Allgemeine Berichte | 27.12.2022, 13:10 Uhr

Mit der Nachnutzung sei auch der Bestand der stadtbildprägenden Kloster- und Schulliegenschaft gesichert, hofft der Stadtrat

Stadtrat gibt grünes Licht für Umnutzung des Klosters Calvarienberg

Das ehemalige Kloster prägt das Stadtbild von Ahrweiler.  Foto: ROB

Ahrweiler. Auf einhellige Zustimmung im Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler stießen die ambitionierten Pläne für eine Umnutzung des ehemaligen Klosters Calvarienberg. Mit vielen Vorschusslorbeeren startete das Bauleitplanverfahren, damit das pittoreske Gebäude, das nicht nur das Stadtbild von Ahrweiler prägt, sondern auch noch denkmalgeschützt ist, in Zukunft zu Wohnzwecken und möglicherweise auch noch als Hotel genutzt werden kann. In den Klostergärten sollen zudem Wohnhäuser errichtet werden, Raum für einen kleinteiligen Einzelhandel oder Gewerbeflächen für kleine Betriebe soll ebenfalls geschaffen werden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt mit Investor Roland Breunig von der Breunig Holding GmbH (Würzburg) eine Rahmenvereinbarung über die notwendigen Erschließungsmaßnahmen und den erforderlichen Nachweis von Parkraum geschlossen. Zudem wurde darin sichergestellt, dass der Betrieb des benachbarten Gymnasiums sowie der Realschule auf Dauer gewährleistet ist. „Diese Rahmenvereinbarung wird zu einem späteren Zeitpunkt, spätestens zur förmlichen Offenlage des Bebauungsplans, durch einen städtebaulichen Vertrag ergänzt, um weitere Projektdetails dem Projektfortschritt entsprechend festschreiben zu können“, heißt es in der Sitzungsvorlage für die Ratssitzung.

Keine grundsätzlichen Bedenken erhoben

Ohnehin seien bislang keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Planung durch die Träger der öffentlichen Belange und der Landes- und Regionalplanung erhoben worden, teilte der Erste Beigeordnete Peter Diewald (CDU) mit. Keine negativen Ergebnisse hätten auch die bereits vorliegenden Gutachten zu Lärm-, Natur- und Artenschutz geliefert, die dem Vorhaben im Wege stehen könnten. Angesichts von fast 400 geplanten Stellplätzen, überwiegend in der vorgesehenen Tiefgarage am jetzigen Standort der Klostergärtnerei, werde es eine vernünftige Struktur und Ordnung im ruhenden Verkehr geben, ist die Stadtverwaltung überzeugt. Die Straßen im Bereich des Calvarienberges seien ausweislich eines Verkehrsgutachtens dem zu erwartenden Mehrverkehr gewachsen – wenn auch so mancher Anlieger davon noch nicht überzeugt ist.

Für die CDU-Fraktion begrüßte Peter Ropertz den Bebauungsplan, denn der sichere die lang ersehnte Nachnutzung und damit den Bestand der stadtbildprägenden Kloster- und Schulliegenschaft. Das Projekt sei architektonisch hochkarätig und sensibel geplant, das Mobilitätskonzept berücksichtige alle Nutzungen mit ausreichendem Stellplatzangebot, zudem seien nach dem vorliegenden Verkehrsgutachten keine verkehrlichen Maßnahmen notwendig.

Herausragendes Projekt für Wohnen und Gewerbe

SPD-Fraktionschef Werner Kasel sah darin ein herausragendes Projekt für Wohnen und Gewerbe. Das für die Stadt so bedeutsame Quartier werde mit neuem Leben gefüllt, zukunftsfest und insgesamt aufgewertet. Gregor Sebastian (FWG) begrüßte ebenfalls die Planung, warnten aber vor denkbaren Baukörpern, die sich über sieben Etagen in die Höhe schrauben könnten. Rolf Deißler, Fraktionschef der FDP, lobte insbesondere die gelungene Kombination aus Historie und Moderne, aus Alt und Neu. Allerdings werde man die Entwicklung der Verkehrssituation sehr im Auge behalten.

JOST

Das ehemalige Kloster prägt das Stadtbild von Ahrweiler. Foto: ROB

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image
Titel 24H Notdienst
Ahrweiler Weinwochen
Stellenanzeige 087-2026
Fahrzeugangebot
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Kirmes Ettringen 2026
Empfohlene Artikel
(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
367

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen

Die Junggesellen freuen sich auf unvergessliche fünf Tage. Foto: privat
147

Bad Bodendorf. Der Sinziger Stadtteil Bad Bodendorf steht wieder ganz im Zeichen der traditionellen Kirmes. Der Junggesellenverein (JGV) Bad Bodendorf lädt von Freitag, 4. September, bis Dienstag, 8. September 2026, zu fünf abwechslungsreichen Festtagen ein. Rund um den Kirmesplatz erwartet die Besucher ein buntes Programm für Jung und Alt, musikalische Unterhaltung und zahlreiche traditionelle Höhepunkte.

Weiterlesen

11

Unkel. Offenes Mitmach-Singen veranstaltet vom Kirchenchor des Seelsorgebereichs Unkel von 19 bis 20 Uhr auf dem Gelände des Christinenstifts in Unkel – bei schlechtem Wetter in der Kapelle - als Mitgestalter eines bundesweit von hunderten Chören gemeinsam ausgerichteten Liederabends anlässlich des Einheitsfestes. Liedrepertoire von altem Volksliedgut bis zu bekannten Liedern neuerer Interpreten, die für Freiheit und Frieden stehen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
1138

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

04.09.: Nickenich: Schwerer Verkehrsunfall: Motorradfahrer kollidiert mit Anhänger
857

Nickenich. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich auf der L 118 zwischen Andernach und Kruft. Der Fahrer eines Wohnmobils, das mit einem Anhänger unterwegs war, befuhr die Strecke von Nickenich in Richtung Mendig. In der Nähe eines Schotterparkplatzes entschied er sich, das Gespann über die Gegenfahrbahn zu wenden. Genau in diesem Moment kam ein Motorradfahrer entgegen und kollidierte mit dem Anhänger.

Weiterlesen

Symbolbild.
730

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen