Allgemeine Berichte | 01.12.2020, 13:22 Uhr

Jugendgruppe „Young Spirit“ belegt zweiten Platz bei Gottesdienstaward

Sinziger Open-Air Gottesdienst geehrt

Mitglieder der Gruppe „Young Spirit“ vor der Corona-Pandemie. Foto: Vivien Christl
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Sinzig. „Einzigartig!“ unter dieser Überschrift hat der JugendGottesdienstAward im Bistum Trier gestanden, der nun im Rahmen einer digitalen Preisverleihung und eines Gottesdienstes vergeben wurde. Gesucht war der beste Jugendgottesdienst, der von Kindern und Jugendlichen im Alter bis 27 Jahren konzipiert wurde. Die Gruppe „Young Spirit“ aus Sinzig hat den zweiten Platz in diesem Wettbewerb belegt. Sie reichten einen Open-Air-Gottesdienst ein und gewannen damit ein Preisgeld in Höhe von 800 Euro.

Sieben Jugendliche im Alter von 14 bis 22 Jahren haben den Gottesdienst unter dem Titel „Lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens“ konzipiert. Die Eucharistiefeier fand im Rahmen der Reihe „Young Spirit“ in Sinzig statt. Gefeiert wurde er unter freiem Himmel an der Pfarrkirche St. Peter.

„Der Gottesdienst hat uns in einer ganzen Reihe von Aspekten überzeugt“, berichtete Jury-Mitglied Manuel Uder. Er lobte in seiner Laudatio das sehr engagierte Vorbereitungsteam, dass sich geistlich-intensiv mit den Schriftenlesungen auseinandersetzte „und sich vom Wort Gottes emotional und existentiell ansprechen“ lies.

Eine Spielkarte in verschiedenen Farben, die im bekannten Gesellschaftsspiel „UNO“ einen Richtungswechsel bedeuten, diente als symbolischer Aufhänger für den Gottesdienst. Jede Farbe stand für eine andere Art der Erneuerung: Grün steht für die Erneuerung aus sich selbst heraus; gelb für das Umfeld und andere Menschen; blau für die Erneuerung durch Gott und rot für Erneuerung durch unvorhergesehene Ereignisse und Schicksalsschläge. Persönliche Erfahrungen des Gottesdienstteams füllten diese Begriffe eindrucksvoll. Pfiffige Symbole wie das Einbinden eines bekannten Kartenspiels, selbst verfasste und sehr persönliche Predigtimpulse und die Balance zwischen Gebet und Stille sowie die wohlüberlegte Auswahl alter und neuer Lieder aus dem kirchlichen Gesangbuch und aus der Pop-Musik, überzeugten die Jury.

Beteiligen konnten sich die Gläubigen unter anderem beim Schreiben eigener Fürbitten, die in einer Feuerschale verbrannt wurden. Nach dem Gottesdienst hatten die Verantwortlichen die Gemeinde noch zu einem Umtrunk für einen Austausch eingeladen.

„Für die vielen jungen und jung gebliebenen Menschen, die den Gottesdienst im Spätsommer mitgefeiert haben, muss dieser ein sinnliches Erlebnis, aber auch ein spiritueller Trost in dieser Corona-Zeit gewesen sein“, war sich Uder im Namen der Jury sicher. „Wir freuen uns mega. Wir haben nicht damit gerechnet“, lautete die erste Reaktion aus der Gruppe „Young Spirit“ von Vivien Christl.

Das Preisgeld in Höhe von 800 Euro möchte die Gruppe in Licht- und Tontechnik für kommende „Young Spirit Gottesdienste“ investieren. Gestartet ist die Idee dieser Gottesdienste im Dezember 2017. Junge Erwachsene entscheiden über Inhalt, musikalische Stücke und technische Umsetzung. Dafür finden sich die Ehrenamtlichen in unterschiedlichen Gruppen zusammen.

Das Preisgeld in einer Gesamthöhe von 2300 Euro und der gesamte Award wurde durch Sponsoren unterstützt. Zum ersten Mal wurde solch ein Wettbewerb in der katholischen Kirche in Deutschland ausgeschrieben.

Mitglieder der Gruppe „Young Spirit“ vor der Corona-Pandemie. Foto: Vivien Christl

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