Allgemeine Berichte | 22.10.2025

In Mayen, Mendig und Langenfeld stehen Wahlen an

Über Zukunft kirchlichen Lebens mitbestimmen

Der Wahlvorstand für die Wahl des neuen Pfarrgemeinderates in der Pfarrei St. Lukas in Mayen (v. links) Martina Wolf, Dr. Thomas Fößel und Siegmar Stenner, es fehlt Peter Degen. Foto: Bistum Trier/Julia Fröder

Mayen. Für Martina Wolf aus Kehrig ist es eine Premiere; Siegmar Stenner aus Mayen-Kürrenberg hat es in den vergangenen 40 Jahren schon oft erlebt: die Wahl eines Pfarrgemeinderates.

„Mitreden! Der Zukunft eine Stimme geben“, so lautet das Motto für die Wahl der Pfarrgemeinderäte im Bistum Trier am 8. und 9. November. 917.016 Katholikinnen und Katholiken aus 135 Pfarreien sind aufgerufen, ihre pastoralen Gremien neu zu wählen.

Auch in den Orten Mayen, Mendig und Langenfeld sind sie zur Wahl aufgerufen, um über die zukünftige Entwicklung und Ausrichtung des kirchlichen Lebens in der Pfarrei St. Lukas Mayen und im Pastoralen Raum zu entscheiden.

„Ich war noch nie Teil des Pfarrgemeinderates, habe mir die Arbeit aber die letzten drei Jahre mal angeschaut“, berichtet Wolf, die nun gemeinsam mit Peter Degen, Siegmar Stenner und Dr. Thomas Fößel den Wahlvorstand bildet. „Ich möchte am Gemeindeleben mitwirken, etwas verändern“, erklärt die 45-Jährige ihre Motivation, sich in diesem Jahr zur Wahl zu stellen und ehrenamtlich in diesem Gremium einzubringen. Nach der Fusion von acht Kirchengemeinden zu einer Pfarrei gebe es immer noch ein starkes Kirchturmdenken. „Es wäre schade, wenn das immer so weitergehen würde. Wir sollten gemeinsam schauen, wo etwas geht, denn nur so kann man etwas bewirken“, ist sie sich sicher.

Stenner, der seit 40 Jahren Mitglied im Pfarrgemeinderat ist, geht es ebenfalls um Mitbestimmung, und diese ist auch sein Argument, neue Mitglieder zu gewinnen. „Die Gesellschaft ist nur noch darauf getrimmt, alles negativ zu sehen. Doch wenn ich etwas verändern will, dann muss ich mich zur Wahl stellen und auch wählen gehen“, sagt der 78-Jährige.

Verändern und bewegen

Die Kirche befinde sich im Wandel, „und wir Gremien wollen darin eingebunden werden“, betont Stenner. „Die ehrenamtlichen Gremien erhalten immer mehr Verantwortung. Das ist eine Chance, vieles umzusetzen, zu verändern und zu bewegen“, erklärt Fößel, der selbst mit 16 Jahren in seinem Heimatort in den Pfarrgemeinderat gewählt wurde. Einige schrecke dies auch ab, weiß Stenner. Doch er sehe dies als Vorteil. Durch seine Arbeit im Pfarrgemeinderat kenne er die Hintergründe für bestimmte Entscheidungen und könne diese dann mitunter auch nachvollziehen. „Ich habe in den vier Jahrzehnten viel erlebt und gemeinsam mit anderen erreicht: Fusionen, Totalrenovierungen von einer Kirche, und wir haben Dinge wieder zum Leben erweckt, wie die Sternsingeraktion oder St. Martin – das erfüllt mich“, so Stenner.

Wolf verdeutlich die Arbeit des Pfarrgemeinderates in einem Bild: „Die Kirche ist für mich wie eine Familie, und der Pfarrgemeinderat ist für mich wie ein Familienrat, der tagt, sich austauscht und diskutiert.“ Diese Diskussionen seien im Pfarrgemeinderat mitunter kontrovers, berichtet Stenner aus seiner langjährigen Erfahrung. „Das ist aber gut, um andere Sichtweisen kennenzulernen.“ Daher sei ein vielfältiges Gremium wichtig. Auf der diesjährigen Kandidatenliste stehen zwölf Personen; gut die Hälfte der Frauen und Männer waren noch nie Mitglied im Pfarrgemeinderat oder ihr Engagement liegt länger zurück. „Das haben wir geschafft, indem wir viel mit Menschen gesprochen und uns die Hacken abgelaufen haben“, berichtet Stenner von der Arbeit, Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt zu motivieren.

