Allgemeine Berichte | 09.09.2020, 12:24 Uhr

Woche der Berufsbildung

Schmitt: Mit Abitur ins Handwerk

Ausbildung ist hervorragende Grundlage für eine erfolgreiche Berufskarriere

Rheinland-Pfalz. Eine Ausbildung öffnet alle Türen für eine erfolgreiche Berufskarriere. Darauf hat Wirtschaftsstaatsekretärin Daniela Schmitt bei ihrem Besuch im Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Mayen hingewiesen. Sie sprach anlässlich der heute startenden und vom Wirtschaftsministerium initiierten Woche der Berufsbildung mit dem 21-jährigen Dachdeckergesellen Peter Dinkelbach, der sich nach seinem Abitur für eine Ausbildung im Handwerk entschieden hat.

„Eine gute und erfolgreich abgeschlossene Handwerksausbildung ist ein Karriereversprechen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bei ihrem Auftaktbesuch zur Woche der beruflichen Bildung im Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Mayen. „Wer sich nach dem Schulabschluss für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet, hat hervorragende Karriereaussichten. Handwerker sind gefragt, sie werden immer gebraucht“, so Schmitt.

Der 21-jährige Peter Dinkelbach hatte über das Abitur seinen Weg in die Handwerks-Ausbildung gefunden. Das Beispiel zeige, dass das Handwerk eine Perspektive auch nach dem Gymnasium oder dem Studium sein kann, so Schmitt. „Handwerk liegt im Trend und die Karriereaussichten sind sehr gut. Wer seinen Meister macht, kann ein eigenes Unternehmen gründen oder als Nachfolger ein bestehendes übernehmen, sich seine eigene Existenz aufbauen und Berufs- und Arbeitsleben den eigenen Bedürfnissen entsprechend gestalten“, so Schmitt. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und nicht in jedem Beruf möglich“, sagte die Wirtschaftsstaatssekretärin und motivierte alle jungen Menschen, sich um eine der noch rund 5.000 freien Ausbildungsstellen im Handwerk in Rheinland-Pfalz zu bewerben. „Nach einer Ausbildung stehen Ihnen alle Türen offen!“

„Eine praxisbezogene Ausbildung bildet die Grundlage für die weitere berufliche Planung und ich wollte zunächst Erfahrungen sammeln. Wichtig war mir auch zu sehen, was ich im Tagesverlauf geschaffen habe“, erklärt der ausgebildete Dachdeckergeselle Peter Dinkelbach, Jahrgangsbester im vergangenen Ausbildungsjahr, seine Entscheidung für die Ausbildung im Dachdeckerhandwerk. Unter 100 Absolventen hat er das beste aller Prüfungsergebnisse erreicht.

„Als Kammerpräsident ist mir wichtig, nicht nur über Ausbildungsengagement und hohe Ausbildungsqualität zu reden. Das leben wir im eigenen Betrieb auch vor und stellen jedes Jahr mindestens einen Lehrling ein“, sagte der Koblenzer HWK-Präsident Kurt Krautscheid. Dabei erfährt das Bauhandwerk auch aktuell eine starke Nachfrage. So kann das Dachdeckerhandwerk im Kammerbezirk auf ein Plus von zehn Prozent neu abgeschlossener Lehrverträgen im Vergleich zum Vorjahr verweisen.

Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Mayen – seit 1925

Die Staatssekretärin wies auch auf die hervorragenden Ausbildungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz hin. Das Bundesbildungszentrum des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Mayen ist die zentrale Stätte für Fort- und Weiterbildung in der Bedachungsbranche. Die Bundesfach- und Meisterschule besteht bereits seit 1925 und ist heute die bedeutendste Bildungsstätte im Dachdeckerhandwerk.

Dachdeckergesellen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland kommen nach Mayen, um sich hier auf die Meisterprüfung vorzubereiten.

Auch während der Ausbildung kommen alle Dachdeckerlehrlinge aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland im Laufe ihrer Lehrzeit insgesamt 15 Wochen nach Mayen und werden in speziellen fachpraktischen Lehrgängen ausgebildet.

Das Bundesbildungszentrum bietet zudem individuellen Weiterbildungsveranstaltungen für Betriebe und Innungen vor Ort an. So bleiben die Betriebe fachlich wie unternehmerisch auf dem aktuellen Stand, können ihr Know-How erweitern und sichern so ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Pressemitteilung des

Ministeriums für

Wirtschaft, Verkehr,

Landwirtschaft und Weinbau

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