Allgemeine Berichte | 13.02.2026

Über 100 Schülerinnen und Schüler beeindrucken im Regionalwettbewerb mit ihrem Forschergeist

Jugend forscht: Mons-Tabor-Gymnasium schafft es dreimal aufs Siegerpodest

Mika Pehl und Simon Braun (von links) beschäftigten sich mit einem hydraulischen Widder, mit dem Wasser ohne Strom um mehrere Höhenmeter nach oben transportiert werden kann.

Region. Kann man aus Pilzen Bausteine herstellen? Hat die Lichtfarbe Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Solaranlagen? Wie reagieren Ameisen auf Mikroplastik? Auf diese und viele weitere Fragen haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Antworten gefunden. Im Rahmen des Koblenzer Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ präsentierten sie jetzt ihre Projekte in den Räumen der Hochschule Koblenz und stellten sich den Bewertungen der Fachjury. Am Ende qualifizierten sich 12 Kinder und Jugendliche für den Landeswettbewerb und sind damit eine Runde weiter.

Ob mit Modellen, Programmen oder Versuchsaufbauten – auf ganz unterschiedliche Art und Weise präsentierten Schülerinnen und Schüler in der Hochschule Koblenz auf der Karthause ihre Wettbewerbsbeiträge. Insgesamt 109 Kinder und Jugendliche vor allem aus Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz, dem Kreis Neuwied, dem Westerwaldkreis, dem Kreis Altenkirchen und dem Rhein-Lahn-Kreis hatten sich diesmal am Wettbewerb beteiligt und dazu 61 Projekte eingereicht. „Die Fülle und Qualität der diesjährigen Beiträge zeigt einmal wieder, wie wichtig dieser Wettbewerb zur Förderung des Wissenschaftsnachwuchses ist“, erklärt Marcelo Peerenboom, Patenbeauftragter der Energieversorgung Mittelrhein (evm).

Die evm richtet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal den Wettbewerb als Patenunternehmen aus. „Seit 25 Jahren fördert die Energieversorgung Mittelrhein als Patenunternehmen den regionalen Wissenschaftsnachwuchs. Für die langjährige Unterstützung danken wir der evm herzlich“, sagte Kristina Ollrogge von der Bundesstiftung Jugend forscht. „Dass ein Unternehmen sich über so viele Jahre engagiert, ist keine Selbstverständlichkeit“, so Ollrogge, die eigens aus Hamburg nach Koblenz gekommen war, um zu gratulieren. Ihr Dank galt auch Helmut Meixner und Julia Zander, die den Wettbewerb leiten.

Auch der Präsident der gastgebenden Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Karl Stoffel, war begeistert: „Der Wettbewerb ‚Jugend forscht‘ zeigt jedes Jahr aufs Neue, mit wie viel Kreativität, Ausdauer und wissenschaftlicher Neugier junge Menschen an Fragestellungen unserer Zeit herangehen. Dieses Engagement beeindruckt mich sehr. Als Hochschule sehen wir es als unsere Aufgabe, solche Talente frühzeitig zu fördern und Räume zu schaffen, in denen Ideen wachsen können.“

Erfolgreiche Projekte aus Montabaur

Gleich drei Projekte aus dem Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur schafften es in ihren jeweiligen Kategorien auf das Siegertreppchen. Den zweiten Platz in der Kategorie Physik ergatterten Mika Pehl und Simon Braun mit der Entwicklung eines hydraulischen Widders. „Ein hydraulischer Widder schafft es Wasser mit nur wenigen Metern Gefälle in ein Vielfaches der Höhe zu transportieren. Dies geschieht dabei ganz ohne Strom“, erklärten die beiden Schüler.

Unter den „Wiederholungstätern“ befanden sich auch Lennard Weidner und Christian Lenk. Sie nahmen bereits zum vierten Mal am Wettbewerb teil und sicherten sich mit ihrem Forschungsprojekt zur Verwendung von Zeolith als Düngemittel den zweiten Platz in der Kategorie Chemie. „Wir haben durch unser Projekt erkannt, dass man Pflanzen mit Zeolith sowohl düngen als auch entgiften kann. Zudem haben wir es geschafft, eigenes Zeolith-Pulver herzustellen“, kommentierten die beiden 16-jährigen ihre Forschungsergebnisse.

