Allgemeine Berichte | 18.04.2019, 17:04 Uhr

Projekt „jugendmacht“ tagte im Martinus Gymnasium

„Wir gestalten Rhein-Wied!“

Beim Workschop im Martinus-Gymnasium Linz lernten die Teilnehmer, politische Standpunkte zu vertreten. Fotos: privat
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Linz. Jugendliche haben keine Möglichkeit ihre Ziele und Interessen umzusetzen? Von wegen!

Kürzlich startete das regionale Projekt jugendmacht. Rund 20 Jugendliche zwischen 14 und 22 Jahren aus den Verbandsgemeinden Unkel, Linz, Bad Hönningen und Rengsdorf-Waldbreitbach waren eingeladen sich fit zu machen, um die Interessen der Jugendlichen in die politische Diskussion der Region zu bringen. „Heute werden Entscheidungen getroffen, die die Zukunft unserer Generation in unserem ganz persönlichen Umfeld betreffen. Entscheidungen, deren Folgen die heutigen Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vielleicht gar nicht mehr selbst erleben, erklärt Lorenz Holl (Martinus Gymnasium), einer der Teilnehmer des Projektes jugendmacht. Wenn wir uns jetzt nicht einmischen, dann müssen wir auslöffeln, was uns andere einbrocken.“

Um Jugendliche also zum „Einmischen“ und zur Mitgestaltung der eigenen Region zu motivieren, und um sie fit zu machen für den Dialog mit Kommunalpolitikern, Wirtschafts- und Gesellschaftsvertretern, wurde jugendmacht ins Leben gerufen. „Schon auf dem ersten Workshop, dem „jugendmacht Training“ haben wir eine Menge gelernt“, findet Lorenz. „Wie trete ich am besten auf? Wie steht es beim Vortrag mit meinem Blickkontakt, meiner Gestik und Mimik? Wo liegen meine Stärken in der Ausstrahlung und wie baue ich eine Rede auf. Das war alles ganz schön intensiv.“ Besonders beeindruckend für die Teilnehmer seien die Fortschritte, die sie in der kurzen gemacht hätten. Manche hätten das nicht für möglich gehalten, dass sie vor anderen eine Rede halten könnten. Aber es ging. Videoaufzeichnungen und das Feedback der ganzen Teilnehmergruppe halfen, den Unterschied zwischen Selbsteinschätzung und Fremdwirkung zu entdecken. Die meisten Jugendlichen hätten sich meist viel schlechter eingeschätzt und seien vom positiven Feedback überrascht gewesen.

Beim ,,jugendmacht Training“ lernten die teilnehmenden Jugendlichen also wie man politische Standpunkte und Forderungen rhetorisch sicher präsentiert. Das war der erste Teil. Im zweiten Teil des Workshops erlebten die Schülerinnen und Schüler wie die kommunalpolitische Entscheidungsfindung abläuft. In Form eines Planspiels wurde den Teilnehmer der Ablauf einer Gemeinderatssitzung hautnah vermittelt. Dafür bildete der Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Linz vom eine angemessene Kulisse.

Mit den neu angeeigneten Informationen und Kenntnissen waren die Jugendlichen nun dazu bereit im Rahmen des ,,jugendmacht Campus“, ihre eigenen kommunalpolitischen Ziele und Interessen zu erarbeiten. Dank der Unterstützung des Schulleiters des Martinus Gymnasiums, Thomas Schmacke, konnten die rund 20 Jugendlichen aus der Region im Linzer Gymnasium tagen. Hier wurden erste jugendpolitische Forderungen aufgestellt und in einem zweieinhalbstündigen Gespräch mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Linz, Günter Fischer, „getestet“. „Wir haben alle wohl das erste Mal mit einem Bürgermeister gesprochen. Das Gespräch war sehr konstruktiv“ meint Yves von Sayn Wittgenstein (Teilnehmer). Die Schülerinnen und Schüler hätten ihre Forderungen vorgetragen und klare Antworten erhalten. „Das macht Mut für das, was wir jetzt vorhaben.“

Viele Jugendliche – so die Einschätzung der jugendmacht-Teilnehmer fühlten sich von der Politik nicht richtig eingebunden. Um das zu verändern, entwickelten die Workshop-Teilnehmer eine Umfrage, die unter allen Schülern der Region Rhein-Wied (von 14 bis 22) durchgeführt werden soll. „Damit haben wir erstmals eine Grundlage, um zu wissen, was Jugendliche vor Ort denken. Daraus wollen wir dann Forderungen entwickeln, die wir auf dem großen ,,jugendmacht Forum“ am 15. und 16. Juni im Bürgerhaus St. Katharinen mit den Politikern und Entscheidungsträgern diskutieren wollen.“

Pressemitteilung

LAG Rhein-Wied

Günter Fischer diskutierte mit den Teilnehmern über politische Themen.

Günter Fischer diskutierte mit den Teilnehmern über politische Themen.

Beim Workschop im Martinus-Gymnasium Linz lernten die Teilnehmer, politische Standpunkte zu vertreten. Fotos: privat

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