Stellvertretende CDU-Generalsekretärin Christina Stumpp besucht landwirtschaftliche Betriebe im Westerwaldkreis
Region. Auf Einladung der CDU-Landtagskandidaten Jenny Groß MdL, Janick Pape MdL, Johannes Behner sowie des Bundestagsabgeordneten Harald Orthey hat die stellvertretende CDU-Generalsekretärin Christina Stumpp MdB mehrere landwirtschaftliche Betriebe im Westerwaldkreis besucht. Die Gespräche und Eindrücke vor Ort machten deutlich: Stumpp ist mit den Herausforderungen und Chancen der Landwirtschaft bestens vertraut – nicht zuletzt aufgrund ihrer eigenen Herkunft von einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Baden-Württemberg.
Einblicke in vielfältige Betriebsstrukturen
Erste Station der Besuchsreise war das Hofgut Schloss Neuroth in Bilkheim. Der Familienbetrieb vereint Milchviehhaltung, Ackerbau und Legehennenhaltung. Besonders beeindruckte der moderne Hühnerstall, der alle Anforderungen an eine besonders artgerechte Tierhaltung erfüllt. Die Tiere haben freien Auslauf im Stall sowie Zugang zu einer großzügigen Außenvoliere. Gefüttert wird mit hofeigener, gentechnikfreier Futtermischung.
Weiter ging es zum Hof Scheffen in Hattert. Axel und Luca Scheffen präsentierten einen breit aufgestellten Betrieb mit mehreren Standbeinen: einem Biobetrieb mit Mutterkuhhaltung, einem konventionellen Ackerbaubereich, einem Zaun-, Garten- und Landschaftsbaubetrieb sowie einer Anlage zur Solarstromerzeugung.
In Irmtraut besuchte die Delegation den Hubertushof Müller-Endres. Der Vorsitzende des Kreisbauernverband Westerwald und Tochter Carolin Endres stellten den Betrieb vor. Der moderne Milchviehbetrieb bewirtschaftet 200 Hektar Grünland und 80 Hektar Ackerland und hält 280 Milchkühe sowie 170 Jungtiere. Eine Biogasanlage erzeugt Strom aus Gülle, die entstehende Wärme wird für Stallungen und Wohngebäude genutzt. Zudem engagiert sich der Betrieb im Projekt „Lernort Bauernhof“.
Politische Anliegen: Bürokratieabbau und Planungssicherheit
In den Gesprächen betonten Christina Stumpp und Harald Orthey, dass bereits wichtige Maßnahmen aus Koalitionsvertrag und CDU-Wahlprogramm umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem:
- Bürokratieabbau durch vereinfachte Regelwerke
- Abschaffung der Stoffstrombilanz-Pflicht
- Wiedereinführung der vollen Agrardieselrückvergütung ab 2026
- Eine praxisnahe Umsetzung der EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten
Die Landtagskandidaten Groß, Pape und Behner stellten die Ziele der CDU auf Landesebene vor. Landwirtschaft und Umwelt müssten wieder gemeinsam gedacht werden, betonten sie. Die CDU setze sich für eine starke Förderung sowohl ökologischer als auch konventioneller Betriebe ein. Ein zentrales Anliegen sei zudem der Abbau bürokratischer Hürden: Förderanträge sollen künftig digital, einfach und zentral über eine Plattform abgewickelt werden.
Weidetierhaltung schützen – Wolfspolitik neu ausrichten
Einigkeit herrschte darüber, dass die Weidetierhaltung im Westerwald besser geschützt werden müsse. Die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdgesetz sei ein erster Schritt, um ein rechtssicheres Bestandsmanagement zu ermöglichen. Die Weidetierhaltung sei für Artenvielfalt und Kulturlandschaft unverzichtbar – hier müsse auch das Land stärker unterstützen.
Landwirtschaft gewinnt wieder an Ansehen
Ein weiterer Aspekt des Besuchs: Die Wertschätzung für landwirtschaftliche Berufe steigt wieder, insbesondere bei jungen Menschen. Auszubildende auf dem Hof Scheffen berichteten von der großen Vielfalt ihrer Arbeit und davon, dass viele Jugendliche über Praktika den Weg in die Landwirtschaft finden.
Pressemitteilung CDU-Kreisverbandes Westerwald
