Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“
Sommertour 2025: „Es muss sich etwas ändern“
Koblenz. Jedes Jahr im Sommer begibt sich die Steuerungsgruppe der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ auf eine Tour durch Koblenz. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt im Bereich der Innenstadt: Zentralplatz, Altlöhrtor, Löhrstraße und Löhrrondell standen dabei im Focus.
Bei Start auf dem Zentralplatz freuten sich alle zunächst darüber, dass die kleinen Wasserfontänen viele Kinder begeistern konnten. Trotz Klimapavillion und neuen begrünten Sitzmöbeln bietet der Platz aber zu wenig an Attraktivität. Da er zudem aufgrund der Vergaberichtlinien nicht in das Konzept „Lebendige Innenstadt“ aufgenommen werden konnte, erschwert die Finanzierung eine Neugestaltung.
Trotzdem könnte nach Absicht der Bürgerinitiative hier mittels Hochbeeten und begrünten Überspannungen mit geringem Aufwand viel erreicht werden. Ein Projekt, dem sich die BI in den nächsten Monaten annehmen wird.
Rund um das Altlöhrtor wurden Bausünden und Verwahrlosung offenkundig. Die riesige Entlüftungsanlage am mittelalterlichen Turm, der traurige und verdreckte Zustand des Durchgangs am Kaufhof zur Löhrstraße und vieles mehr fielen ins Auge.
Die Löhrstraße selbst: in die Jahre gekommen und ohne Grün weit und breit ist sie mittlerweile an Austauschbarkeit und fehlender Attraktivität kaum noch zu überbieten. Zudem nimmt die verbotene, aber fast nie kontrollierte, Nutzung durch Fahrrad- und Rollerfahrer immer mehr zu.
Das Löhrrondell und der Vorplatz der Herz-Jesu-Kirche zeigen dann auch weitere Strukturen einer Parallelgesellschaft auf. Ein Konzept für den Umgang mit Menschen ohne Wohnsitz und deren Bedürfnissen (innenstadtnahe Aufenthaltsmöglichkeiten und sanitäre Anlagen) wäre dringend erforderlich. Dass es im Innenstadtbereich zudem an Toiletten auch für Gäste und Besucher mangelt ist schon hinlänglich angesprochen, aber hier besonders auffallend.
Zum Abschluss des Rundganges wurde noch die Frage nach einer Aufwertung des Busbahnhofes am LöhrCenter aufgeworfen. Auch hier ist die Zeit seit der Erbauung stehen geblieben und das Thema Sauberkeit kein Aushängeschild für diesen Verkehrsknotenpunkt.
Es gibt also noch viel zu tun ... und es muss sich etwas ändern. So das Fazit der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ nach der Sommertour 2025.
Pressemitteilung der
Bürgerinitiative
„Unsere Altstadt“
Weitere Themen
Es gibt also noch viel zu tun ... und es muss sich etwas ändern. So das Fazit der Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ nach der Sommertour 2025. Foto: Hermann Schäfer Foto: Hermann Schaefer
RegioMAGAZIN
Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.
- 30 Tage gratis
- Neue Ausgabe jeden Tag
- Für unterwegs gemacht
Teilweise wurde Wände aus Häusern gerissen
20.08.: Westerwald: Massive Beschädigungen nach Unwetter
Westerwald. Das am Mittwochabend über das Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Koblenz hinweggezogene schwere Unwetter insbesondere in weiten Teilen des Westerwaldkreises teilweise erhebliche Schäden verursacht hat.
Weiterlesen
Bäume stürzten auf Autos, Gehwege und Stromleitung
19.08.: Mayen: Zahlreiche Einsätze nach schwerem Unwetter
Mayen. Im Stadtgebiet Mayen kam es infolge des Unwetters am 19.08. zu zahlreichen Einsätzen. Unter anderem stürzten Bäume auf Pkw, Gehwege und Stromleitungen. Einsatzkräfte waren an mehreren Stellen mit der Beseitigung der Schäden und der Absicherung von Gefahrenstellen beschäftigt. BA
Weiterlesen
Von beschädigten Dächern, Fassaden und Bäumen können weiterhin Gefahren ausgehen
19.08.: Schweres Unwetter in Teilen des Westerwalds verursacht drastische Gebäudeschäden
Kreis Westerwald. Ein schweres Unwetter hat am Mittwochabend in weiten Teilen des Westerwaldkreises erhebliche Schäden verursacht. Zahlreiche Feuerwehren und weitere Hilfsorganisationen befinden sich derzeit mit rund 550 Kräften im Einsatz. Aktuell arbeiten die Einsatzkräfte die rund 160 gemeldeten Einsatzstellen ab. In mehreren Bereichen wurden Gebäude beschädigt, zudem kommt es teilweise zu Stromausfällen.
Weiterlesen