Politik | 09.03.2026, 10:10 Uhr

Harald Orthey MdB:Weidetiere besser vor Wölfen schützen

Bundestag beschließt praktikables Wolfsmanagement

Der Bundestag beschließt ein neues Wolfsmanagement, mit dem Ziel Weidetiere besser schützen zu können.
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Region. Der Deutsche Bundestag hat in der vergangenen Woche das Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes sowie des Bundesnaturschutzgesetzes beschlossen. Hierdurch wird nach Auffassung des CDU-Bundestagsabgeordneten Harald Orthey auch in seinem Wahlkreis Westerwald/Rhein-Lahn ein praktikableres Wolfsmanagement ermöglicht.

„Die Zahl der Wölfe in Deutschland ist in den vergangenen Jahren, so auch in den Mittelgebirgen, deutlich gestiegen. Gleichzeitig haben auch bei uns die Wolfsrisse spürbar zugenommen. Immer häufiger werden nicht nur Schafe und Ziegen, sondern auch Rinder und Pferde angegriffen. Für viele Tierhalter bedeutet das große wirtschaftliche Schäden - vor allem aber verursacht es enormes Leid bei den Weidetieren, die häufig qualvoll verenden,“ so Orthey.

Deshalb sei es notwendig, jetzt klare und praktikable Regeln zu schaffen. Mit der Änderung des Bundesjagdgesetzes werde erstmals ein wirksames Wolfsmanagement ermöglicht. Jägerinnen und Jäger sowie die zuständigen Behörden erhielten Instrumente, mit denen sie schneller und zielgerichteter handeln können.

Harald Orthey: „Mir ist es wichtig unsere Weidetierhalter zu stärken. Die Weidetierhaltung ist nicht nur besonders tierwohlgerecht, sie prägt auch unsere Kulturlandschaft und hält viele Regionen offen und lebendig. Ohne sie würden Wiesen verbuschen, Talauen wären schwerer zu pflegen und wertvolle Landschaftsräume gingen verloren.

Gleichzeitig bleibt der Wolf Teil unserer heimischen Tierwelt. Sein Schutz wird nicht infrage gestellt. Aber inzwischen ist ein günstiger Erhaltungszustand erreicht. Deshalb brauchen wir einen vernünftigen Ausgleich zwischen Artenschutz und den berechtigten Interessen der Menschen im ländlichen Raum.“

Mit dem neuen Gesetz werde genau dieser Ausgleich geschaffen: „Wir sorgen dafür, dass Problemwölfe schneller entnommen werden können und dass Regionen mit hoher Wolfsdichte künftig flexibler reagieren dürfen. Damit stärken wir den Schutz der Weidetiere, nehmen die Sorgen der Menschen ernst und sichern zugleich die gesellschaftliche Akzeptanz für den Artenschutz.“

Hintergrund

CDU, CSU und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Durch die Gesetzesänderung können die Länder künftig bei einem günstigen Erhaltungszustand regionale Managementpläne aufstellen und den Wolfsbestand gezielt regulieren.

Außerdem wird es möglich, Problemwölfe schneller und unbürokratischer zu entnehmen. Erleichterungen gelten insbesondere in Gebieten, in denen Herdenschutz durch Zäune aus naturräumlichen Gründen kaum möglich ist, etwa auf Deichen oder Almen.

Der präventive Herdenschutz bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil der Strategie und wird über die Gemeinschaftsaufgabe „Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) weiterhin gefördert.

Pressemitteilung MdB Harald Orthey

Der Bundestag beschließt ein neues Wolfsmanagement, mit dem Ziel Weidetiere besser schützen zu können.

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