Bundeswehreinsatz am Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf

Nach Ahrhochwasser: Panzerpioniere aus Holzminden säubern Ehrenfriedhof

22.08.2021 - 17:07

Bad Bodendorf. Bei dem Ahrhochwasser in der Nacht vom 14. auf 15. Juli wurde der Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf von einer zwei Meter hohen zerstörende Flut überspült und dabei den Ehrenfriedhof verwüstet und viel Schlamm, Unrat und Totholz zurückgelassen.

Nachdem die ärgsten Schäden an der oberen Ahr beseitigt und eine Reihe von Ahrquerungen, die das Leben der Bevölkerung erleichtern sollen, beseitigt waren begannen 51 Soldaten des 2. Panzerpionierbataillon 1 aus Holzminden damit, Schlamm, angeschwemmte Baumreste, den Unrat auf dem Ehrenfriedhof zu beseitigen, die Grabstätten zu reinigen und die Granitgrabkreuze wieder zu aufzustellen. Wege mit Split neu anzulegen, die Grabplatten zu reinigen und die zerstörten Rasenflächen neu einzusäen.

Anschließend war dem Ehrenfriedhof wieder seine Würde wiedergegeben und kann für Besucher wieder geöffnet werden.

In drei Tagen eine enorme Leistung der Soldaten*innen bei dem Umfang der Verschmutzung. Tonnen von Schlamm, Unrat und Totholz musste aus der Anlage und den Außenmauern entfernt und abgefahren werden, was ausschließlich mit Bundeswehrlastfahrzeugen erfolgte. Die meisten Arbeiten konnten nur in Handarbeit mit Schubkarren und Schaufeln ausgeführt werden. Aus Bad Bodendorf erhielten die Soldaten tatkräftige Unterstützung, die an den Außenmauern neben dem Eingang angespülten Grableuchten einsammelten und reinigten.

Trotzdem bleibt noch viel zu tun. Einige Grabplatten wurden weggespült und sind nicht mehr auffindbar, andere zerbrochen und die Außenmauern sehr stark beschädigt. Die Grableuchten müssen wieder zu den Grabstellen zugeordnet werden, was nur von den Angehörigen geschehen kann.

Also noch viel Arbeit für freiwillige Helfer.

Ganz nebenbei entfernten die Soldaten*innen die Blumeninsel des Rundwegs der Düfte am Ehrenfriedhof von Totholz, damit das Team Dorfpflege beginnen konnte die Blumeninsel wiederherzurichten.

Nach getaner Arbeit wurde am 21. 08. im Rahmen der Politischen Bildung für die Soldaten die Historie zum Ehrenfriedhof, Kriegsgefangenlager Goldene Meile und Brücke von Remagen vom Archivar des Heimat- und Bürgerverein Bad Bodendorf nähergebracht. Im Anschluss erfolgte ein Besuch der Brücke von Remagen, die leider nur von außen besichtigt werden konnte. 
Zum Ausklang des Tages und der Unterrichtszeit der Politischen Bildung bekamen die Soldaten/innen die Gelegenheit Remagen zu erkunden.

Josef Erhardt

Heimat- und Bürgerverein Bad Bodendorf

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Stellenmarkt
Weitere Berichte

Die betreffende Achterbahn bleibt zunächst geschlossen und soll durch den TÜV geprüft werden

Nach tödlichem Unfall: Klotti-Park hat wieder geöffnet

Klotten. Seit heute, 9. August, hat der Klotti-Park in Klotten im Kreis Cochem-Zell wieder für Besucher geöffnet. Am Samstag kam es im Park zu einem tragischen Unglück: Eine 57-Jährige Parkbesucherin starb nach einem Sturz aus einer Achterbahn. Die Ermittlungen des Unfallhergangs durch die Behörden dauern noch an. Die Untersuchungen vor Ort seien allerdings mittlerweile beendet und die vom Unfall... mehr...

Festung Ehrenbreitstein lädt ein

Den grauen Zellen Beine machen

Koblenz. Auf einem abwechslungsreichen Rundweg über das Festungsgelände wird „merkwürdiges“ Gedächtnistraining mit den historischen Gegebenheiten der Festung Ehrenbreitstein verbunden. Auf unterhaltsame und spielerische Weise lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Führung die Festung mal von einer anderen Seite kennen und zudem werden die „grauen Zellen“ gefordert und wissenswerte Informationen nachhaltig gespeichert. mehr...

Stadt Koblenz kündigt weitere Sperrung an

Vollsperrung der Andernacher Straße

Koblenz. Die Stadtentwässerung Koblenz muss die Andernacher Straße im unteren Bereich ab der Kreuzung Balduinbrücke in Richtung Wallersheimer Weg (Kreuzung bis etwa Douquestraße) im Zuge des Neubaus des Stauraumkanals Andernacher Straße in Lützel vom 15. August 2022 bis zum 2. September 2022 für 3 Wochen voll sperren. Die Verkehrsbeziehungen von der Balduinbrücke aus in Richtung Brenderweg und Gartenstraße und umgekehrt, bleiben erhalten. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
Franz-Josef Dehenn:
Dieser Vandalismus im Neuwieder-ZOO geht mal gar nicht. Warum hat die Person das nur gemacht ? Ich kann nur hoffen, das man die Person bekommt und diese eine saftige Strafe bekommt. ...
juergen mueller:
Eine Möglichkeit, unserer Gesellschaft Kultur wieder etwas näher zu bringen. Ich glaube, dass wir einen Kulturverlust in unserer Gesellschaft haben. Die Dinge, die uns umgeben, nehmen wir als selbstverständlich wahr und haben uns abgewöhnt, Fragen daran zu stellen. Alleine auf die Frage: "Interessierst...

Brauchtum in Gefahr

aus Oberwinter:
Die von "näher dran" wissen, was da so seit Jahren und Jahrzehnten so (schief) gelaufen ist. Mit Corona hat das nicht viel zu tun. Die Berichterstattung wird oberflächlich gehalten um gewissen Personen nicht zu nahe zu treten. Diese Katastrophe war vorauszusehen - aber nicht abwendbar....
K. Schmidt:
Warum wird in dem Bericht so oft auf Corona hingewiesen? Oberwinter hat über 3.700 Einwohner, plus Potential aus den Nachbarorten. Wenn dann ein Verein dort nur 15 Mitglieder hat, hat das mit Corona doch nix zu tun. Es gibt Traditionsvereine, die zeitgemäß fortbestehen können. Schützenvereine gehören...
Service