Allgemeine Berichte | 27.08.2021

Schifferverein übergab sein Vereinsarchiv dem Stadtarchiv

Vereinsgeschichte hervorragend dokumentiert

Stadtarchiv erstrebt langfristig, die wichtigsten Unterlagen aller Lahnsteiner Vereine zu archivieren

Das Foto entstand bei der Aktenübergabe und zeigt von links nach rechts die Vorstandsmitglieder Karl Väth, Manfred Woldeit, Hans Unkelbach und Günter Aderjahn sowie Stadtarchivar Bernd Geil. Foto: Renate Dasting

Lahnstein. Der Vorstand des Schiffervereins übergab die von ihm nicht mehr benötigten, aber archivwürdigen Unterlagen dem Stadtarchiv als Dauerleihgabe. Nachdem der Verein bereits 2007 einen Depositalvertrag mit der Stadt abgeschlossen und damals die ältesten drei Protokollbände abgeben hat, wurden nun alle Unterlagen bis 2018 gesichtet. Sofern sie nicht mehr für die Kassenverwaltung benötigt werden, wurde alles bewertet und übergeben. Stadtarchivar Bernd Geil dankte Karl Väth und seinen Mitstreitern und legte ein Findbuch an.

Niederschriften seit Gründung vollständig erhalten

Alle Niederschriften seit Gründung sind vollständig erhalten. Hieraus lässt sich die Vereinsgeschichte hervorragend dokumentieren. Demnach gründeten 26 Schiffer unter dem Ortspfarrer als Präses an Pfingsten 1889 den „Schifferverein vom heiligen Mathias zu Niederlahnstein“. Die Vereinsstatuten wurden in der ersten Generalversammlung am 30. Juni 1889 angenommen. Seither setzt sich der Verein zur Aufgabe, das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit und die gemeinsamen Interessen unter den Schiffern zu wecken und zu pflegen. Anfangs war der Verein konfessionell an die Pfarrei St. Barbara gebunden. Neben der Beschäftigung mit rein wirtschaftlichen Fragen wie die Gesuche um Regulierung des Rheins bei der Johanniskirche oder die Kanalisierung der Lahn wirkte der Verein auch bei kirchlichen Veranstaltungen mit. Für die Allerheiligenbergkapelle stiftete der Verein 1901 ein Fenster. Im Ersten Weltkrieg kümmerte sich die Schifferfamilie um die Angehörigen der im Feld befindlichen oder getöteten Vereinsmitglieder. 1936 gründete sich parallel die Schifferkameradschaft „Rhein-Lahn“ Lahnstein, die für die Mitglieder „nur ein rein soziales Werk“ sein wollte. Die rege Aktivität an den örtlichen Feierlichkeiten kam durch den Zweiten Weltkrieg erneut zum Erliegen. 1948 schlossen sich beide Vereine zusammen, um die jahrzehntelange Tradition der Schifferfamilie fortzusetzen. Maskenball und Teilnahme an Kappenfahrt und Erdbeerfest, Bus- und Schiffsausflüge, Weihnachtsball und andere vereinsinterne Feiern. Für die Lehner Kirmes stellen sie das Ponton, das alljährlich Neptun und Rhein-Lahn-Nixe ans Ufer bringt. Für die Öffentlichkeit wurden mehrere Rheinschiffertage in Lahnstein durchgeführt, u. a. 1963, 1976 und 1995. Im Jahr 1952 wurde ein Schiffermast bei der KD-Anlegerstelle Niederlahnstein errichtet, der 1969 durch einen eisernen Mast ersetzt wurde und noch heute vom Verein beflaggt wird. Heute kann der Verein auf 132 Jahre zurückblicken, in denen der angesehene Stand des Schiffers in Ehren gehalten wurde und der heutigen und nachfolgenden Generation das Erbe einer langen Tradition vermittelt wird. Neben den Protokoll- und Kassenbüchern gehören zum Depositum des Schiffervereins auch der Schriftverkehr, bestehend aus den Einladungen zu Veranstaltungen, Programmen und Presseberichten, Totenzettel, Fotoalben, gerahmte Bilder, Marineliteratur und Gastgeschenke befreundeter Schifferfamilien. Das Stadtarchiv erstrebt langfristig, die wichtigsten Unterlagen aller Lahnsteiner Vereine zu archivieren, um sie dauerhaft zu sichern. Besonders die Niederschriften bilden eine für die Erforschung der Stadtgeschichte äußerst wichtige Quelle.

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Das Foto entstand bei der Aktenübergabe und zeigt von links nach rechts die Vorstandsmitglieder Karl Väth, Manfred Woldeit, Hans Unkelbach und Günter Aderjahn sowie Stadtarchivar Bernd Geil. Foto: Renate Dasting

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