Allgemeine Berichte | 15.12.2020, 12:32 Uhr

Pfarrkirche St. Michael im Sinziger Ortsteil Franken

Weihbischof Gebert weiht neuen Altar

Weihegottesdienst wurde live im Internet übertragen

Der neue Altar wurde aus grünem Anröchter Dolomit, einem Naturstein, geschaffen. Foto: Gabi Geller / Bistum Trier
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Franken/Sinzig. In der Pfarrkirche St. Michael im Sinziger Ortsteil Franken hat Weihbischof Franz Josef Gebert am Sonntag, 6. Dezember, den neuen Altar geweiht. Aufgrund des bistumsweiten Corona-Hygienekonzepts konnten 30 Gläubige das Pontifikalamt in der barocken Dorfkirche mitfeiern; außerdem wurde die Feier via Livestream übertragen. Konzelebranten waren Pfarrer Frank Werner und Dechant Frank Klupsch.

Mit dem feierlichen Einzug in das Gotteshaus begann eine für die Katholikinnen und Katholiken in dem 500-Seelen-Dorf Franken ganz besondere Zeremonie. Vertreter der drei Ortsvereine – Freiwillige Feuerwehr, Junggesellen und Schützen – trugen ihre Fahnen der Prozession voran, es folgten der Weihbischof, Priester und Ministranten. Die Weihe eines Altares in einer katholischen Kirche ist heutzutage ein recht seltener, doch seit dem frühen Christentum belegter Ritus. Der „Tisch des Herrn“ ist das Zentrum bei der Feier der Eucharistie. In der Kirche St. Michael wurde der gesamte Altarraum neu gestaltet: Das Altarpodest, der Altar und der Ambo (Pult für die Lesung des Evangeliums) wurden aus grünem Anröchter Dolomit, einem Naturstein, geschaffen. Damit steht das Arrangement in deutlichem Kontrast zur barocken Ausstattung des Kirchraumes.

Mittelpunkt der Gemeinde

Die Gestaltung ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Diözesanbaukommission und Kirchengemeinderat. Die aufwendige Ausgestaltung der Dorfkirche sei Ausdruck für den Wunsch der damals hier lebenden Menschen, ihrem Gott einen prächtigen Ort zu erschaffen, sagte Weihbischof Gebert in seiner Predigt. „Eine kleine Gemeinde, in welcher die Leute arm sind, baut eine solche Kirche. Warum taten sie das?“, fragte er und führte weiter aus, dass Menschen mit ihrem Gotteshaus zeigen wollten, dass ihnen Schönheit und Fantasie wichtig seien; sie wollten ausdrücken, was in ihrem Inneren ist. „Aber Gott braucht das alles nicht. Die Botschaft ist eigentlich ganz einfach“, so der Weihbischof. Und genau das drücke sich in dem neuen Altar-Ensemble aus. Einfach und schlicht steht es inmitten der barocken Opulenz und ist doch Mittelpunkt der Gemeinde. „In all seiner Schlichtheit werden wir ihm durch die Weihe eine göttliche Bedeutung geben.“ Ein Reliquiar der seligen Schwester Blandine Merten, die zu Lebzeiten im Ursulinenorden nicht entfernt von Franken tätig war, wurde in dem Altar beigesetzt.

Nach der Anrufungslitanei besprengte der Weihbischof den Altar mit Weihwasser, bevor er die Oberfläche mit Chrisamöl salbte. Anschließend entzündete er fünf Weihrauchfeuer – ein Symbol für die Wundmale Jesu – auf dem Altar, begleitet von Gebeten und der Bitte zu Gott: „Segne diesen Altar, damit er zu einer festlichen Tafel für die Tischgenossen Christi werde. Er sei ein Ort des Umgangs mit Dir und ein Ort des Friedens.“ Nach dem Weiheritual feierte der Weihbischof die erste Eucharistie mit der Gemeinde am neuen Altar. Pressemitteilung

Bischöfliche Pressestelle Trier

Der neue Altar wurde aus grünem Anröchter Dolomit, einem Naturstein, geschaffen. Foto: Gabi Geller / Bistum Trier

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