Allgemeine Berichte | 23.06.2025, 09:05 Uhr

Sankt-Sebastianus-Schützengesellschaft 1280 Mayen feierte fünf Tage lang

Schützenfest in Mayen: Es gab viele neue Gesichter zu bestaunen

Ministerpräsident Alexander Schweitzer hatte sich unter die Majestäten gemischt.  Fotos: SK
527

Mayen. Fünf Tage lang stand die Stadt Mayen rund um das verlängerte Fronleichnamswochenende wieder mal kopf: Die Sankt-Sebastianus-Schützengesellschaft 1280 Mayen richtete ihr traditionelles Schützenfest aus. Am Samstag schaute mächtig Prominenz vorbei: Der neue rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer stattete der Stadt Mayen eine Art Antrittsbesuch ab, Marko Boos kam als Landrat des Kreises Mayen-Koblenz für einige Stunden in seine alte (berufliche) Heimat.

Der Totenehrung mit anschließender Kranzniederlegung an der Herz-Jesu-Kirche folgte der Festgottesdienst. Pfarrer Jörg Schuh hatte in seiner emotionalen Predigt wieder einfühlsame Worte gefunden. Lange verbleiben konnte Schuh nicht, er wollte die Gläubigen in Wanderath nicht länger auf die Messe warten lassen. Von der Herz-Jesu-Kirche zog der Festumzug, angeführt von der Blaskapelle Weibern, weiter zum Oktagon, wo die neuen Majestäten unter anderem von Oberbürgermeister Dirk Meid abgeholt und zum Alten Rathaus geführt wurden.

Großer Zapfenstreich

Dort war mittlerweile der Ministerpräsident eingetroffen, der sich das Schützenständchen der Schützenkapellen aus Luxem und Mendig anhörte, dann zur Proklamation der Majestäten zusammen mit Boos und Meid auf den Balkon des Alten Rathauses stürmte. Als alle wieder unten waren, folgte der Große Zapfenstreich mit dem Singen der deutschen Nationalhymne und anschließenden Böllerschüssen. Das Schützenständchen stammt noch aus der Zeit, als Mayen als Kreisstadt Amtssitz von Kreis- und Stadtverwaltung war. Auch nach der Gebietsreform und der Verlegung des Amtssitzes nach Koblenz wurde das Schützenständchen von den Mayener Schützen weitergeführt.

„Das ist auch für mich eine wunderbare Veranstaltung. Tradition, Brauchtum und Ehrenamt treffen praktisch zusammen, sind eine gute Mischung und beleben die Heimat“, verdeutlichte Schweitzer. „Natürlich habe ich mich im Vorfeld mit dem Schützenfest in Mayen auseinandergesetzt. Es nun selbst zu erleben, ist noch mal etwas ganz Besonderes.“ Die Sankt-Sebastianus-Schützengesellschaft 1280 Mayen blickt auf eine beeindruckende Geschichte von 745 Jahren zurück, ergänzte der Oberbürgermeister. „Diese lange Tradition ist nicht nur ein Spiegel unserer Stadtgeschichte, sondern auch ein lebendiger Ausdruck von Gemeinschaft, Beständigkeit und Heimatverbundenheit. Sie macht die Schützengesellschaft zu einem festen Bestandteil unserer Identität in Mayen. Es ist ein Stück lebendige Kultur, das weit über unsere Region hinaus Beachtung findet.“

Beim Empfang im Sitzungssaal des Rathauses wurde es um drei Minuten vor 20 Uhr schließlich hektisch. Schweitzer und Meid, die mit einem großen Applaus verabschiedet wurden, hatten es eilig. Sie mussten im Rahmen der Burgfestspiele zur Premiere des Musicals „Süßes Gold“ auf die Genovevaburg. Im Gegensatz zu Pfarrer Schuh waren sie nicht ganz pünktlich.

Die Majestäten waren bereits am Donnerstag auf dem Schützenplatz ausgeschossen worden. Sofia Urbanovic (Schülerprinzessin, 29 Ringe), Sophie-Christin Wingender (Jugendprinzessin, 21 Ringe), Domenik Nöthen (Scheibenkönig, 28 Ringe), Christof Dietz (Vogelkönig, nach dem 321. Schuss), Markus Wohlrab (Vogelprinz, nach dem 86. Schuss) und Pierre Prüm (Jubiläumskönig, nach dem 254. Schuss) setzten sich durch. Prüm ist somit Jubiläumskönig, Diözesankönig, Brudermeister und Vorsitzender in Personalunion. Und auf dem besten Weg, in die großen Fußstapfen von Ehrenmajor Jürgen Kreusch zu treten.

Ein Geschenk von Brudermeister Pierre Prüm durfte nicht fehlen.

Ein Geschenk von Brudermeister Pierre Prüm durfte nicht fehlen.

Fotogalerie: Schützenfest in Mayen 2025

Foto: alle SK

zurück zum Artikel

Ministerpräsident Alexander Schweitzer hatte sich unter die Majestäten gemischt. Fotos: SK

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Heimat aktiv AW
Imageanzeige
05-Marktbericht 2026
Imageanzeige
40 Jahre Brandschutz Balter
Empfohlene Artikel
Besonders das Konzept der „Essbaren Stadt“ kommt gut an. Foto: ROB
415

Andernach. Andernach ist als „Kommune des Jahres 2026“ ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte am vergangenen Wochenende im Rahmen des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung. Vorgeschlagen wurde die Stadt von der Kreissparkasse Mayen.

Weiterlesen

Symbolbild
1663

Kreis MYK. Das Shamonda-Virus (SHAV) hat sich in verschiedenen Regionen Deutschlands ausgebreitet und wurde auch im Landkreis Mayen-Koblenz bei Rindern nachgewiesen. Neben Rindern sind auch andere Tierarten wie Pferde, Schafe, Ziegen und Kameliden, darunter Lamas und Alpakas, empfänglich für das Virus, das durch Insekten übertragen wird. Aufgrund der aktuellen Situation informiert das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz die Tierhalter und rät zu Schutzmaßnahmen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Stolz tragen die Spieler ab sofort die neuen Anzüge, die von Toni Rheinard (rechts im Bild) beim Training überreicht wurden.
0

Tonisport unterstützt die Nachwuchsarbeit des FC Andernach

Neue Trainingsanzüge und Sporttaschen für die D-Jugend

Andernach. Der FC Andernach kann auch in dieser Saison auf starke Unterstützung aus dem Umfeld des Vereins zählen. Die Firma Tonisport bleibt dem Verein weiterhin als Hauptsponsor verbunden und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Nachwuchsmannschaften.

Von Leo Bicvic aus Andernach

Weiterlesen

vor der Porta Nigra
0

Tambour-Corps-Tour nach Trier

Tambour-Corps Rheinbrohl auf Tour

Am Wochenende nach der Nachkirmes hieß es für die aktiven Musiker des Tambour-Corps Rheinbrohl: Koffer packen und auf nach Trier! Die Reise startete am Samstagmorgen mit dem Zug ab Bad Breisig. Bereits während der Fahrt kam - dank des eigens kreierten „Hitster - Tambour-Corps-Version“ - beste Stimmung auf. Bei Getränken und Snacks wurde geraten, gesungen und viel gelacht.

Von Anna Rott aus Rheinbrohl

Weiterlesen