Auch der dritte Platz in der Kategorie Technik ging an das Mons-Tabor-Gymnasium. Lina Marie Noll, Maximilian Silas Marcus Tuitje und Sophia Heibel entwickelten ein automatisches Bewässerungssystem für Pflanzen. Hier sammeln Feuchtigkeitssensoren im Blumentopf aktuelle Werte. Ein selbstgeschriebenes Programm aktiviert bei Bedarf eine Wasserpumpe, die Wasser in den Topf pump. „Auch für die Energieversorgung unseres Systems ist gesorgt, da eine installierte Solarzelle den angeschlossenen Akku wieder auflädt“, erklärte das Team.

Landeswettbewerb

Für die Erstplatzierten geht es schon in wenigen Wochen weiter. Vom 17. bis 19. März findet bei der BASF in Ludwigshafen der Landeswettbewerb „Jugend forscht“ statt. Für die jüngeren Siegerinnen und Sieger geht es am 23. und 24. April zu Boehringer Ingelheim. Dort wird der Landeswettbewerb von „Jugend forsch junior“ ausgetragen. „Ich freue mich, dass unsere Region mit so spannenden und innovativen Projekten vertreten ist. Ich drücke all unseren Regionalsiegern fest die Daumen und hoffe, dass sich einige dort für den Bundeswettbewerb qualifizieren“, so Patenbeauftragter Peerenboom. Pressemitteilung evm

Lennard Weidner und Christian Lenk (von links) forschen zu den Einsatzmöglichkeiten von Zeolith als Superdünger.

Lennard Weidner und Christian Lenk (von links) forschen zu den Einsatzmöglichkeiten von Zeolith als Superdünger. Foto: Sascha Ditscher/evm

Maximilian Silas Marcus Tuitje (von links), Lina Marie Noll und Sophia Heibel entwickelten ein automatisches Bewässerungssystem, dass Blumen immer die richtige Menge an Wasser zukommen lässt.

Maximilian Silas Marcus Tuitje (von links), Lina Marie Noll und Sophia Heibel entwickelten ein automatisches Bewässerungssystem, dass Blumen immer die richtige Menge an Wasser zukommen lässt. Foto: Sascha Ditscher/evm

Mika Pehl und Simon Braun (von links) beschäftigten sich mit einem hydraulischen Widder, mit dem Wasser ohne Strom um mehrere Höhenmeter nach oben transportiert werden kann. Foto: Sascha Ditscher/evm

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Anne: Ein Faustschlag mitten ins Gesicht und ein Dolchstoß mitten ins Herz aller Flutopfer…nicht nur der Toten und deren Angehörigen und Freunden, sondern insbesondere der unzählig vielen traumatisierten Menschen...
  • Betroffener: Wiedermal ein Totalversagen der Justiz und es werden Täter geschützt ! Inzwischen darf man sich wirklich fragen ob diese Justiz überhaupt noch der Gerechtigkeit und dem Volk dient oder einfach nur noch die Politiker zu schützen versucht !
  • Anne: Es ist das kalte Grauen. Wahrscheinlich denkt sich der Täter in Anlehnung an den Mordprozeß im Fall Anna K. aus Gimmigen mit einem ähnlich milden Urteil davon zu kommen. In was für einer Zeit leben wir...
  • Graf: Ja, sehr GUT Ukraine, ist doch bekannt , dass koruptestes Land in Europa ist. Mit den Politiker, sind unsere bezahlt worden? Wunderbar !
Imageanzeige Dauerauftrag 06/2025
Richtgest Jahn Eleven
sprudelndes Sinzig
Sprudelndes Sinzig
Titel
Anzeigensponsoring Sommerbunt - o.B.
Bauingenieur/in (w/m/d)
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Sprudelndes Sinzig
Sprudelndes Sinzig
Empfohlene Artikel
Luca und Laura Di Stefano haben die spannendsten True Crime-Fälle im Blick.  Foto: FELIX KIRCHNER // ENKIME
46

Region/Mogendorf. Morde, Vermisstenfälle, rätselhafte Todesfälle und ungelöste Geheimnisse – wahre Verbrechen üben auf viele Menschen eine besondere Faszination aus. Genau dieser Leidenschaft haben sich Luca und Laura Di Stefano aus dem Westerwald mit ihrem Podcast „Verbrechen Hautnah“ verschrieben. In ihren Folgen nehmen sie die Zuhörer mit auf die Spur spektakulärer Kriminalfälle, erzählen von schockierenden Taten, überraschenden Wendungen und Ermittlungen, die bis heute Fragen offenlassen.

