Allgemeine Berichte | 09.07.2025

Orchester des Kreises Ahrweiler

Mendelssohn, Schubert und Beethoven: Ein Konzert voller Emotion und Präzision

Mit der Geigerin Ieva Hieta spielte das Orchester des Kreises Ahrweiler bei seinem Sommerkonzert eines der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Violinkonzerte der Musik. Foto: Orchester des Kreises Ahrweiler

Bad Bodendorf. Als „schönen Zwischenfall der deutschen Musik“ bezeichnete Friedrich Nietzsche das Violinkonzert in e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Werk, an dem Mendelssohn über sechs Jahre arbeitete, gilt als eines der schönsten und zugleich anspruchsvollsten Violinkonzerte überhaupt.

Kürzlich wurde das Konzert von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Kirche St. Sebastianus in Bad Bodendorf vom Orchester des Kreises Ahrweiler unter der Leitung von Natalia Kazakova aufgeführt. Solistin war die litauische Geigerin Ieva Hieta, Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und seit 2014 Mitglied des Beethoven Orchesters Bonn. Sie musizierte unter anderem mit Gidon Kremer.

Schon mit den ersten Takten zog Hieta das Publikum durch ihre feine und zugleich intensive Tongebung in ihren Bann. Natalia Kazakova führte das Orchester souverän durch das filigrane und grazile Werk. Es entstand ein feines Wechselspiel zwischen Orchester und Solistin. Besonders in der Kadenz des ersten Satzes zeigte Hieta ihr volles Können und gestaltete diese mit ausdrucksstarkem Ton. Im zweiten Satz berührten die getragenen Passagen die Zuhörenden.

Der dritte Satz verlangte dem Orchester alles ab. Kazakova leitete sicher durch das kraftvolle Finale, das unter großem Applaus in der nahezu vollbesetzten Kirche endete. Ieva Hieta bedankte sich mit einer Zugabe aus einer Partita von Johann Sebastian Bach und bewies erneut ihr geigerisches Können.

Im zweiten Konzertteil stand Franz Schuberts Sinfonie Nr. 7 in h-Moll auf dem Programm, die als „Unvollendete“ bekannt ist. Nur zwei Sätze hat Schubert vollständig komponiert, der dritte liegt lediglich in Skizzenform vor. Das Orchester interpretierte die Sinfonie eindrucksvoll – mal geheimnisvoll aus einem Klangnebel heraus, mal tänzerisch bewegt.

Den Abschluss bildete die Ouvertüre zu Goethes Trauerspiel „Egmont“ von Ludwig van Beethoven. Nach großem Applaus verabschiedete sich das Orchester mit einer weiteren Zugabe, bevor der Konzertabend mit einem kleinen Sommerfest vor der Kirche ausklang.

Das Programm wird am 6. Dezember 2025 im Rahmen der Uferlichter erneut zu hören sein. Interessierte Musikerinnen und Musiker sind eingeladen, Teil des Orchesters zu werden. Weitere Informationen finden sich unter www.orchester-kreisahrweiler.de.

Mit der Geigerin Ieva Hieta spielte das Orchester des Kreises Ahrweiler bei seinem Sommerkonzert eines der schönsten, aber auch anspruchsvollsten Violinkonzerte der Musik. Foto: Orchester des Kreises Ahrweiler

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