Nun hofft der Wahlvorstand, dass viele Menschen die Möglichkeit nutzen und von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Nach der Fusion in der Pfarreiengemeinschaft Nachtsheim finden dort die Wahlen im Februar 2026 statt.

Weitere Informationen, auch zur Möglichkeit der Briefwahl, gibt es auf der Homepage des Pastoralen Raums Mayen www.pr-mayen.de oder telefonisch bei Dr. Thomas Fößel aus dem Leitungsteam des Pastoralen Raums unter Tel.: 0160-96747312.

Informationen rund um die Wahl der Räte gibt es auf www.bistum-trier.de/ehrenamt/wahlen-2025 oder im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Team Engagemententwicklung Tel.: 0651-7105-183, E-Mail: raete@bistumt-trier.de.

Pressemitteilung Bistum Trier

Der Wahlvorstand für die Wahl des neuen Pfarrgemeinderates in der Pfarrei St. Lukas in Mayen (v. links) Martina Wolf, Dr. Thomas Fößel und Siegmar Stenner, es fehlt Peter Degen. Foto: Bistum Trier/Julia Fröder

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Ein CDU-Mitglied aus Koblenz: Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Wahl! Ich wünsche Ihnen viel Kraft für diese neue Herausforderung! Sie haben uns heute auf dem CDU-Kreistag mit Ihrem „Feuer in den Augen“ voll überzeugt!
  • Boomerang : Ein Problem unserer modernen inclusions Gesellschaft. Einer der die Bestimmungen nicht kennt oder der sie nicht akzeptiert fängt damit an und viele andere folgen dem Negativbeispiel. Abhilfe - Videoüberwachung mit Gesichtserkennung.
  • Peter Heinrichs : Ein sehr ausführlicher Bericht über eine so wunderbare Sache. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter Anna Fraser.
Handwerker für Hausmeistertätigkeiten
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Januar 2026
Titel
Kostenfreie Anzeige Helene Theis
Handwerkerhaus
Stellenanzeige Lagerist
Media-Auftrag 2025/26
Umbau der Vulkan Brauerei in Mendig
Angebotsanzeige (Januar)
Stellenanzeige Ingenieur/in
Empfohlene Artikel

Kreis Mayen-Koblenz. Wenn im Kreis Mayen-Koblenz die fünfte Jahreszeit ihren Höhepunkt erreicht, verwandeln sich Straßen und Plätze in bunte Bühnen des Frohsinns. Vereine, Fußgruppen und Festwagen zeigen mit viel Engagement und Kreativität, was den rheinischen Karneval ausmacht.

Weiterlesen

Koblenz. „Sich mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen, ist unangenehm“, weiß Dr. Nathalie Eleyth, Oberassistentin am Institut für Sozialethik im Ethik-Zentrum der Universität Zürich, „aber eine Pflicht“, um sein eigenes Verhalten zu reflektieren und einen geschützten Raum für Menschen zu bieten, die rassistisch verletzbar sind – dies gelte auch für die zwei großen christlichen Kirchen.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Fünfter karnevalistischer Stammtisch des VdK Andernach begeistert

Humor, Musik und Alaaf

Andernach. Am 14. Januar ab 15.11 Uhr lud der VdK Andernach zum fünften karnevalistischen Stammtisch in den Saal des ehemaligen Schwesternwohnheims ein. In gemütlicher Runde bei Kaffee, Nautzen und weiteren Getränken konnte die fünfte Jahreszeit gefeiert werden. Nach dem Prolog der ersten Vorsitzenden stimmte Musikus Heinz ein Schunkellied an, bei dem alle kräftig mitmachten.

Weiterlesen

Odendorf. Nach einem Wasserrohrbruch Ende 2024 wurde das denkmalgeschützte Zehnthaus in Odendorf erheblich beschädigt. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen dem Verein Zehnthaus e. V. und der Gemeindeverwaltung Swisttal konnte das historische Gebäude im Sommer 2025 umfassend saniert werden. Im Zuge der Arbeiten wurde zudem eine behindertengerechte Toilette eingebaut.

Weiterlesen

Mitgliederwerbung
Imageanzeige
Pellets
Umbau der Vulkan Brauerei in Mendig
Kostenfreie Anzeige Stephan Schneider
Image Anzeige
Werbeplan 2026
Vorsätze 2026
Integrationskraft
Umbau Vulkan
Stellenanzeige
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Anzeige KW 4
Anzeige Neueröffnung
Sozialarbeiter/innen "Ausländerbehörde"