Allgemeine Berichte | 13.03.2017

Musikalisch-komödiantischer Kleinkunst-Abend

Witze für den guten Zweck

Project Shanti e. V. präsentiert sich

Shanti Normann stellte mitten im Programm ihr Projekt vor und gewann die Herzen der Zuschauer. SMK

Horressen. Im Pfarrheim St. Johannes der Täufer war am letzten Samstag einiges los. Der große Raum war bis zum letzten Stuhl gefüllt mit Menschen, die den Tersenvälen mit ihrem Programm „Nobody is perfect“ ihre Aufmerksamkeit schenken wollten. Die Kleinkünstler Dittmar, Karl, Joachim, Harald, Felix und Volker begrüßten ihr Publikum mit einem Lied, bevor sie einzeln die Bühne betraten und den Gästen mit zahlreichen Witzen den einen oder anderen Lacher entlockten.

Den Anfang machte Dittmar, der sich über die Veränderung Deutschlands ins Mediterrane ausließ. Karl betrauerte die Doppelsteckdose, die niemals nur einen festen Partner haben wird. Joachim war der Mann an der Gitarre, der sie auch für seinen Solo-Auftritt nicht hergab. Er erzählte Geschichten mit Musik und begann mit dem 51er Kapitän. Harald trat in komplett schwarz auf die Bühne, doch das bleib nicht lange so. Er hatte sich extra für diesen Abend schick gemacht und präsentierte ein qietsch-orangenes Hemd und weiße Lederschuhe. In diesem Outfit erklärte er sein persönliches Beziehungs-Navi. Felix stellte sein Diättagebuch vor und Volker genoss während seiner Abendessensvorbereitung ein paar Gläser Wein zu viel. Das Programm der Herren in den bunten Hemden war vielseitig und auch das Motto „Nobody is perfect“ wurde bei ihnen gelebt, denn live läuft eben nicht alles ganz glatt. Die Zuschauer waren begeistert und sangen bei den Liedern zwischendurch immer kräftig mit.

Project Shanti stellt sich vor

Bei all der Komik wurde der Anlass dieses Abends jedoch nicht vergessen. Es ging um das Project Shanti, welches von Gründerin Shanti Normann kurz vor der Pause präsentiert wurde. Sie wurde als Baby in Indien ausgesetzt und dort von der Polizei gefunden. Nachdem sie zwei Jahre im Krankenhaus Parbhani verbracht hatte, kam sie ins St. John’s Kinderheim in Panch Howd, bis sie durch die Organisation „Terre des Hommes“ nach Deutschland adoptiert wurde. In Deutschland wuchs sie in einer netten Familie auf und als ihre Mutter starb, deren Todestag am Samstag war, wollte sie nach ihren Wurzeln in Indien suchen. 2014 reiste sie in ihr Heimatland und fand dort enorme Armut vor. Geschockt von den Zuständen und im Hinblick auf ihr eigenes Schicksal gründete sie noch in jenem Jahr den Verein „Project Shanti e.V.“ und zählt inzwischen bereits 70 Mitglieder.

In den letzten Jahren wurden einige Aktionen und Projekte sowohl in Deutschland, als auch in Indien gestartet. Dabei unterstützt Terre des Hommes das Projekt maßgeblich und kooperiert mit Shanti. Besonders Shantis eigene Herkunft steht im Vordergrund, weswegen das Kinderheim St. Johns oft besucht und unterstützt wird. Außerdem werden Gespräche mit Kindern und Frauen geführt, die in dem Entwicklungsland noch weit von Gleichberechtigung entfernt sind.

Das große Ziel des Vereins ist der Bau eines Transit Homes. Damit soll Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden und Schutz, Lebensunterhalt und Ausbildung für hilfsbedürftige Kinder, Mädchen und Frauen bereitgestellt werden. Besonders jene, die von ihrer Familie verstoßen wurden, die häusliche Gewalt erfahren mussten oder juristische Hilfe benötigen. Außerdem werden Opfer des Menschenhandels, Menschen aus dem Armenviertel in Parbhani und Prostituierte und deren Kinder unterstützt. Jeder Fall wird von Experten individuell untersucht, sodass entsprechende Hilfsmaßnahmen vorgeschlagen und ausgeübt werden können. Für dieses Transit Home stehen 4.000 m² Land in District Parbhani, Kaudgaon zur Verfügung. Das Gebiet ist in der Nähe eines Flusses, wodurch eine gute Wasserversorgung gegeben ist und ebenfalls nahe dem nationalen Highway 222.

