Straßenkirmes in Siershahn

Open Air-Kirmes in Siershahn – einfach grandios

19.08.2019 - 15:01

Wer eine Open Air- oder Straßenkirmes feiern will, der geht immer ein beträchtliches Risiko ein. In Siershahn geht man seit Jahren furchtlos diese Fete an, schließlich steht, wenn es mal richtig regnen sollte, noch das Zelt vor dem Rathaus zur Verfügung. Zur Eröffnung der diesjährigen Kirmes waren alle Sorgen wegen der Witterung unangebracht, da eine milde Sommernacht die Besucher auf dem weitläufigen Festgelände verwöhnte. Die Ortsdurchquerung war für den Verkehr gesperrt, deshalb konnten die Besucher gefahrlos vom Rummelplatz auf dem Konrad-Adenauer-Platz zur Partyzone vor dem Rathaus flanieren, oder pendeln. Die Fahrgeschäfte auf dem Konrad-Adenauer-Platz konnten sich sehen lassen: Break-Dance, Auto-Scooter, Karusselle und Losbuden. Auf dem Weg zum Rathausplatz befanden sich mehrere Büdchen, die Süßes und Herzhaftes anboten. Das Zentrum der Kirmes in Siershahn befindet sich auf dem Rathausvorplatz. Nachdem der Kirmesbaum von der Kirmesjugend aufgestellt war, versammelten sich vor dem Rathaus immer mehr Menschen, als die Dunkelheit sich über Siershahn legte, waren das Zelt und der Vorplatz vollständig gefüllt.

In Magnet für Einwohner, aber auch für die Besucher aus der Umgebung, ist immer wieder die fantastische Illumination der Gebäude am Rathaus. Der Kirchturm wird blau und rot angestrahlt, daneben ist das Gebäude des Rathauses in rot und gelb eingetaucht. Ein faszinierender Anblick, der die Besucher immer wieder aufs Neue begeistert. Während im Zelt die etwas älteren Herrschaften den Klängen des Musikvereins Siershahn lauschten, verlustierten sich die übrigen Gäste rund um den Bierbrunnen an den vielen Stehtischen. Die magische Beleuchtung des Rathausvorplatzes trug extrem zu einer romantischen Stimmung, in fast mediterranem Flair.

Langsam, aber sicher, näherte sich der erste Kirmestag seinem Höhepunkt, dem großen Zapfenstreich. Zunächst marschierte der Spielmannszug „Frei Weg“ aus Wirges ein, und spielte zur Einstimmung zwei Stücke aus ihrem umfangreichen Repertoire. Dann wurde es feierlich, unter Trommelwirbel zog die Feuerwehr aus Siershahn mit brennenden Fackeln ein ins Zelt, und formierte sich vor der Bühne. Anschließend intonierten der Musikverein Siershahn und der Spielmannszug „Frei Weg“ den großen Zapfenstreich in einer brillanten Version, die sich streng an die militärischen Vorgaben hielt. Die meisten Zuschauer verfolgten die Aufführung ergriffen, und mit leuchtenden Augen. Den Abschluss des großen Zapfenstreichs bildete wie immer die von allen gesungene Nationalhymne. Brausender Beifall belohnte alle Musiker/innen, und die Dirigenten, für ein seltenes Erlebnis.

Nachdem alle etwas runtergekommen waren, entlud sich die spürbare Anspannung, wie aus dem Nichts, wieder in typische Kirmesstimmung. Man verstand das eigene Wort nicht mehr, überall wurde gequatscht, gesungen und gelacht. Bei der sehr guten Stimmung hatte es DJ Helmut nicht schwer, mit seiner Disco noch ein Schippchen draufzupacken. Ein Meister seines Fachs weiß schließlich, wie man die Stimmung am Köcheln hält: Oldies, Karnevals- und Mallehits, aber auch deutsche Schlager und Schnulzen waren angesagt. Wer da nicht auf seine Kosten kam, dem war nicht mehr zu helfen. Dem Hörensagen nach, sollen sich die letzten Besucher mit den ersten Menschen getroffen haben, die auf dem Weg zur Arbeit waren.

Ein dicht gedrängtes Programm erwartete die Besucher, nach dem gelungenen Auftakt, in den 3 kommenden Tagen. Zwei musikalische Highlights waren eingeplant, die bekannte Next Generation Coverrockband „SAINT“, sowie das Akustik – Duo „2 AMPERE“. Nach dem Festgottesdienst mit dem Kirchenchor stand noch der Kirmesumzug durch Siershahn an, unter Begleitung durch den MV Siershahn. Am Kirmesmontag fand der traditionelle Krammarkt vor dem Rathaus statt, zum Frühschoppen spielte erneut der MV Siershahn. Die Kirmesjugend veranstaltete einige Spiele, beendet wurde die Kirmes durch die Kirmesübergabe und der letzten Party, mit Musik aus der Steckdose.

Die Gemeinde Siershahn, sowie der Vereinsring, bestehend aus der Feuerwehr und dem Musikverein, hatten sich bei der Planung der Kirmes wieder selbst übertroffen. Ein Fest für Groß und Klein, so soll eine Kirmes sein!

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Kommentare

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
Gabriele Friedrich:
[ ...] Der Volksbund [ Zitat ] Da streicht und verbietet die Regierung alles was mit "Volk" zu tun hat. In NRW heisst es auch nicht mehr " im Namen des Volkes, sondern "im Namen des Landes (NRW) und dann haben wir aber noch einen "Volksbund" hier und andere "Bünde" sonstwo... Meine Mutter hat Zeitlebens für die Kriegsgräber gespendet, als Kind war ich mit meiner Großmutter immer in Mayen an den Gräbern, wo ja auch oft eben nur der Stein liegt und man gar nicht weiß wo die Soldaten geblieben sind oder nur "wo" sie gefallen sind. Ehrlich gesagt, ich finde ein Denkmal reicht aus, der Kult der Kriegsgräber passt nicht mehr in diese Zeit. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Ich persönlich spende für gar nichts mehr. Mir spendet auch niemand etwas, bei den Lebenden seht "ihr" alle weg.
Antje Schulz:
Also, der rheinland-pfälzische AfD-Landesvorsitzende Michael Frisch hat auf der offiziellen Homepage der AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz von einer überfälligen Maskenpflicht geschrieben. Jetzt schreibt der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Jan Bollinger hier in dieser Pressemitteilung, daß eine Maskenpflicht nicht sinnvoll ist. Bei der AfD Rheinland-Pfalz weiß anscheinend die linke Hand nicht, was die rechte Hand schreibt.
Karsten Kocher:
Eine hochnotpeinliche Pressemitteilung der AfD.
Stefan Knoll:
Wieder eine dieser lächerlichen Pressemitteilungen von Jan Bollinger. Wieviele Schulklassen gibt es in der Stadt Neuwied und wieviele Schulklassen im Landkreis Neuwied? Und wieviele Kino- und Theatersääle gibt es in Neuwied und Ungebung?
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