Allgemeine Berichte | 19.07.2019

Projekt „Wohnen für Hilfe“ bringt Generationen zusammen – OB ist Schirmherr

Zimmer zum Studieren gegen Hilfe bei der Gartenarbeit

Zwei Generationen, zwei Welten. Die Studentin Lauraine Nono wohnt mit der Seniorin Rosemarie Dillmann im Kreis Mayen-Koblenz zusammen. Sie verstehen sich gut, lieben beide die Gartenarbeit. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt die junge Frau. „Ich habe die Studentin bereits in kurzer Zeit sehr lieb gewonnen“, befindet die Wohnraumanbieterin. Foto: Studierendenwerk Koblenz

Koblenz/Kreis MYK. Das Studierendenwerk und die Hochschule Koblenz bieten seit drei Jahren „Wohnen für Hilfe“ an. Fünfzehn Wohnpartnerschaften bestehen aktuell – und es dürfen gerne mehr werden. Denn Studierende und Wohnraumanbieter profitieren davon. Der Nachwuchs ist ausgeflogen und das Kinderzimmer steht leer? Altersbedingt wird im Einfamilienhaus nur noch das Erdgeschoss bewohnt? Das Mansardenzimmer ist mit Gerümpel vollgestellt? Werden diese Räume „reaktiviert“, freut das Studierende, die in Koblenz und Umgebung nur schwer Unterkünfte finden, besonders – keine Frage.

„Bei „Wohnen für Hilfe“ geht es nicht darum, kurzfristig preiswerten Wohnraum an Studierende zu vermitteln, sondern längerfristige Wohnpartnerschaften herzustellen“, so Anne Dommershausen, die Projektleiterin und Ansprechpartnerin für Studierende und Wohnraumanbieter. „Wohnen für Hilfe“ bedeutet, dass die Studierenden bis auf die Nebenkosten mietfrei wohnen, dafür aber maximal 25 Stunden pro Monat helfen: Housekeeping, Gartenarbeit, Botengänge, Einkäufe, Fahrten und Begleitung zum Arzt, Kinderbetreuung, Gassi-Gänge mit dem Hund zum Beispiel. „Gerade Senioren geht es oft auch um die Gesellschaft“, weiß Dommershausen. „Das Projekt richtet sich aber an alle Hilfesuchenden, auch Familien und Menschen mit Behinderung.“

Damit Topf und Deckel wirklich passen, nimmt sich die Projektleiterin viel Zeit, die Kandidaten kennenzulernen und Vorstellungen und Wünsche abzufragen. „Zwei Patenschaften bestehen nun schon 28 Monate“, erzählt sie stolz. Insgesamt hat sie 38 Wohnpartnerschaften vermittelt. Die Hälfte der vermittelten Studierenden sind Deutsche, die andere Hälfte Ausländer unterschiedlicher Herkunft. Diese Quote ist bemerkenswert und sicherlich darauf zurückzuführen, dass Anne Dommershausen Schottin ist, seit langem in der Region lebt und an der Hochschule über viele Jahre ausländische Studierende betreut hat. Das Koblenzer Wohnprojekt steht unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister David Langner. Schon als Staatssekretär im Sozialministerium hat er es unterstützt. Weil es eine innovative, Generationen verbindende Wohnform sei und gleichfalls zur Integration ausländischer Mitbürger beitrage. Beim fünften Wohnprojektetag Rheinland-Pfalz unter dem Motto „Konzepte für Gemeinschaft(en)“ wird „Wohnen für Hilfe“ daher auch vorgestellt. Die Kontakt- und Fachbörse findet am 16. August im Historischen Rathaus von Koblenz statt. Sie richtet sich an Wohnprojekte, Initiativen, Berater, Architekten, Kommunalvertreter und alle Interessierten, die gemeinschaftlich wohnen oder Projekte auf den Weg bringen wollen. Mehr Infos zum Projekt unter www.wohnen-fuer-hilfe.de; Kontakt zum Beratungsbüro unter Telefon (0 26 1) 9 52 89 81. Pressemitteilung des

Studierendenwerks Koblenz

Zwei Generationen, zwei Welten. Die Studentin Lauraine Nono wohnt mit der Seniorin Rosemarie Dillmann im Kreis Mayen-Koblenz zusammen. Sie verstehen sich gut, lieben beide die Gartenarbeit. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt die junge Frau. „Ich habe die Studentin bereits in kurzer Zeit sehr lieb gewonnen“, befindet die Wohnraumanbieterin. Foto: Studierendenwerk Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Essen auf Rädern
Innovatives rund um Andernach
Schulze Klima -Image
Ostergruß
First Friday Anzeige März
Anzeige KW 14
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2271

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Alles rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Kleinanzeigen
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Titel
Koblenz blüht
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Tag der offenen Tür
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Dauerauftrag 2026
Osteraktion