Allgemeine Berichte | 16.03.2026

Für eine neue Trasse sind noch viele Abstimmungen erforderlich

Wo soll künftig der Radweg zwischen Reimerzhoven und Laach verlaufen?

Stefan Schmitt (li.) und Volker Scherhag vor den problematischen Bereichen.

Ahrtal/Reimerzhoven/Laach. Wie bereits in Blick Aktuell berichtet, schreitet auch der Wiederaufbau der zerstörten Radwege, von außen oft noch kaum zu erkennen, sehr zügig weiter: Dernau und Marienthal / Mayschoß, an der großen Ahrschleife oberhalb Mayschoß, von Rech nach Mayschoß, beim zweites Bogenviadukt bei Altenahr, sowie von dort bis zum Bahnhof Altenahr.

Projektleiter ist hier der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, ebenso verantwortlich für die Bundes,- Landes- und Kreisstraßen. Die Hochwassermassen im 21. Juli 2021 haben so viele Schäden hinterlassen, dass diese nur Stück für Stück, unter großem Druck für Firmen und LBM, abgearbeitet werden können. Dies war eine der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte Deutschlands. Blick Aktuell war vor Ort in Reimerzhoven mit Stefan Schmitt, dem LBM-Projektleiter Wiederaufbau Ahrtal, sowie Volker Scherhag, Fachgruppenleiter Straßenbau.

Am Radweg gibt es derzeit neben mehreren Bereichen eine zentrale problematische Stelle: Im Bereich der vom Hochwasser zerstörten Fahrradbrücke unterhalb Reimerzhoven in Richtung Laach. Es besteht Einigkeit unter den Fachleuten, dass eine Brückenüberführung - zumal in diesem Bereich, daher hier nicht wieder gebaut werden kann. Einfach, weil diese am bisherigen Standort beim nächsten Hochwasser ebenso stark gefährdet wäre wie die Vorgängerbrücke und die neuen hydraulischen Anforderungen der Wasserbehörde nicht erfüllen kann.

Es sind also noch schwere Abstimmungen der Fachbehörden erforderlich: Es bleibt eigentlich nur, auf der rechten Ahrseite zu bleiben (entlang des Felshangs oberhalb der Ahr). Dort dann als an den Fels angehängtes Galeriebauwerk. Alternativen lassen sich sonst kaum finden. Andererseits hat der Ahr-Radweg eine sehr hohe Bedeutung sowohl für Einheimische als auch Touristen. Dieser trägt auch zu weniger Autoverkehr im engen Ahrtal bei. LBM-Mann Stefan Schmitt und sein Kollege Volker Scherhag bezeichneten das Projekt daher als „planerische Herausforderung“.

Für die beteiligten Fachbehörden und Verbände stehen also noch schwere Entscheidungen an. Unterstützt wird das Projekt von Andreas Lambeck, Geschäftsführer Ahrtal Marketig GmbH. Für ihn sind sowohl Radweg als auch die Ahrtalbahn enorm wichtig für das gesamte Ahrtal. wite

Stefan Schmitt (li.) und Volker Scherhag vor den problematischen Bereichen. Foto: wite

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