Allgemeine Berichte | 02.03.2021, 10:43 Uhr

Touristiker und Gäste bereit für Restart im Tourismus

Warten auf die Öffnung

Statt Beginn der Tourismussaison stehen alle Räder still

Symbolbild.Foto: rogeryosantosdias/Pixabay
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Rheinland-Pfalz. Frühling und Sommer nähern sich mit großen Schritten, der Saisonstart im Tourismus steht eigentlich kurz bevor - doch noch immer befindet sich das ganze Land und mit ihm die Reisebranche im Lockdown. Bei Gastgebern und Tourismusorganisationen häufen sich die Anfragen - doch die Buchungssituation ist nach wie vor erschreckend schlecht. Wohin also führt der Weg des Tourismus in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr? Nach dem schwierigen Jahr 2020 und dem Komplett-Ausfall des Winters droht nun auch der Frühling wegzubrechen. Die Lage in den meisten rheinland-pfälzischen Tourismusbetrieben ist prekär. Betriebe und Einrichtungen stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand, die einzige Perspektive für das wirtschaftliche Weiterbestehen sind Lockerungen in den Corona-Schutzverordnungen und damit Öffnungsperspektiven für den Tourismus.

Frühjahrs-Buchungen deutlich unter Vorjahresniveau

Das Interesse seitens der Gäste ist da: Sowohl in den rheinland-pfälzischen Städten, als auch in den Regionen häufen sich die Anfragen von Gästen nach Angeboten und Informationen. Die konkreten Buchungen bleiben jedoch aus. So liegen die bisherigen Buchungszahlen für die Frühlingsmonate 2021 deutlich unter dem Niveau der Vorjahre und ziehen erst in Richtung der Sommermonate etwas an.

Ein Umstand, den Stefan Zindler, Geschäftsführer der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH nicht nur der aktuellen Corona-Situation zuschreibt: „Die fehlende Öffnungsperspektive betrifft nicht nur unsere Touristiker und Gastgeber im Land. Auch unsere Gäste sind nach wie vor verunsichert, ob es sich überhaupt lohnt, konkreter in die Urlaubsplanung einzusteigen. Und damit zögern auch Reiseveranstalter, Kontingente zu planen und Leistungen bei ihren rheinland-pfälzischen Partnern einzukaufen. Dieser Problematik hätte die Politik schon zu Beginn des Jahres mit Konzepten und Perspektiven sowie einer abgestimmten Kommunikation entgegenwirken können - an der Unterstützung aus der Branche hat es nicht gemangelt.“

Auch wenn erst einmal mit einer schrittweisen Lockerung der Einschränkungen zu rechnen ist, bereiten sich die Touristiker im Land bereits auf die anstehende Saison vor - noch ohne konkreten Zeithorizont und mit teils eingeschränkten Möglichkeiten. Hygienekonzepte stehen und sind erprobt, Ideen zur Besucherlenkung und damit der Entzerrung von Gästeströmen beispielsweise entlang beliebter Wanderwege werden derzeit erarbeitet. Neue Formate für Stadtführungen in kleineren Gruppen, erweiterte Outdoor-Angebote an der frischen Luft und viele Maßnahmen für den Restart liegen bereit.

Fewo und Camping bleiben auch 2021 zunächst Reisetrends

In puncto Reisetrends ergibt die Nachfrage dabei ein ähnliches Bild wie 2020: Individualurlaub in Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen, Familienurlaub sowie Aktivurlaub mit dem Schwerpunkt Wandern oder Radfahren stehen bei den Anfragen für 2021 nach wie vor hoch im Kurs. Auch die Tendenz zu eher kurzfristigen Buchungen scheint sich fortzusetzen. Zudem rechnen die Touristiker damit, dass sich die Nachfrage zum Urlaub innerhalb Deutschlands verstetigt und damit erneut inländische (Tages-)Urlauber den überwiegenden Teil der Gäste ausmachen werden.

Trends also, für die Rheinland-Pfalz prädestiniert ist und die das touristische Marketing auf Regions- und Landesebene auch in diesem Jahr wieder verstärkt aufgreift. „Wir stehen mit unserer Jahreskampagne „Wege zu den Ursprüngen“, die Naturerlebnisse rund um das Thema Wasser in den Fokus stellen wird, in den Startlöchern. Auch unsere Städte mit ihrem großen kulturellen Angebot stellen sich dahingehend breiter auf und verknüpfen einen Aufenthalt in der City gezielt mit Auszeiten in der Natur“, so Stefan Zindler. Damit verbunden ist das Ziel, langfristig zu profitieren und Rheinland-Pfalz noch stärker als attraktive Urlaubsregion in den Köpfen der Gäste zu etablieren.

Voraussetzung dafür bleibt aber eine Öffnungsperspektive für den Tourismus, die dann Bestand hat. Denn zurzeit ist die Verunsicherung in Sachen Urlaubsplanung bei den Gästen durch die anhaltenden Verlängerungen des Lockdowns nach wie vor groß.

Pressemitteilung Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH

Symbolbild.Foto: rogeryosantosdias/Pixabay

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