Jahreshauptversammlung der Alten Große Mayener Karnevalsgesellschaft brachte neue Erkenntnisse

Saal-Karneval und Open-Air-Auftakt in Mayen geplant

Saal-Karneval und Open-Air-Auftakt in Mayen geplant

Der Vorstand der Alten Große Mayener Karnevalsgesellschaft blickt wieder zuversichtlich in die Zukunft. Foto: Roland Schäfges - www.myfoto24.eu

29.09.2021 - 09:35

Mayen. Die diesjährige Mitgliedervollversammlung der karnevalistischen Dachorganisation, welche wie bereits auch im letzten Jahr, nicht mehr im langjährig genutzten Saal des Hotel und Restaurant „Alten Fritz“, sondern abermals im Hausener Bürgerhaus stattgefunden hat, sah leider nur 43 anwesende und stimmberechtigte Mitglieder, welche aber Corona-Konform auf Stühlen im kompletten Raum verteilt wurden. Darunter auch der amtierende Bürgermeister Bernhard Mauel, welcher extra eine Stadtratssitzung früher verlassen hat, um der JHV beizuwohnen. Insgesamt waren damit aber 25 Mitglieder weniger vor Ort, als bei der letzten Zusammenkunft im Herbst 2020. Zusammengerechnet hat der Verein aktuell 334 Mitglieder, was ein Minus von zehn Mitglieder gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Rückgang erklärt sich dadurch, dass einige ältere und geografisch eher weiter entferntere Mitglieder ihre Mitgliedschaft hinterfragt haben und das abermals Mitglieder verstorben sind. Darunter auch der vor rund drei Wochen überraschend verstorbene Präsident der Prinzengarde Mayen Achim Welsch. Der im letzten Jahr gewählte Vorsitzende der Alten Große, Uli Walsdorf, würdigte den plötzlich aus dem Leben geschiedenen Vollblutkarnevalisten so: „Sein Tod, ist ein schwerer Schlag für den Mayener Karneval. Der Präsident der Prinzengarde Mayen, Achim Welsch, stand immer für ein gutes Miteinander unter den Vereinen! Achim war ein Lebensfroher und wirklich toller Mensch. Man konnte immer gut und vertrauensvoll mit ihm Zusammenarbeiten. Kurz um: Sein Tod ist ein herber und merklicher Verlust für die Mayener Faasenaacht.“ An alle verstorbenen des Vereins, wurde im Rahmen einer Schweigeminute zu beginn gedacht.



Positive Geschäftsbilanz dank Werbepartner!


Der kurzweilig und hörenswert gestaltete Geschäftsbericht von Geschäftsführer Sirk Stern, zeigte einen spannenden Rückblick auf das vergangene, an Aktivitäten jedoch arme Jahr und offenbarte auch manch spannende Zahlen. Unter anderem den Fakt, dass 84 % aller Vereinsmitglieder, bereits über 40 Jahre sind. Was natürlich auch als ein Hinweis darauf zu verstehen ist, dass sich die Gesellschaft natürlich über neue, jüngere Mitglieder sehr freuen würde. Beim Blick auf die Finanzen, betonten Präsident Walsdorf und Schatzmeister Michael Faber unisono, dass es ohne das große Engagement der vielen kleinen und großen Partner sprichwörtlich schwarz um den Mayener Karneval stehen würde. So war es beiden Vorstandsmitgliedern überaus wichtig, zu betonen, dass der größte Dank, diesen Gönnern und Partnern zugute kommen muss. „Die Werbepartner vom Närrischen Bildschirm“, sagt Faber „sind das Rückrad unserer Finanzen, gerade auch in Jahren, wo es sonst, wie aktuell keinerlei sonstige nennenswerten Einnahmen gibt“. Ähnliches sagte auch Walsdorf gegenüber unserer Zeitung, als er auf das Geschäftsjahr angesprochen wurde: „Das letzte Geschäftsjahr, ist trotz aller Umstände, unter dem Strich wirklich positiv für uns verlaufen. Es war natürlich nicht sehr einfach. Leider konnten wir keine Veranstaltungen machen. Vorstandssitzungen fanden ausschließlich online statt. Trotzdem ist die Bilanz rund um die Einnahmen und Ausgaben positiv. Wir konnten notwendige Dinge anschaffen und wichtige Investitionen tätigen. Dank unserer treuen Sponsoren, Gönner und Anzeigenkunden blieben wir handlungsfähig und konnten dieses schwierige Geschäftsjahr sogar noch, mit einem kleinen Plus abschliessen. Auch die Arbeit innerhalb des Vorstands lief gut. Die Arbeit war anders, aber ungestört. Wir haben uns regelmäßig besprochen. Haben geschaut, was können wir machen. Und wir beschlossen: Was möglich ist, werden wir auch machen.“


Alte Große plant zwei Saal-Events


Die wichtigste Erkenntnis der Jahreshauptversammlung, für die in der Alten Große Mayener Karnevalsgesellschaft organisierten Karnevalisten war jedoch sicher jener, dass der Vorstand für die Session 2021/2022 zwei Saal-Karnevalsveranstaltungen im nächsten Jahr sowie eine Open-Air-Auftaktveranstaltung für den November plant. „Nach gründlicher Prüfung, aller derzeitigen Optionen“, welche sich im Rahmen der aktuellen Verordnungen rund um die Corona-Pandemie ergaben, kam der Vorstand zu der Entscheidung, dass es unter Anwendung eines G2-Konzepts wieder möglich sei, voll besetzte Saal- und Karnevalsveranstaltungen durchzuführen.

