Landrat Saftig verleiht höchste Auszeichnung des Landkreises

Sieben Persönlichkeiten und zwei Unternehmer erhalten Wappenteller

Sieben Persönlichkeiten und zwei Unternehmer erhalten Wappenteller

Die Preisträger gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Saftig und den Kreisbeigeordneten. Foto: Kreisverwaltung/Morcinek

10.11.2021 - 11:57

Kreis MYK. Es ist die höchste Auszeichnung, die im Landkreis Mayen-Koblenz verliehen wird: der Wappenteller. Geehrt werden damit traditionell jedes Jahr am 7. November, dem Geburtstag des Landkreises, Persönlichkeiten, die sich in der Region verdient gemacht haben. „Wir ehren Gesichter des Landkreises, die sich mit Herzblut engagieren, die Außergewöhnliches leisten und so den Landkreis Mayen-Koblenz nach vorne bringen“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig während der Feierstunde in der Krupp‘schen Halle auf dem Denkmalareal Sayner Hütte in Bendorf-Sayn. Als Dank für ihr herausragendes Engagement verlieh er zwei Frauen und fünf Männern sowie zwei Unternehmern den Wappenteller des Landkreises.


„Unsere diesjährigen Wappentellerträger beweisen, dass man unseren Kreis mit Engagement, Leidenschaft und ganz viel Herz in den verschiedensten Bereichen unheimlich bereichern und besser machen kann. Ob in der Kommunalpolitik, im Bereich der Migration und Integration, im kulturellen Metier, im Jugendbereich, im wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Sektor“, betonte der Landrat, der den Wappenteller an Zeynep Begen aus Bendorf, Thomas Christ aus Koblenz, Klaus Endris aus Oberfell, Rehlinde Glöckner aus Bendorf, Jan Heinemann aus Andernach und Klaus Meurer aus Münstermaifeld überreichte. Mit dem Großen Wappenteller wurden Ernst Einig aus Mendig sowie Dr. Christoph Ullmann und Volker Krause von der Laserline GmbH aus Mülheim-Kärlich geehrt. Musikalisch begleitet wurde die Verleihung der Wappenteller von einem jungen und talentierten Streicherensemble der Kreismusikschule.

Die mit dem Wappenteller ausgezeichnete Zeynep Begen aus Bendorf, so hob es der Kreischef hervor, ist ein Mensch, der für andere Türen öffnet, ihnen die Hand reicht, ihnen Wertschätzung zeigt und ihnen die Werte unserer Gesellschaft vermittelt - und genau das sei, es was man im Allgemeinen unter Integration versteht. „Sie sorgen dafür, dass gelungene Integration nicht nur eine Floskel ist, sondern Sie setzen diese in die Tat um“, lobte Landrat Dr. Saftig. Seit 2009 ist Zeynep Begen Vorsitzende des Beirates für Migration und Integration und somit Botschafterin für ein gelungenes Miteinander. Daneben ist sie unter anderem auch in der Kommunalpolitik aktiv. Von 2014 bis 2019 war Begen Mitglied im Stadtrat Bendorf und in verschiedenen Ausschüssen für die SPD-Fraktion tätig. Seit Juni 2019 gehört sie als ehrenamtliche Beigeordnete der Bendorfer Stadtspitze an.

Neben seinem Einsatz für die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg und den Bund der Deutschen Katholischen Jugend ist es dem Wappentellerträger Thomas Christ aus Koblenz seit eh und je eine Herzensangelegenheit, die Anliegen und Interessen der Jugendarbeit und der Jugendverbände zur Sprache und in die Öffentlichkeit zu bringen. Seit 1997 ist Christ Mitglied des Vorstandes des Kreisjugendringes Mayen-Koblenz, seit 2001 hat er dort den Vorsitz inne und seit 2004 ist er beratendes Mitglied für den Kreisjugendring Mayen-Koblenz im Jugendhilfeausschuss im Landkreis Mayen-Koblenz. „Jugendarbeit ist für Sie vielfältig und wichtig. Dafür opfern Sie einen Großteil Ihrer Freizeit. Sie sind hoch engagiert und eigentlich immer in Sachen Jugendarbeit unterwegs“, sagte der Kreischef, dem es ein besonderes Anliegen war, zu betonen, wie wichtig der Kreisjugendring mit Thomas Christ und seinem Team für den Landkreis und für die Gesellschaft ist.

