Allgemeine Berichte | 02.11.2021

Eifelverein Remagen

Wanderung für den Wiederaufbau

Federweißer und Federroter im Ahrtal.Foto: privat

Remagen. In dieser Zeit im Ahrtal wandern? Läuft man da nicht Gefahr, nach allem Unglück als Gaffer zu gelten? Nein, das wäre ganz unbegründet. Jeder Gast ist gerade jetzt dort hochwillkommen und für die Bemühungen zu einer Rückkehr zur Normalität auch bitter nötig. Vom Rotweinwanderweg ist der Blick auf die herbstlich gefärbte Landschaft ganz besonders schön. Er reicht über die geschwungenen, steilen Hänge hinauf zu den Eifelhöhen. Die Weinberge leuchten im satten Gelbgold ihrer Reben und dazwischen mischen sich die wenigen dunkelroten der Dornfelder. Die Eifelfreunde aus Remagen haben ihren Entschluss, gerade jetzt von Marienthal nach Mayschoß zu wandern, nicht bereut. Längs des Rotweinwanderweges gab es immer wieder Stationen mit Tischen und Bänken, wo zu einem guten Trunk aufgefordert wurde. Überall wurde man fröhlich empfangen. Auch herzhafte Wildspezialitäten gab es zu genießen. Besonderen Anklang fand bei den Remagenern eine Station oberhalb Mayschoß. Denn dort gab es noch einen echt süffigen Federweißen und Federroten. Aber auch an einem solch fröhlichen Wandertag verschloss niemand die Augen vor all den Folgen der schrecklichen Katastrophe. Selbst aus der Höhe, und erst recht unten in den Ortschaften sind die Verwüstungen unübersehbar. Mit großem Arbeitseinsatz ist schon viel geschaffen worden, aber noch mehr bleibt zu tun. Den Wanderern, von denen manche in ihrem persönlichen Umfeld Geschädigte kennen und denen in der Not geholfen haben, war dies wohl bewusst.

Federweißer und Federroter im Ahrtal.Foto: privat

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