Notfallmedizinische Versorgung im Motorsport
Medical Car-Crews am Nürburgring ausgebildet
Kreis Ahrweiler. „Jeder lobt, was Nürburgring erprobt“, steht in großen Buchstaben am Tunnel zum alten Fahrerlager am Nürburgring. Dass sich die 2012 erprobte Überarbeitung der Rettungsstrukturen etablieren wird, davon waren die Initiatoren von Anfang an überzeugt. Umso erfreulicher ist es, dass rechtzeitig zum zehnten Geburtstag des damals konzipierten Medical Car-Systems wieder eine Fachausbildung für Rettungskräfte am Nürburgring durchgeführt werden konnte. Nach coronabedingter Zwangspause im Vorjahr freute sich Armin Link, Einsatzleiter des Rettungsdienstes am Nürburgring vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Kreis Ahrweiler, für den Deutschen Motor Sport Bund e.V. (DMSB) langjährig erfahrene Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und Notärzte am Nürburgring zu Medical Car-Crews auszubilden. Zusammen mit Kräften des DRK-Einsatzteams Nürburgring und in enger Zusammenarbeit mit der Nürburgring 1927 GmbH & Co KG fand am vergangenen Sonntag ein Lehrgang mit 20 Teilnehmern samt erforderlicher Abschlussprüfung statt.
Zertifizierte Ausbildung notwendig
Das Medical Car ist bei Rennveranstaltungen das erste notfallmedizinische Einsatzfahrzeug, dass bei einem Unfall mit Verletzten zum Einsatz kommt. Besetzt ist das Fahrzeug mit einem Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter (international als Paramedic bezeichnet) und einem Notarzt. Um die eingesetzten hochmotorisierten Fahrzeuge unter Rennbedingungen sicher durch den Rennparcours zu steuern, ist diese von der Fédération Internationale de l’Automobile (Abkürzung: FIA) als internationaler Dachverband von Automobilclubs und Motorsportvereinen mit Sitz in Paris, zertifizierte Ausbildung notwendig.
Die Erfahrungen und das umfangreiche Fachwissen der „Ring-Retter“ sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Rettungskräfte und Notärzte vom Hockenheim- und Sachsenring gehörten ebenfalls zu den Teilnehmern der motorsportlichen Fachausbildung am Nürburgring.
Fundiertes Fachwissen
Als Referenten vermittelten vom DRK-Einsatzteam Nürburgring Peter Beurschgens, Armin Link und erfahrene Medical Car-Ärzte, ihr fundiertes Fachwissen. Die praktische Ausbildung auf der Grand Prix Strecke des Nürburgrings leitete Andreas „Andy“ Gülden von der Nürburgring Driving Academy. Gülden steht seit vielen Jahren den DRK-Rettungskräften mit Rat und Tat zur Seite. Tipps und Kniffe eines erfahrenen ehemaligen Rennfahrers wie Andy Gülden sind den DRK-Einsatzkräften sehr hilfreich. Denn eins gilt unter extremen Bedingen auf der Rennstrecke genauso wie im öffentlichen Rettungsdienst: Schnelles aber sicheres Erreichen der Einsatzstelle ist das Ziel. Die Teilnehmer der diesjährigen Medical Car-Ausbildung verfügen jetzt über die entsprechenden Kenntnisse. Pressemitteilung der
DRK Kreisverband Ahrweiler e.V
Rechtzeitig zum zehnten Geburtstag des Medical Car-Systems konnte nach coronabedingter Zwangspause im Vorjahr wieder eine Medical Car-Fachausbildung für Rettungskräfte am Nürburgring durchgeführt werden konnte. Rettungskräfte und Notärzte vom Hockenheim- und Sachsenring gehörten ebenfalls zu den 20 Teilnehmern. Foto: DRK Nürburgring
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Das Medical Car ist bei Rennveranstaltungen das erste notfallmedizinische Einsatzfahrzeug, dass bei einem Unfall mit Verletzten zum Einsatz kommt. Um die hochmotorisierten Fahrzeuge unter Rennbedingungen sicher durch den Rennparcours zu steuern, ist eine von der FIA als internationaler Dachverband von Automobilclubs und Motorsportvereinen, zertifizierte Ausbildung notwendig. Foto: : DRK Nürburgring
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