Das Ziel: Schnellstmöglich eine zukunftssichere und nachhaltige Energieversorgung

Wiederaufbaugesellschaft für Rech, Dernau und Mayschoß gegründet

17.12.2021 - 15:32

Dernau/Rech/Mayschoß. Im Veranstaltungszelt der Johanniter in Dernau ratifizierten jetzt die drei Ortsbürgermeister aus Rech (Dominik Gieler), Mayschoß (Erster Beigeordneter Hartwig Baltes) und Dernau (Alfred Sebastian) einen Vertrag zur Gründung der Wiederaufbaugesellschaft „Zukunft Mittelahr“ (ZMAhr AöR). Die Gründung erfolgte in Form einer Anstalt des öffentlichen Rechts. Dem neunköpfigen Verwaltungsrat gehören neben den Bürgermeistern aus den drei Ortschaften jeweils zwei weitere Personen an: Aus Mayschoß Anneliese Baltes und Jörg Jeckstadt, aus Rech Gerhard Schreier und Dirk Stephan sowie aus Dernau Dr. Gerd Wolter und Ingrid Näkel-Surges. Bei der Versammlung zugegen war auch der Leiter des Verbindungsbüros für den kommunalen Wiederaufbau in Rheinland-Pfalz, Günter Kern, sowie Thomas Weimer und Theo Dillenberger. Dernaus Bürgermeister Alfred Sebastian äußerte sich erfreut, dass dieser Punkt nach der fast gänzlichen Zerstörung der kompletten Infrastruktur jetzt erreicht sei. Die drei Orte seien nach der Flut zusammengewachsen. „Jetzt müssen wir die Gunst der Stunde nutzen, um uns zukunftsmäßig aufzustellen, und gemeinsam unsere Projekte bündeln. Sebastian nannte in diesem Zusammenhang eine lokale Nahwärmeversorgung oder die „Bündelung“ von Maßnahmen, etwa bei Sportplätzen“. Viele Heizungen seien nach der Flut defekt, Und viele Straßen müssten nach der Hochwasserkatastrophe ohnehin aufgerissen werden. Dies bietet die Möglichkeit, in einem Zuge bereits frühzeitig die Leitungen und Zugänge für die entsprechende Infrastruktur mit zu verlegen. Ein entsprechendes Konzept erstellt derzeit die Energieagentur Rheinland-Pfalz.



Förderung von 80 Prozent


Dieses Projekt einer zukunftssicheren und nachhaltigen Energieversorgung wäre aber nur zu stemmen, wenn im Rahmen des Wiederaufbaus eine Förderung in Höhe von 80 Prozent erfolge, so Fred Sebastian. Für den Einbau eines Wärmetauschers an den Gebäuden müssten dann rund 5.000 Euro aufgebracht werden.

Hartwig Baltes und sein Recher Kollege Dominik Gieler beurteilen übereinstimmend die Bedeutung dieses Projekts. Sowohl von Lage, der Bevölkerungsstruktur als auch im Hinblick auf den Tourismus, die Parkraumbewirtschaftung sowie die Jugend- und Freizeitstätten wolle man in Zukunft gemeinsam denken und Synergien schaffen. Es gehe auch um Kindergärten, Schulen, Sportstätten und Dorfplätze. Die neue Gesellschaft soll gemeinsam in den drei Orten Projekte federführend steuern. Letztlich bliebe Festlegung der Themen aber in den Händen der Gemeinde. Damit sollen die ehrenamtlichen Bürgermeister und Gemeinderäte sowie die Verbandsgemeinde entlastet werden. Für den nächsten Winter müsse klar sein, dass die Menschen wieder heizen können, gegebenenfalls über ein Netz mobiler Anlagen. Hierfür sei eine enge Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde unerlässlich. Das erste „Leuchtturmobjekt“ ist mit der Nahwärmeversorgung ja bereits klar fixiert: Sebastian, Baltes und Gieler betonten übereinstimmend, dass nach der verheerenden Flutkatastrophe nunmehr schnellstmöglich eine zukunftssichere und nachhaltige Energieversorgung für die Mittelahr auf den Weg gebracht werden müsse. Die Treffen der „ZMAhr AöR“ sollen einmal pro Woche in Rech stattfinden.

Weitere Beiträge zu den Themen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Weitere Berichte

Wählergemeinschaft Unser Wachtberg mit neuer Spitze

Wachtberger Paradies bewahren

Wachtberg. Auch bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Wählergemeinschaft Unser Wachtberg standen inhaltlichen Themen, wie die Weiterentwicklung Wachtbergs unter Bewahrung der dörflichen Identitäten und der sie umgebenden landschaftlichen Idylle im Vordergrund. Fraktionschef Ulrich Feyerabend berichtete dazu eingangs über die Beratungen und Beschlussfassungen zum Regionalplan. Diese seien von... mehr...

Verkehrsunfall in der Römerstraße in Koblenz

Beifahrer bedroht Geschädigte nach Unfall

Koblenz. Am Montag, den 4. Juli 2022 kam es gegen 8 Uhr zu einem Verkehrsunfall in der Römerstraße in Koblenz. Eine Fahrerin rangierte mit ihrem Pkw gegen die Frontstoßstange des abgestellten Pkw der Geschädigten. Diese konnte den Verkehrsunfall beobachten und konfrontierte die Fahrerin damit. Daraufhin stieg der Beifahrer aus und drohte der Geschädigten, dass er sie verprügeln würde. Die Beschuldigte... mehr...

SPD-Wachtberg

Regionalplan für Wachtberg

Wachtberg. Regionalplanung hat zum Ziel, die natürlichen Lebensgrundlagen einer Region zu sichern und gleichzeitig Spielräume für die Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung aufzuzeigen. Dies geschieht mit Hilfe eines Regionalplan, für dessen Erstellung in Nordrhein-Westfalen der jeweilige Regierungsbezirk zuständig ist. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Zu Besuch in der Frankensiedlung

Mathias Heeb:
Ja, es waren schöne Stunden mit den Kindern der Klasse, manche haben gefragt, ob sie nicht 3 Tage hier bleiben könnten. Was hätte man alles für Möglichkeiten mit diesem Projekt, immer noch und wird auch so bleiben absolutes Unverständnis über die Entscheidung des Gemeinderates der Grafschaft aufgrund...
Mathias Heeb, Grüner Fraktionsvorsitzender:
Von meiner Seite konnte ich mit Johannes Jung aus dem „rebellischen Dorf Eckendorf“ immer gut auskommen. Hoffe für ihn, dass er etwas andere Wege findet für die CDU Grafschaft, ihm alles Gute für die Zukunft, so fair sollte man sein....
K. Schmidt:
"So sei eine Seilbahn vom Tal aus zur Saffenburg, zur Burg Are oder zum Krausbergkopf bei Dernau zur touristischen Erschließung durchaus vorstellbar,..." - Bis vor 10 oder 11 Jahren gab es in Altenahr noch eine Seilbahn, die wurde dann aufgegeben weil mangels Fahrgästen kein wirtschaftlicher Betrieb...
Service