Weiterlesen

Bei dem Ausflug können die Mädchen Stuttgart entdecken und das beliebte Musical hautnah erleben.
13

Region. Einige wenige Restplätze gibt es für die aufregende Kulturfahrt zum Musical „We will rock you“ nach Stuttgart, inklusive einer Übernachtung. Angeboten wird diese von der Kreisjugendpflege des Westerwaldkreises in Kooperation mit der Kreisjugendpflege Altenkirchen. Mädchen ab zwölf Jahren sind herzlich eingeladen, an dem Kurztrip vom 1. bis 2. Juli teilzunehmen. Die Hinfahrt ab circa 7.30 Uhr von Montabaur und die Rückfahrt dahin erfolgen mit der Bahn.

Weiterlesen

Weiß immer, was Sache ist: Der Ausscheller von Mülheim-Kärlich. Foto: privat
58

Wer den Kapellenplatz vor dem Rathaus in Mülheim-Kärlich besucht, begegnet einem Mann aus Metall. Er steht dort geduldig, schweigt seit Jahrzehnten und wirkt dennoch, als wolle er jeden Moment lautstark etwas verkünden. Es handelt sich um den Ausscheller Peter Linden, besser bekannt als „Lindemann“.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Rock am Ring 2026: Riesen-Überraschung für die Fans!
1525

Mit diesem Star-Gast hätte wohl niemand gerechnet:

Rock am Ring 2026: Riesen-Überraschung für die Fans!

Nürburgring. Mit dieser Begegnung hatten wohl die wenigsten Festivalbesucher gerechnet: Mitten im Trubel von Rock am Ring 2026 tauchten plötzlich Robert Geiss und Carmen Geiss auf. Das prominente TV-Ehepaar sorgte damit für eine echte Überraschung auf dem Gelände am Nürburgring.

Weiterlesen

Rock am Ring 2026: Mehnersmoos rockt den Ring!
999

Am Ring geht es weiter im Programm:

Rock am Ring 2026: Mehnersmoos rockt den Ring!

Nürburgring. Mehnersmoos ist ein deutsches Rap-Duo aus Frankfurt am Main. Die Gruppe besteht aus den Rappern Frederik Moos und Tobias Mehner. Der Bandname setzt sich aus ihren Nachnamen „Mehner“ und „Moos“ zusammen.

Weiterlesen

Orignale Linkin Park-Klampfe - die gibt es nur in der besonderen Ausstellung! Foto: Axel Live Pictures
336

Ringrocker sollten sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen:

Rock am Ring 2026: Heißer Tipp abseits der Bühnen!

Nürburgring. Pünktlich zu Rock am Ring 2026 erwartet die Festivalbesucher eine besondere Überraschung: Die US-Rockband Linkin Park bringt eine zeitlich begrenzte Sonderausstellung exklusiv an den Nürburgring. Die Ausstellung gewährt seltene Einblicke in die Geschichte einer der erfolgreichsten Rockbands der vergangenen Jahrzehnte und präsentiert zahlreiche Originalstücke aus verschiedenen Schaffensphasen der Gruppe.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Dienstleistungen
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
Stellenanzeige Elektroniker für Betriebstechnik
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, Juni 2026
Anzeige "WM Start 2026" Sonderpreis
Azubispots Koblenz
Kooperation
Kirmes in Königsfeld
Kirmes in Königsfeld
First Friday Anzeige Mai
Feuerwehrfest in Heimersheim
Sonderseite Jahn Eleven
Titelanzeige
Stellenanzeige Berufskraftfahrer
Rückseite