Allgemeine Berichte | 05.10.2022

Forschungsprojekt „KAHR“

Online-Befragung zur Flut: Erste Ergebnisse liegen vor

HKC-Infomobil unterstützt bei der privaten Hochwasservorsorge

Schäden am Ahrufer im Oktober 2021.  Foto: Archiv ROB

Ahrtal. Um den Wiederaufbauprozess in den betroffenen Regionen zu unterstützen, wurde im Kreis Ahrweiler von Juni bis August 2022 im Rahmen des Forschungsprojekts „KAHR“ eine Online-Befragung durchgeführt. 5.000 Haushalte, die eine Soforthilfe beantragt hatten, wurden eingeladen, an der Befragung teilzunehmen. 516 Haushalte haben sich an der Umfrage beteiligt.

Erste Ergebnisse zeigen, dass der Mehrheit der Betroffenen nicht bewusst war, dass sie in einem hochwassergefährdeten Gebiet wohnen. Fast zwei Drittel der Befragten sind noch heute durch das Hochwasserereignis stark belastet. Dies ist ein deutlich höherer Wert als nach anderen Hochwasserereignissen. Rund 40 Prozent der Befragten mussten nach der Flut ihr Haus verlassen, mehr als ein Drittel davon konnte bis heute nicht zurückkehren. Vorsorgemaßnahmen können bis zu einem gewissen Grad Hochwasserschäden erheblich reduzieren oder sogar vermeiden. Neben den Kommunen können auch private Haushalte selbst tätig werden und vorsorgen.

43 Prozent der Befragten haben bereits Vorsorgemaßnahmen ergriffen. Nahezu die gleiche Anzahl hat (noch) keine weiteren Maßnahmen vorgenommen. Das spricht dafür, dass es insbesondere nach einem Hochwasser wichtig ist, allgemeine Informationen zum Thema und konkrete fachliche Beratung für die Umsetzung solcher privaten Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse verdeutlichen die besondere Bedeutung und Herausforderung einer zukünftigen Risikokommunikation, wobei hier neben der Information der Bevölkerung über das (persönliche) Hochwasser- und Starkregenrisiko auch die Information über individuelle Risiken und Vorsorgemaßnahmen wichtig ist. Eine Möglichkeit der fundierten Beratung bietet das HKC-Infomobil im Rahmen des „KAHR“-Projekts. Die Expertinnen und Experten des HochwasserKompetenzCentrums (HKC) beraten zum praxisgerechten und wirtschaftlichen Schutz der eigenen Immobilie vor Starkregen und Hochwasser. Neben detaillierten Informationen zur Eigenvorsorge können die vorgestellten Objektschutzmaßnahmen mithilfe der mobilen Ausstellung direkt im Einsatz demonstriert werden.

Die nächsten Beratungstermine des HKC-Infomobil sind unter anderem am Donnerstag, 20. Oktober vor der Containeranlage in der Schulstraße 5 in Altenahr-Altenburg sowie am Donnerstag, 10. November vor dem Hauptgebäude der SGD Nord in der Stresemannstraße 3-5 in Koblenz, jeweils von 11 bis 15 Uhr. Weitere Informationen zum HKC-Infomobil und zum Projekt KAHR unter https://kreis-ahrweiler.de/landkreis/fluthilfen-wiederaufbau/.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

Schäden am Ahrufer im Oktober 2021. Foto: Archiv ROB

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