Allgemeine Berichte | 10.09.2025

Strategische Fahndung und mobile Videoüberwachung zur Verhinderung von Straftaten

Pützchens Markt 2025: Starke Präsenz und Kontrollen

Symbolbild Quelle: pixabay.com

Bonn. Starke Polizeipräsenz und Kontrollen, frühzeitiges und konsequentes Einschreiten, die Strategische Fahndung, das Aussprechen von Betretungsverboten für Straftäter sowie der Einsatz der mobilen Videoüberwachung zur Verhinderung von Straftaten sind die Eckpunkte der Einsatzkonzeption der Bonner Polizei für Pützchens Markt 2025. Die 656. Ausgabe des Jahrmarktes beginnt in diesem Jahr am Freitag, 12. September 2025, und endet traditionell mit dem Abschlussfeuerwerk am Dienstag, 16. September 2025. „Wir haben uns auch in diesem Jahr wieder intensiv vorbereitet und arbeiten mit dem Veranstalter eng zusammen. Unsere gemeinsamen Streifen mit dem kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Bonn werden jederzeit ansprechbar sein. Wir werden frühzeitig und konsequent gegen Krawallmacher und Straftäter vorgehen und ihnen, wenn nötig auch ad hoc, Bereichsbetretungsverbote aussprechen“, so der Leiter der Polizeiwache Ramersdorf und Einsatzleiter, Erster Polizeihauptkommissar Ronny Differding.

Marktwache von Polizei und Ordnungsamt

Die Marktwache von Polizei und Ordnungsamt befindet sich in diesem Jahr erstmals in dem zur Von-Ketteler-Straße gelegenen Gebäudeteil der Marktschule. Von dort aus und von einer eigens im Polizeipräsidium eingerichteten Befehlsstelle werden die Einsätze auf dem rund 80.000 Quadratmeter großen Gelände koordiniert.

Bereichsbetretungsverbote

Bereits im Vorfeld des Jahrmarktes hatte die Bonner Polizei, wie in den vergangenen Jahren auch, Bereichsbetretungsverbote gegen Personen ausgesprochen, die zurückliegend im Bereich der Gewaltkriminalität aufgefallen sind. So wurden in den vergangenen Wochen insgesamt 16 Personen angeschrieben und über die Maßnahme informiert. Sie werden von der Großkirmes ausgeschlossen und dürfen das Marktgelände nicht betreten. Bei einem Verstoß gegen die Anordnung wird ein Zwangsgeld in Höhe von 500 Euro fällig.

Mobile Videoüberwachung

Auch die mobile Videoüberwachung der Bonner Polizei zur Verhinderung von Straftaten wird in diesem Jahr durchgehend an allen fünf Markttagen zum Einsatz kommen. Einer der beiden Kameratürme der Bonner Polizei wird auf dem zentralen Platz des Marktgeländes aufgestellt. Dort war es in der Vergangenheit insbesondere in den Abend- und Nachtstunden immer wieder zu Körperverletzungsdelikten gekommen. Der zweite Turm wird in diesem Jahr auf dem Adelheidisplatz stehen.

Generelles Messertrageverbot nach dem Waffengesetz und strategische Fahndung

Auf Pützchens Markt gilt nach der Novelle des Waffengesetzes aus dem vergangenen Jahr ein generelles Messertrageverbot. Der neu hinzugekommene Absatz 4 (a) des § 42 des Bundesgesetzes untersagt nun auch, neben Waffen im Sinne des § 1 Abs. 2, das Führen von Messern jeglicher Art auf öffentlichen Veranstaltungen. „Die Einhaltung dieser Bestimmung werden wir auch kontrollieren. Messer sind gefährliche Gegenstände und haben grundsätzlich im öffentlichen Raum nichts zu suchen und schon gar nicht auf einem Volksfest. Wir werden alles dafür tun, dass die Besucherinnen und Besucher Pützchens Markt unbeschwert und sicher genießen können“, betont Ronny Differding. Polizeipräsident Frank Hoever hatte aufgrund anhaltend hoher Fallzahlen im Deliktsbereich Taschendiebstahl und zur Bekämpfung der Messerkriminalität mit Beginn des 1. September 2025, zunächst für 28 Kalendertage, die Strategische Fahndung auch für Pützchens Markt angeordnet. Hinweis: Die strategische Fahndung ist eine Maßnahme der Gefahrenabwehr. Sie gibt der Polizei die Ermächtigung zu polizeilichen Anhalte- und Sichtkontrollen. Aufgrund der hohen Fallzahlen sind die Kontrollen anlassbezogen, jedoch unabhängig von einer konkreten Verdachtslage möglich. Unter besonderer Berücksichtigung des Verfassungsgrundsatzes der Verhältnismäßigkeit können Personen angehalten, nach ihrer Identität befragt und auch mitgeführte Gegenstände sowie Fahrzeuge in Augenschein genommen werden.

Pressemitteilung Polizei Bonn

Symbolbild Quelle: pixabay.com

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