Dazu ergänzt Präsident Walsdorf: „Wir werden eine G2-Sitzung, welche jedoch ausdrücklich keine Gala-Sitzung sein wird und in der Halle129 stattfinden wird, mit regionalen Künstlern im Januar durchführen. Als weitere Veranstaltung wird es eine Kostümparty, zu der wir jedoch heute noch nichts Weiteres sagen möchten, geben. Da wird es womöglich zu Überraschungen kommen. Ein großer Wunsch aus dem Vorstand war es zudem, die Sessionseröffnung, welche am 13. November sein wird, vom Markt in die Brückenstraße zu verlegen. Auf dem Markt verläuft sich leider vieles. Für uns ist die Brückenstraße das Wohnzimmer der Stadt Mayen. Diese tolle Straße, mit seinen Kaufleuten, bietet das richtige Ambiente. Unser Museum wird ebenfalls in die Eröffnung eingebunden werden. Wir haben für die genauen Abläufe aber noch Gespräche zu führen. Die Stadt unterstützt uns in allen Belangen. Es wird ein echtes Highlight.“

Jedoch bestätigt der Vorsitzende auch, dass es in der kommenden Session abermals keine Tollität für Mayen geben wird. Zudem sieht man nach aktuellen Stand der Dinge die Möglichkeit von Umzügen nicht gegeben. Jedoch hält man sich bereit für den Fall, dass es im Frühjahr doch möglich sein sollte, einen Rosenmontagszug Corona-Konform und sicher durchzuführen. Hier, so sagt man, könne man auch kurzfristig noch reagieren.


Online-Karneval im letzten Jahr ein Erfolg


Anders als in diesem war, als ein Umzug kategorisch ausgeschlossen und nur online möglich war. Im Bezug auf den ausgefallenen Rosenmontag 2021 erinnerte der ehemalige Geschäftsführer: „Wir hatten hier zum Glück ein tolles, wie kreativ Team, welches einen tollen Film mit Interviews und Musik zusammengestellt hat, der sogar seinen Weg ins Landesarchiv von Rheinland-Pfalz gefunden hat. An dieser Stelle möchte ich mich daher nochmal bei allen Mitwirkenden bedanken. Es war anders, aber ich fand, es war ein Highlight. Es gab zudem viel positives Feedback. Es kam gut an!“

Abschließend erklärte der Präsident, dass diese erfolgreiche Online-Geschichte, erhalten bleiben wird, auch wenn der Fokus jetzt natürlich wieder auf die Präsensveranstaltungen gelegt wird. „Wir möchten Präsens haben. Ob wir diese Events Streamen können oder ob wir weitere historische Momente präsentieren können, müssen wir noch schauen. Da gibt es teils auch Fragen bezüglicher der Urheberschaft zu klären. Aber wir bleiben am Ball und werden, dass was möglich ist, auch verfügbar machen.“

Gewählt wurden auf der Jahreshauptversammlung übrigens auch noch: Arne Dybionka wurde mit 43 Stimmen in seinem Amt als stellvertretender Geschäftsführer bestätigt, genauso wie Dirk Wilhelmi, der ebenfalls Einstimmig die Position als stellvertretender Schatzmeister behielt. In der Position zum Beisitzer E wurde die ehemalige Prinzessin Tina Hansen ebenfalls mit allen Stimmen der Versammlung bestätigt, genauso wie Ex-Page Julia Münzel als Beisitzer F, die jedoch eine Enthaltung erhielt. Christoph Weber wurde ebenfalls mit 42 Stimmen bei einer Enthaltung in der Position des Beisitzers G bestätigt. Wie im letzten Jahr blieb die Position des Beisitzers H unbesetzt. Zu guter Letzt wurde noch über eine Satzungsänderung abgestimmt. Zukünftig ist es dem Vorstand möglich, umweltfreundlich auch per E-MAIL oder öffentlicher Bekanntmachung zu formalen Terminen zu laden.

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Ja, es waren schöne Stunden mit den Kindern der Klasse, manche haben gefragt, ob sie nicht 3 Tage hier bleiben könnten. Was hätte man alles für Möglichkeiten mit diesem Projekt, immer noch und wird auch so bleiben absolutes Unverständnis über die Entscheidung des Gemeinderates der Grafschaft aufgrund...
Mathias Heeb, Grüner Fraktionsvorsitzender:
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"So sei eine Seilbahn vom Tal aus zur Saffenburg, zur Burg Are oder zum Krausbergkopf bei Dernau zur touristischen Erschließung durchaus vorstellbar,..." - Bis vor 10 oder 11 Jahren gab es in Altenahr noch eine Seilbahn, die wurde dann aufgegeben weil mangels Fahrgästen kein wirtschaftlicher Betrieb...
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