 25.10.2021 beschlossen. Neben der Wiederherstellung der Ahr beinhaltet es auch Themen wie die Überarbeitung der Alarm- und Einsatzpläne, die Planung von überörtlich wirksamen Maßnahmen des Wasserrückhalts oder Verbesserungen im Bereich des Pegel- und Meldewesens. Die Hochwasserpartnerschaft Ahr wird sich am 17. Februar erneut treffen, und unter anderem die weiteren Bausteine des überörtlichen Hochwasser-Vorsorgekonzepts festlegen, von denen das Wiederherstellungskonzept der erste ist.

Pressemitteilung

Ministerium für Klimaschutz,

Umwelt, Energie und Mobilität

Rheinland-Pfalz

Die Ahr bei Dernau. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Anzeige Beratertage Schlafexperte
Ahrweiler Weinwochen
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Anzeige On Air
Fahrzeugangebot
50 jähriges Jubiläum / Danksagung
Titel plus Innenteil
Empfohlene Artikel
(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
454

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen

Die Junggesellen freuen sich auf unvergessliche fünf Tage. Foto: privat
195

Bad Bodendorf. Der Sinziger Stadtteil Bad Bodendorf steht wieder ganz im Zeichen der traditionellen Kirmes. Der Junggesellenverein (JGV) Bad Bodendorf lädt von Freitag, 4. September, bis Dienstag, 8. September 2026, zu fünf abwechslungsreichen Festtagen ein. Rund um den Kirmesplatz erwartet die Besucher ein buntes Programm für Jung und Alt, musikalische Unterhaltung und zahlreiche traditionelle Höhepunkte.

Weiterlesen

11

Unkel. Offenes Mitmach-Singen veranstaltet vom Kirchenchor des Seelsorgebereichs Unkel von 19 bis 20 Uhr auf dem Gelände des Christinenstifts in Unkel – bei schlechtem Wetter in der Kapelle - als Mitgestalter eines bundesweit von hunderten Chören gemeinsam ausgerichteten Liederabends anlässlich des Einheitsfestes. Liedrepertoire von altem Volksliedgut bis zu bekannten Liedern neuerer Interpreten, die für Freiheit und Frieden stehen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
1205

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
1072

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

Symbolbild.
810

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen