Allgemeine Berichte | 17.02.2023

Möhne eroberten mit Schirm, Charme und Spitzebötzje das Rathaus und den Marktplatz

Römische Legionäre verteidigten erfolglos das Rathaus

Gemeinsam wurden die Narren begrüßt.  Foto: AB

Remagen. Mit aller weiblicher Macht rückte am Weiberdonnerstag die holde Möhneschar um Obermöhn Ulla Fuchs gen Rathaus vor. Erkorenes Ziel war die Machtübernahme. Umso verwunderter schauten die Möhnegruppierungen mit Vorstand als die Belegschaft des Rathauses als römische Legionäre kame und an ihrer Spitze „Zenturio-Bürgermeister“ Björn Ingendahl stand. Mit allen Mitteln, auch mit dem Eintreiben von Steuern, versuchte der Rathauschef der ehemaligen Römerstadt seinen Sitz im Rathaus zu verteidigen. Doch die Möhneschar setzte sich letztlich durch und der Zenturio musste sich den urgermanischen Möhne ergeben und Obermöhn Ulla Fuchs den Stadtschlüssel aushändigen. Angereist waren die Möhne auf dem Marktplatz mit dem blau-weiß-roten Korps der Stadtsoldaten, die auch den musikalischen Part auf dem Marktplatz unter Regimentskapellmeister Frank Weis übernahmen. Und als die Uhr auf 11.11 Uhr rückte, zog auch das Remagener Prinzenpaar Prinzessin Bettina van Mierlo und Prinz Klaus-Jürgen Alfter auf den Marktplatz, ebenso wie Kinderprinz Leon-Marcel Klein, begleitet vom Hofstaat, dem Elferrat der KG Narrenzunft um Carsten Efferz und der Prinzengarde um Kommandanten Kenny Heydecke.

Rasch herrschte beste Stimmung auf dem Marktplatz und auf den Rathaustreppen. Es wurde gesungen, geschunkelt und gelacht und auch aus den Ortsteilen waren Bürger, aktive Karnevalisten und Tollitäten gekommen, um mit den Remagener Möhne die Machtübernahme zu feiern. Aus Kripp mit dabei war das Dreigestirn mit Prinz Quick, alias Ralf Mostert, Bauer Holly, alias Holger Achenbach sowie Jungfrau Marie, alias Marc Tiltmann. Natürlich kamen die Kripper Tollitäten mit Begleitung, ebenso wie der Oedinger Kinderprinz Julian Meyer, der mit den Rheinhöhen-Funken kam.

Stark unterstützt wurden die Möhne um Ulla Fuchs von der Remagener Prinzessin Bettina, deren Prinz Klaus-Jürgen natürlich an Weiberfastnacht nichts zu sagen hatte. Und damit die Prinzessin an diesem Weibertag auch ausreichend gewürdigt wurde, hatte Obermöhn Ulla Fuchs einen Roten Teppich dabei, den der Hofstaat und der Prinz für die nächsten zwölf Stunden der Weiberregentschaft stets ausrollen musste, wo Prinzessin Bettina ihren Auftritt hatte.

Würstchengrillen auf dem Marktplatz

Einen Paragraphen aus der närrischen Anordnung des Prinzenpaares und des Kinderprinzen musste der Hofstaat gemeinsam mit dem Elferrat umsetzen. Ein Grill war auf dem Marktplatz vorbereitet. Der Elferrat sponserte sämtliche Materialien. Und so mussten Prinz, Hofstaat und Elferrat zum Würstchengrillen antreten. Natürlich wurden die Hoheiten zuvor mit einer Grillschürze ausgerüstet. Der Erlös aus dem Grillen sollte dem Kinderprinzen Leon-Marcel zugute kommen. Einen weiteren Paragraphen setzte Ortsvorsteher Wilfried Humpert um. Auch er kam als Römer und hielt eine glänzende Rede auf die vielen Vorteile der Rhein- und Römerstadt Remagen. Und wenn an Weiberdonnerstag die Möhne den Marktplatz mit Schirm, Charme und Spitzebötzje erobern, dann gibt es natürlich auch das traditionelle Fähnelschwenken von Fähndelschwenkerin Linda Jäger. Den krönenden Abschluss gab es natürlich erneut mit dem Tanz der Stippeföttche, die dat Föttche stippten, verstärkt durch Prinzessin Bettina und Obermöhn Ulla Fuchs. Die Zugabe gaben die Damen dann mit den Honorationen, zu denen auch Bürgermeister Björn Ingendahl zählte. Und als das Spektakel vor dem Rathaus beendet war, zog die gesamte Möhneschar zu dem ein oder anderen Stelldichein, bevor am Nachmittag die jecke Möhnesitzung im Foyer startete. AB

Getanzt wurde auch!  Foto: AB

Getanzt wurde auch! Foto: AB

Prost: Ein kühles Kölsch durfte nicht fehlen.  Foto: AB

Prost: Ein kühles Kölsch durfte nicht fehlen. Foto: AB

Gemeinsam wurden die Narren begrüßt. Foto: AB

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