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Der Bunte Kreis Rheinland bietet Ferienfreizeiten für Kinder mit Behinderung

Neues Angebot: „Tatendrang-Reisen“

Neues Angebot: „Tatendrang-Reisen“

Dagmar Kirsche mit ihrem Sohn. Foto: privat

19.12.2018 - 15:27

„Endlich Ferien“, so schallt der begeisterte Ruf viermal im Jahr über den Schulhof. Was die Kinder so freut und ihnen auch von Herzen gegönnt sei, treibt berufstätigen Eltern Sorgenfalten auf die Stirn. Denn rund 75 schulfreien Tagen im Jahr stehen maximal 30 Urlaubstage gegenüber. Kaum eine Familie kommt daher in den Ferien ohne Unterstützung aus. Viele Verbände und private Träger bieten Stadtranderholung und Ferienfreizeiten mit und ohne Übernachtung an. Aber die Plätze sind begrenzt und die Angebote nicht immer günstig.

Die Situation verschärft sich, wenn Familien ein behindertes oder chronisch krankes Kind zu Hause haben. „Alle Schulen legen die beweglichen Ferientage und die Fortbildungstage sowie die Elternsprechtage an anderen Terminen und somit erhöhen sich die schulfreien Tage, die im Jahr zu überbrücken sind. Betroffen davon sind gerade Familien, die ihre Kinder aufgrund einer Behinderung auf verschiedenen Schulen haben“, sagt Dagmar Kirsche vom Bunten Kreis Rheinland. Ihre Tochter besucht die Gesamtschule, ihr Sohn, der das Downsyndrom hat, eine Förderschule.

Ferienangebote für Kinder mit Behinderung gibt es und bisher war ein großer Träger im Rhein-Sieg-Kreis ein wichtiger Anbieter. Allerdings stellt der Verein 2019 die Ferienfahrten mit Übernachtung in der Region komplett ein. Der Bunte Kreis Rheinland hat sich nun entschieden, diese Lücke zu füllen. „Wir haben bereits eine Sonderpädagogin mit der Zusatzausbildung zur Reisekauffrau eingestellt“, erklärt Kirsche. Sie wird künftig die Ferienfreizeiten organisieren. In den Osterferien ist ein Reitcamp für Kinder mit Behinderung ohne Übernachtung geplant. In den Sommerferien wird der Bunte Kreis dann eine Ferienfreizeit für Kinder mit geistiger Behinderung anbieten.

„Gemeinsam wird die Gruppe von hier aus nach Holland fahren und dort zu einem Segelturn im Ijsselmeer aufbrechen“, berichtet Kirsche. Sieben Tage werden sie unterwegs sein: Zwanzig Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren, die zum Beispiel das Downsyndrom haben oder autistisch sind. Begleitet wird die Gruppe von Kinderkrankenschwestern und pädagogischen Fahrkräften, zum Beispiel SchulbegleiterInnen, die viel Erfahrung mit behinderten Kindern haben. „Auf einen Betreuer kommen drei Kinder oder Jugendliche“, erklärt Kirsche.

„Für die Eltern sind solche Freizeiten ein Segen“, weiß sie aus eigener Erfahrung. „Denn den Alltag zu meistern kostet Kraft und Auszeiten gibt es selten.“ Und so hat sich der Verein bewusst dazu entschieden, die Ferienfreizeiten für Geschwisterkinder zeitgleich anzubieten. „Es ist eine große Entlastung zu wissen, dass auf diesen Freizeiten alle Kinder gut versorgt sind und von ausgebildeten Pädagogen begleitet werden“, so Kirsche. „Endlich mal eine Möglichkeit abzuschalten und vielleicht selbst ein paar ruhige Urlaubstage zu genießen.“

Wenn das Projekt gut anläuft, plant der Bunte Kreis künftig auch inklusive Ferienfreizeiten für Kinder mit und ohne Behinderung. „Wir glauben an dieses Projekt, denn der Bedarf ist da. Deshalb freuen wir uns sehr über Spenden, damit wir unser neues Angebot auf sichere Füße stellen können.“ Wenn Sie die Ferienfreizeiten des Bunten Kreis für Kinder mit Behinderung unterstützen möchten, können Sie spenden an: Bank für Sozialwirtschaft, Kennwort: „Tatendrang-Reisen“, IBAN: DE29 3702 0500 0001 4226 00, BIC: BFSWDE33XXX.

Von Janina Mogendorf

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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