Ackerland für Bioanbau steht zur Verfügung, damit eine möglichst große Selbstversorgung stattfinden kann. Außerdem liegt das Gebiet nur wenige Kilometer von Parbhani City entfernt.

Unterstützt wird Shanti auch von einigen Partnern vor Ort wie dem Socio-Educational Support to Women & Girls. Sarang Salvi, Leiter des College of Social Work steht ihr mit Rat und Tat zur Seite. Auch Studenten vom Sozialarbeitscollege helfen durch Studien und Lageberichte und auch der „Womensclub Parbhani“ hilft, wo Hilfe benötigt wird. Weitere Kooperationen finden mit Terre des Homme Pune und UGAM, einer zertifizierten Organisation im Nachbarort Hingoli statt.

Finanziert wird dieses Projekt durch Fördergelder der indischen Regierung, Spenden von indischen Förderern an die Partnerstiftung vor Ort und durch Project SHANTI e.V. Der Verein freut sich über jede Spende, doch damit die Bevölkerung dem Verein auch die nötige Aufmerksamkeit schenkt, veranstalten die Mitglieder des Vereins einige Aktionen. Bisher wurde ein Spendenlauf veranstaltet, sowie viele Informationstermine in Schulen, der Verein hat nun schon seit drei Jahren einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Montabaur, es fand eine Benefizauktion in Koblenz statt, eine Charity Party, ein Benefizkonzert, ein Comedy Abend, ein indischer Kochabend und ein indischer Filmabend im Capitol in Montabaur. Der Kleinkunstabend in Horressen war ein weiterer Versuch, Menschen auf die ernste Lage von Kindern und Frauen in Indien aufmerksam zu machen.

Doch auch in Indien fanden bereits einige Aktionen statt, die den Menschen sehr geholfen haben. Neben Sach- und Geldspenden an Tara Mobile Creche und das Kinderheim St. Johns, gab es auch eine Veranstaltung im Civil Hospital Parbhani zum internationalen Frauentag, Spenden für die Erstlingsausstattung im Krankenhaus, es werden regelmäßig Gesundheitschecks durchgeführt durch Dr. MP Salve. Auch ein Trainingscenter für Frauen, in dem Nähkurse und die Herstellung und der Verkauf von Snacks beigebracht werden, ist äußerst wirkungsvoll, da sich bereits einige Frauen dank diesem Projekt selbstständig machen konnten und nun ihr eigenes Geld verdienen. Auch zahlreiche Workshops können Frauen, Jugendliche und Kinder besuchen. Mit der Aktion Cleanless Drive soll den Menschen vor Ort beigebracht werden, was es heißt, Müll umweltgerecht zu entsorgen und auf seine Umgebung zu achten. Natürlich helfen auch reine Patenschaften den Kindern, ein vernünftiges Leben zu führen. All jene Aktionen richten sich an das Armenviertel in Shuhanagar und das Rotlichtviertel Marathwada Plot.

Shanti kann bereits einige Erfolge verzeichnen und freut sich über jegliche Unterstützung. Sie hat ihr persönliches Schicksal genutzt, um anderen zu helfen und das mit großem Erfolg. Die Tersenväle haben ihr am letzten Samstag tatkräftig geholfen, auf ein Thema aufmerksam zu machen, das den meisten wohl gar nicht recht vor Augen ist. Bestimmt wird es noch weitere Aktionen geben, die ebenso unterhaltend wie hilfreich sein werden.

Witze für den guten Zweck

Witze für den guten Zweck

Witze für den guten Zweck

Wenn die sieben Männer die Bühne betraten, war es immer Zeit für ein Lied.

Wenn die sieben Männer die Bühne betraten, war es immer Zeit für ein Lied.

Shanti Normann stellte mitten im Programm ihr Projekt vor und gewann die Herzen der Zuschauer. Fotos: SMK

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