Mit viel Energie, Leidenschaft, Augenmaß sowie zum Wohl des Landkreises, der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel und seiner Ortsgemeinde hat sich Klaus Endris aus Oberfell nahezu ein halbes Jahrhundert in der Kommunalpolitik engagiert. Der mit dem Wappenteller ausgezeichnete Endris war unter anderem 42 Jahre lang in der Gemeinde Oberfell, unter anderem als Ratsmitglied, Ausschussmitglied, Erster Beigeordneter und Fraktionsvorsitzender der FWG Oberfell aktiv. Er war als Ratsmitglied, Ausschussmitglied, Zweiter Beigeordneter und Vorsitzender der FWG Rhein-Mosel 30 Jahre lang Teil in der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel. Und nicht zuletzt engagierte er sich 17 Jahre lang im Landkreis Mayen-Koblenz als Kreistagsmitglied, Ausschussmitglied und Geschäftsführer der FWG-Fraktion. „Lieber Herr Endris, ich ziehe meinen imaginären Hut und danke Ihnen von Herzen für Ihren herausragenden Einsatz für Mayen-Koblenz“, betonte Landrat Dr. Alexander Saftig.

Den Wappenteller auf dem Denkmalareal Sayner Hütte überreicht zu bekommen, kam für Rehlinde Glöckner aus Bendorf einem Heimspiel gleich. „Sie kann ohne Zweifel als das Herz und die gute Seele der Sayner Hütte bezeichnet werden. Nur wenige glaubten an eine neue Zukunft der Sayner Hütte als Denkmal mit einer touristischen Anziehungskraft oder gar als attraktiver Kultureinrichtung mit überregionalem Potenzial. Frau Glöckner glaubte daran und kämpfte für die Verwirklichung dieser Vision. Dafür trat sie konsequent ein“, sagte der Landrat und lobte darüber hinaus Glöckners weiteres Schaffen, mit dem sie sich im Beruf für die Wirtschaftsförderung der Stadt Bendorf, im Ehrenamt für den Aufbau der Stiftung Sayner Hütte sowie auch als Vorsitzende des Freundeskreises Sayner Hütte um unsere Heimat verdient gemacht. Glöckner war maßgeblich an der Neuausrichtung der Stadt Bendorf nach dem wirtschaftlichen Umbruch beteiligt. Unter ihrer Mitwirkung wurde unter anderem der Tourismus in Sayn neu aufgebaut.

Als bislang jüngster Preisträger in der Geschichte des Landkreises ist der 18-jährige Jan Heinemann aus Andernach mit dem Wappenteller ausgezeichnet worden. Heinemann ist der Erfinder des sogenannten Löschigels. Dabei handelt es sich um ein Löschgerät, das die Feuerwehr einsetzen kann, wenn ein brennendes Gebäude von innen gelöscht werden muss. Der junge Andernacher entwickelte einen Leiteraufsatz mit Düsen, die Wasser in unterschiedliche Richtungen sprühen lässt. Damit wird zugleich die Sicherheit der Einsatzkräfte erhöht, die nicht mehr zwingend in brennende Häuser einsteigen müssen und somit ein größerer Sicherheitsabstand gewährleistet werden kann. Mit dem „Löschigel“ erreichte Jan Heinemann den Bundessieg bei „Jugend forscht“ im Fachbereich Arbeitswelt. Weiterhin wurde er mehrmals beim Ideenwettbewerb Rheinland-Pfalz prämiert und erhielt eine Auszeichnung der Stiftung „Filippas Engel“. Leider konnte er die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen, da er als Aussteller an einer Erfindermesse in Nürnberg teilnahm. Stellvertretend für ihren Sohn überreichte Landrat Saftig den stolzen Eltern des 18-Jährigen den Wappenteller des Landkreises.

