Dieter Zimmermann und Niklas Eudenbach übernehmen das Zepter
Zwei neue Schützenkönige für Ahrweiler
Ahrweiler. Zahlreiche Brauchtumsforscher sind sich schon lange einig: kaum eine andere Stadt hat ein Schützenwesen mit derart vielen Alleinstellungsmerkmalen, wie Ahrweiler. Dazu gehört auch die Tatsache, dass man sich alle drei Jahre im Rahmen des „großen Schützenfest“ nicht „nur“ einen, sondern gleichdr Schützenkönige „gönnt“. Denn anders als die Majestät der Junggesellen-Schützen, wird die Hoheit der Bürgerschützen im Dreijahresrhythmus ermittelt – so auch in diesem Jahr. Und so zog es ganz Ahrweiler am vergangenen Dreifaltigkeitssonntag in die Quarzkaul um Augenzeugen dieser nie aus der Mode kommenden Tradition zu werden. Schon seit Wochen waberten Gerüchte durch die Stadt, wer denn nun die Zepter übernehmen würde, doch das Geheimnis wurde wie immer perfekt gewahrt. So blieb nichts anderes übrig, als sich vor Ort davon zu überzeugen, wer denn nun den hölzernen Vogel von der Stange schießt. Und das lief nach dem „Marathonschießen“ im vergangenen Jahr heuer wie geschmiert.
Schon um 15:45 fiel der erste Vogel
Es war gerade einmal 15:45 Uhr, als der erste nach dem 52. Schuss zu Boden ging und in Person von Dieter Zimmermann ein neuer König der St. Sebastianus Bürger-Schützengesellschaft Ahrweiler auf Schultern aus dem Schießzelt getragen wurde. Ein ideales Timing, war Zimmermann doch erst Ende März nach 46 Jahren in Diensten der Kreissparkasse Ahrweiler, davon fast 24 Jahre als Vorstand, bzw. Vorstandsvorsitzender, in den Ruhestand verabschiedet worden. Der diplomierte Sparkassenbetriebswirt kann auf eine lange Schützenkarriere zurückblicken: seit 2002 Mitglied des Königsglieds der Bürgerschützen, ist er seit 2016 Schatzmeister der Gesellschaft und Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes sowie des Verwaltungsrates. Der 64-jährige, zweifache Vater und fünffache Großvater tritt das Erbe von Jürgen Schmitz an, zu dessen Ehren es am Vorabend den großen Zapfenstreich auf dem Marktplatz gegeben hatte. Erster Gratulant war traditionsgemäß Bürgerschützen-Hauptmann Jürgen Knieps, bevor Jürgen Schmitz seinem Nachfolger mit Interimsschild, Kette und Zepter die Insignien der Gesellschaft überreichte. Weitere Gratulanten waren unter anderem die Abordnungen der Junggesellen-Schützen, Bürgermeister Guido Orthen, die Junggesellen-Schützen aus Lantershofen, Pastor Jörg Meyrer und die Aloisius-Jugend.
„Eine Ehre und auch eine Verpflichtung“
„Es ist vollbracht und damit ist auch die Achterbahnfahrt meiner Gefühle der letzten Wochen und Monate vollbracht. Es waren absolute Glücksgefühle, als der Vogel endlich runterkam. Und ich bin erleichtert, dass heute endlich die Katze aus dem Sack ist, denn so langsam sind mir in den letzten Wochen die Ausreden ausgegangen. Die Insignien unserer seit über 600 Jahren bestehenden Schützengesellschaft sind mir eine Ehre und auch eine Verpflichtung, die christlichen Werte der BSG ebenso zu vertreten, wie die freiheitlich-demokratischen“, so die neue Majestät.
Niklas Eudenbach krönt sich mit dem 58. Schuss
Keine dreiviertel Stunde später, genauer gesagt um 16:26 Uhr, hatte es der Junggesellen-Vogel nach dem 58. Schuss ebenfalls hinter sich. Glücklicher Schütze war Niklas Eudenbach, der damit gegen gleich drei Mitbewerber, nämlich Nico Brenner, Moritz Kelter und Lars Terporten nach stets fairem Wettkampf die Oberhand behielt. Der neue Junggesellen-Schützenkönig ist 27 Jahre jung, von Beruf Maschinenbau-Ingenieur und seit 2014 bei den Junggesellen aktiv. Zunächst als Flötist beim Tambourcorps, war er später Zugführer und Vereinsvertreter der Ahrhöde Jonge. 2022 übernahm er das Amt des Fähnrichs von seinem Bruder Christoph, der 2022 Junggesellen-Schützenkönig war. Diese Position gab er mit dem erfolgreichen Königsschuss an Moritz Kelter weiter. Nach den ersten Gratulationen von Junggesellen-Schützen Hauptmann Niklas Sebastian, Bürgerschützen-Hauptmann Jürgen Knieps, Pastor Jörg Meyrer, Bürgermeister Guido Orthen, den Lantershofener Schützen und der Aloisius-Jugend, gab es aus den Händen von Vorgänger Justin Büch Königskette, Interimsschild und Königskette als äußere Zeichen der Königswürde. Emotionen pur, die beim kurz darauffolgenden Einzug der Könige durch das Ahrtor in die von Menschen umsäumte Stadt zu den Klängen von „Tochter Zion“ noch getoppt wurden.DU
Emotion und Tradition beim Einzug in die Stadt. Foto: DU
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