Viele kennen den Wappentellerträger Klaus Meurer aus seinem fast 20-jährigen politischen Engagement für die Grünen. Auch in den Kreisgremien ist er seit 2014 als Mitglied des Kreistages und seit Juni dieses Jahres als Fraktionsvorsitzender aktiv. Ganz aktuell wurde Meurer zudem zum stellvertretenden Vorsitzenden der überregionalen Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald gewählt. Hinzu kommt seine vielseitige Vereinsarbeit. „Als großartiger Netzwerker und Kümmerer arbeitet Klaus Meurer parteiübergreifend und immer mit ganzem Herzblut. Hartnäckig und geradlinig kämpft er für seine Ideen“, sagte der Landrat. Nicht zuletzt ist Klaus Meurer seit 2015 auch Vorsitzender der Flüchtlingshilfe Maifeld, ein Herzensprojekt. Ob bei der Wohnungssuche, Möbeltransporten, der Organisation von Fahrgemeinschaften für Fahrten zu Ämtern oder Ärzten, dem Sammeln von Fahrrädern oder der Organisation von Großveranstaltungen.

Mit dem großen Wappenteller ausgezeichnet wurde Ernst Einig aus Mendig. „Sie gehören mit Ihrem über 25-jährigen kommunalpolitischen Engagement, sowie Ihrem Einsatz für den Sport, das rheinische Brauchtum und die Integrationsarbeit zu den Menschen, die unserem Landkreis ein Gesicht geben, die unsere Region prägen“, lobte Landrat Dr. Alexander Saftig das Engagement. Nicht nur im Sport- sowie in zwei Karnevalsvereinen, in denen er engagiertes Mitglied ist, liegen Ernst Einig seine Mitmenschen am Herzen. 2001 gründete er den Verein „Connect Ruandahilfe“ und war bis 2013 zweiter Geschäftsführer. Seit 2015 hat Einig einen Aktivposten in der Flüchtlingshilfe „Kaffee Kunterbunt“ mit zahlreichen Aufgaben in der Betreuung von hilfebedürftigen Familien, insbesondere bei der Beschaffung von Möbeln, Wohnungseinrichtungen und Haushaltsbedarf. Außerdem begleitet er die Menschen bei Behördengängen, Arzt- oder Schulbesuchen. Zudem war Einig bereits in jungen Jahren kommunalpolitisch aktiv und ist es bis heute: Seit 1994 ist er Mitglied im Stadtrat Mendig. Von 1994 bis 1999 und seit 2004 war und ist er Mitglied im Verbandsgemeinderat Mendig. Seit 2004 ist Einig Mitglied im Kreistag. Und nicht zuletzt ist Ernst Einig seit 2014 Mitglied im Beirat für Migration und Integration und dort seit 2019 stellvertretender Vorsitzender.

Ebenfalls mit dem Großen Wappenteller des Landkreises ausgezeichnet wurden Dr. Christoph Ullmann und Volker Krause von der Laserline GmbH aus Mülheim-Kärlich. Die beiden Technologie-Pioniere waren davon überzeugt, auf Basis der seit 1960 bekannten Laserdiode eine alternative Strahlquelle für die industrielle Lasermaterialbearbeitung entwickeln zu können – den Diodenlaser. Anfangs wurde das Projekt kaum ernstgenommen, denn die Einzeldiode schien als Baustein eines Industrielasers viel zu schwach. Ullmann und Krause aber hielten an ihrer Vision fest. Und ihr Erfolg gab ihnen Recht. „Sie haben aus einem Zweimannbetrieb ein marktführendes Unternehmen mit 15.000 Quadratmeter großem Firmengelände in Mülheim-Kärlich und mehr als 340 Mitarbeitern und Vertretungen rund um den Erdball erschaffen. Und wir als Landkreis Mayen-Koblenz sind stolz, ein solch erfolgreiches internationales Unternehmen in unserem Landkreis zu haben“, richtete der Landrat seine Worte an Dr. Christoph Ullmann verbunden mit der Bitte, die Glückwünsche an seinen am Verleihungstag verhinderten Kollegen zu überbringen.

Pressemitteilung

Kreis Mayen-Koblenz

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Kommentare
K. Schmidt:
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steinpilz71:
20km Iserbachschleife, wie soll ich das schaffen in 4h?? Nach 4 h fallen Blockiergebühren an. Wanderer werden da wohl nicht laden. Selten mal ein Besucher. Bin gespannt auf die Auslastung. Von den 1300 Einwohnern haben bestimmt 95% eine Steckdose in AutoparkplatzNähe und werden nicht an die Säule f...

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Melina Klein:
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